SZENE OPEN AIR LUSTENAU (01.08.2008)

Die Wetterprognosen am Freitag, 1. August sahen nicht gerade rosig aus. Nichts desto Trotz fuhr ich in unser Nachbarland Österreich, genauer gesagt, ans Szene Open Air in Lustenau. Nach meinem Interview mit In Flames Gitarrist Jesper Strömblad freute ich mich umso mehr auf deren Konzert. Backstage waren alle Band- und Crewmitglieder gut gelaunt, schließlich gab es auch was zu feiern. Die Schweden gaben am Szene Open Air nämlich ihr letztes Konzert ihrer Festival-Tour 2008. Der Tourmanager und andere aus der In Flames-Crew rannten hinter den Kulissen in Batman-Kostümen rum und hatten ihren Spaß.

Traditionellerweise feiern In Flames ihr Tourende jeweils mit einer großen Pyro-Show und so kam es, dass ihr Auftritt kurzerhand mit demjenigen von Apocalyptica getauscht wurde. Da man keine Bewilligung für „Feuerwerks-Krach“ zu später Stunde bekam, stand die Show von In Flames nun schon um 21.15 Uhr auf dem Plan.

Pudelnass und schon schön „eingematscht“ warteten die Fans vor der Hauptbühne. Wie oft begann die Show mit der powervollen Nummer „Cloud Connected“ eindrücklich untermalt von mehreren Feuerwerksraketen. Glücklicherweise fanden mehrere Metal-Fans den Weg nach Lustenau und so sah man doch die einen oder anderen Haare fliegen. Die Stimmung war von Anfang an sehr gut. Auch der Soundmix ließ keine gröbere Kritik zu. In Flames gaben Songs ihres aktuellen Albums „A Sense Of Purpose“ wie „The Mirror’s Truth“ oder „Alias“ zum Besten und immer wieder knallten Feuerwerkskörper und Feuerfontänen von der Bühne. Die Schweden waren sichtlich gut gelaunt. Gitarrist Jesper Strömblad spielte gelegentlich kurz das Batman-Theme an, um ihren Toumanager aufzufordern, kurz die Bühne zu betreten, um sein achso tolles Kostüm zu präsentieren. Als „Lovesong“ kündigte Frontmann Anders Fridén den Song „Take This Life“ an. Eine ziemliche Herausforderung für alle Liebhaber des Headbangens, denn dieser Track ist trotz dem emotionalen Text alles andere als lahm. In Flames spielten aber auch ältere Stücke wie „Graveland“ und besonders freute es mich, dass sie „Ordinary Story“ von ihrer Killerscheibe „ Colony“ auf der Setlist hatten, dessen Titeltrack sie ebenfalls zum Besten gaben. Bei „Only For The Weak“ wurde es nochmals so richtig dreckig. Der Matsch am Boden wurde durch das Auf- und Abspringen der Fans in die Höhe und auf Kleider und Gesichter verteilt. Was für eine Party! Mit dem Song „My Sweet Shadow“ verabschiedeten sich die Göteborger schließlich und drückten nochmals alles ab, was die Pyro-Kiste hergab. Als Schweizer kann man sich keinen tolleren ersten August vorstellen…

Als nächstes standen Apocalyptica auf der Hauptbühne. Obwohl ich die Finnen schon öfters live sah, war es für mich eine Premiere, denn Open Air habe ich sie noch nie „fideln“ sehen. Sie eröffneten ihre Show mit dem Sepultura Track „Refuse/Resist“, danach folgten einige selbstkomponierte Songs wie „Betrayal/Forgiveness“ oder „Worlds Collide“. Apocalyptica waren gut gelaunt und legten sich bestmöglich ins Zeug. Leider wollte der Funke aber nicht wirklich aufs Publikum überspringen. Paavos Versuchen, die Masse zum rhythmischen Klatschen und Headbangen zu animieren, waren nur von kurzem Erfolg. Auch Metallica Klassiker wie „Seek & Destroy“ oder „Enter Sandman“ vermochten das Publikum nicht wirklich zu bewegen. Entweder fanden zu wenig Apocalyptica-Fans den Weg ans Szene Open Air oder der Cello-Sound funktioniert bei einem Freiluft Konzert einfach weniger. Beim Speed-Song „Fight Fire With Fire“ (ebenfalls Metallica) standen die Leute teilweise wie angewurzelt da und schauten verdutzt auf die Bühne. Lediglich bei der „Kuschelnummer“ „Bittersweet“ regte man sich ein wenig. Mit dem Edvard Grieg Stück „Hall Of The Mountain King“ beendeten die Finnen ihr Konzert, ohne Zugabe und das erste Mal ohne den Song “Nothing Else Matters” gespielt zu haben.
Solitary Fairy

Linktipps:
Website des Szene Openair Lustenau

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