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DISGROOVE im Albani in Winterthur - 23. November 2004
Vor kleinem Publikum ganz gross
Als etwas unbekanntere Band hat man's nicht immer einfach. Ein Festival,
dass man selbst als Winterthurer nicht gross kennt, man spielt an einem
Dienstag Abend, Fussball im Fernsehen und sonst schon nicht der absolute
Zuschauermagnet. Dass da kein Full-House herrschen wird, war vorneweg
klar. Aber eine solche gähnende Leere war schon bitter, und sicher nicht
verdient. Aber was solls, immerhin etwa 30 Leute hatten den Weg ins
Albani gefunden.
Nicht nur die Band, sondern auch die Zuschauer waren etwas enttäuscht ob
des mangenlden Interesse, hatte man sich doch etwas mehr erhofft,
nachdem die Reaktionen an den Musikfestwochen, an praktisch gleicher
Örtlichkeit, überaus positiv ausfielen. Sei hier vermerkt, dass auch dem
hier Schreibenden die damals als Vorband von Velvet Revolver agierenden
DISGROOVE in sehr nachhaltiger Erinnerung blieb.
Nichts-desto-Trotz gaben sich zuerst COLORBOX aus Zürich die Ehre. Ihren
gelungenen Mix durch alle alternativen Rockstyles gefiel dem Publikum
sicher. Eine Location wie das Albani ist wie geschaffen für Bands wie
COLORBOX, einfach mit vielmehr Leuten. Dem umso aufmerksameren Publikum
imponierte der Sound und werden sich sicher an diese Band erinnern.
Leider übten sich mangeldes Publikumauflaufs die anwesende Schar etwas
in Zurückhaltung. Aber unbeirrt machte das Quartett um Sänger Steff
Kerkhof druck und spielten ihren Sound konsequent durch.
Nach einem kurzen Unterbruch betrat das basler Trio DISGROOVE die Bühne,
auf der schon so mache grosse Karriere begonnen hatte. Und genau dies
wünschen wir DISGROOVE auch. Mit solidem abwechslungsreichen Rock
unterhielten sie die 30 Fans und zeigten, dass auch in der Schweiz guter
Gitarrensound gespielt werden kann. Sänger Philppe, Bassist Flipper und
der Schlagzeuger Toby bestachen als eingespeiltes Team und rockten das
Albani. Mit ihrer ersten CD "Down On Myself", welche anfangs Juni
erschien, ziehen sie Momentan durchs Land, und finden wohl immer mehr
Anhänger. Mit ihrem Krafvollen Sound und gekonnten Riffs setzen sie ein
solides Fundament für eine hoffentlich erfolgreiche Zukunft.Freuen wir
uns, wenn wir DISGROOVE bald wieder einmal sehen, und hoffentlich
interessieren sich dann etwas mehr Leute für gute schweizer Musik - bis bald
fuedlibuerger
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