UNHOLY ALLIANCE CHAPTER III MIT SLAYER/TRIVIUM/MASTODON/AMON AMARTH (10.11.2008)

Vergangenen Montag machte die Unholy Alliance Crew Halt in der Winterthurer Eishalle. Alle freuten sich auf einen Konzertanlass der Superlative rund um die Headliner und Kultband Slayer. Schlussendlich hat Goliath aber bei Weitem nicht das geliefert was erwartet wurde und man durfte zu Recht von einem Davidsieg sprechen.

Etwas nach sechs Uhr ging’s mit den Wikingern von Amon Amarth los. Da sie ohnehin bloß mickrige 30 Minuten Spielzeit zur Verfügung hatten, eröffneten sie gleich mit dem Klassiker „Death In Fire“. Der Soundmix war klasse und unterstrich die brachialen Rhythmen der Schwedischen Band stilgerecht. Die Stimmung in der Halle war nur im vorderen Bereich wirklich gut, waren doch die meisten Besucher noch gar nicht vor Ort, oder stimmten sich erst mit einem kühlen Blonden an der Theke ein. Von Song zu Song überzeugten mich Amon Amarth mehr und nicht nur mich, konnte man doch genau beobachten, wie es immer mehr Leute nach vorne Richtung Bühne zog und die Köpfe gekreist wurden. Sänger Johan Hegg verabschiedete das wachgewordene Publikum und man beendete die Show mit dem Song „Pursuit Of Vikings“.

Als nun Mastodon auf dem Spielplan standen, habe ich mich entschieden die Toiletten aufzusuchen und kurz was zu Essen zu holen. Leider war das ein taktischer Fehler. Ich musste so lange anstehen, dass ich fast die ganze Show von Mastodon verpasst habe, da man Esswaren nur draußen kaufen konnte. Die Halle schien deutlich voller gewesen zu sein und von außerhalb klang der Sound ziemlich gut. Mehr kann ich an dieser Stelle bei aller Liebe nicht sagen. Die Band aus Atlanta, Georgia werde ich jedoch hoffentlich am kommenden Metallica Gig im Juli 2009 als Supportact in voller Länge genießen können.

Für Trivium stürzte ich mich dann wieder nach vorne in die Menge. Die Jungs aus Florida eröffneten mit den Song „Krisute Gomen“. Es folgten weitere Stücke wie „A Gunshot To The Tead Of Trepidation“ oder „Down From The Sky“. Leider wuchs bei mir auch nach mehreren Minuten keine großartige Begeisterung. Der Soundmix war schlechter als schlecht. Im Vergleich zu den Gitarren waren die Drums und der Bass viel zu überwiegend. Von den verspielten Gitarrenparts war nicht viel zu vernehmen und auch die wirklich guten Soli kamen einfach nicht zum Tragen. Schade eigentlich, denn vor ca. einem Jahr im Rohstofflager hatte ich meine helle Freude an dieser Band. An diesem Abend waren die Gefühle und Regungen des Publikums aber höchstens lauwarm. Trivium, die übrigens fast alle ein eigenes Bandshirt trugen, beendeten ihre Show mit dem Song „Pull Harder To The Strings Of Your Martyr“.

Es war nun an der Zeit für den Unholy Alliance Initiator Slayer. Kerry King und Co bretschten von Anfang an drauf los, als gäbe es kein Morgen mehr. Anfangs war die Stimmung höllisch gut. Es machte unglaublichen Spaß wie von Sinnen „Slayööör“ zu grölen und mit dem Köpfchen zu schütteln. Spätestens nach 30 Minuten war aber die Luft eindeutig raus. Jeder Song klang gleich und jedes Solo war vorhersehbar und ebenfalls irgendwie gleich. In etwa der Mitte der Show war mir so dermaßen langweilig, dass ich mich doch tatsächlich dazu entschloss, ganz nach vorne in den Moshpit zu gehen, um wenigstens noch ein bisschen Abwechslung und Action zu haben. Nicht mal mehr da ging es extrem ausgelassen zu und her. Selbst Klassiker wie „Angel Of Death“ oder „Reign In Blood“ konnten nicht wirklich aufrütteln und als Slayer die Bühne verließen, waren irgendwie die meisten froh, dass es vorbei war.

Fazit: Es war ein einigermaßen unterhaltsamer Konzertabend und wer nicht mit allzu viel Vorfreude in die Eishalle gepilgert ist, wurde auch nicht enttäuscht. Trivium hätten um einiges mehr Stimmung sorgen können, wäre der Soundmix nicht so daneben gewesen und meiner Meinung nach, ist die Luft bei dem Riesen Slayer vollends raus. Am meisten bemitleiden kann ich die Leute, welche Amon Amarth verpasst haben. Die Viking Metaller aus Schweden haben sich an diesem Abend ohne Diskussion die Krone geholt!
Solitary Fairy


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