35 JAHRE FREE & VIRGIN MIT STATUS QUO IN DER FESTHALLE RÜEGERHOLZ (31.05.2008)

Mit einer Coverband, australischen AC/DC-Doppelgängern, einem genialen Songwriter und britischen Stimmungsmachern wollte der Veranstalter "Free & Virgin" sein Jubiläum feiern. Klingt gut! Noch besser tun es die Namen der beschriebenen Bands: The Hills, Airbourne, Chris Thompson, Status Quo.

Stattfinden sollte die Party in der Eishalle Deutweg in Winterthur. Auf Seiten der Veranstalter dürfte man sehr überrascht gewesen sein, dass sich die Tickets doch nicht so gut wie erwartet verkaufen liessen, immerhin sind zumindest Status Quo Garanten für volle Hallen, füllen sie doch rund alle zwei Jahre das Zürcher Hallenstadion. Fakt war: Das Jubiläumsfeier musste nach Frauenfeld in die Festhalle Rüegerholz verlegt werden.

The Hills eröffneten den Abend mit Cover-Versionen von Bryan Adams, Prince, Huey Lewis und vielen mehr. Ihr Auftritt war solid, auch wenn den Cover-Versionen die persönliche Note fehlten. Es zeichnete sich bald ab, dass es ein heisser Abend werden würde. Nicht nur, weil danach der Auftritt der Rocker von Down Under, Airbourne, auf dem Programm stand, sondern vor allem weil sich die Festhalle Rüegerholz als nicht geeignete Konzerthalle erwies: Es war viel zu heiss! Weiteres Manko: die Akustik. Die Sänger hörte man kaum und die instrumentalen Beiträge ihrer Bandkumpanen vermischten sich oft zu einem Gitarren-Einheitsbrei.

Oben ohne auf die Bühne zu kommen, zwischendurch die Jack-Daniels-Flasche hochzuheben und auf den Scheinwerfermast zu klettern, das reicht bei Weitem nicht, um sich ernsthaft als würdige AC/DC-Nachfolger zu beweisen. Airbourne haben zwar durchaus solides Studiomaterial aufzuweisen, doch live muss die Band mehr bieten, bzw. Eigenes. Es gibt nämlich nur einen Angus Young. Und das ist auch gut so. Zusammen mit der schlechten Akustik in der Halle war das ein höchst durchwachsener Auftritt der von vielen Pressen ausserhalb Australiens hochgelobten Rockcombo.

Profiteur des Akustik-Prroblems war Chris Thompson, der nur mit einer Gitarre bewaffnet und mit einer guten Stimme gesegnet seine grössten Hits – er war Sänger bei Manfred Mann’s Earth Band sowie Komponist für Alan Parson und Mike Oldfield, sicher vortrug. Getragen von den Zuschauern, deren Sympathie er sofort gewann.

Status Quo sind seit Mitte Mai erstmals in dem Jahr auf Tournee und spielten in Frauenfeld erst ihr viertes Konzert. Sie präsentierten eine gegenüber den letzten Jahren veränderte Setlist und heizten, wie man es von ihnen seit vierzig Jahren gewohnt ist, ordentlich ein. Leider war die Hitze aber schon vorher da, und so begnügten sich die meisten Zuschauer mit leichtem Mitschnippen statt Mithüpfen, Mitsingen und Luftgitarre-Spielen. Die Leistung der Band war aber stark. So stark sogar, dass auch Francis Rossi, Leadgitarrist und Sänger, der Hitze irgendwann Tribut zollen musste und seine Mannen nach dem Klassiker „Rockin’ All Over The World“ zum Beenden des Auftritts überreden musste.

In einer kleinen und heissen Halle überzeugten zum Geburtstag von Free & Virgin also vor allem die letzten beiden Acts.
Nicolas Kesper


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