OPENAIR HOCHYBRIG (17.-19. JUNI 2005)

Schweizer Musikprominenz vor einmaliger Bergkulisse

Sonne, Wärme, Bergpanorama, eiskalter Bergbach, super Gemeinschaft, keine Zwischenfälle, tolle Musik – Schweiz pur. Am Weekend vom 17. bis 19. Juni 2005 pilgerten 11'000 Openair-Fans in die Innerschweiz, zur Talstation der Hoch-Ybrig-Bahn. 28 Schweizer Bands standen auf dem Programm.


Einen super Openair-Auftakt am Freitag machte die routinierte Gigi Moto, wie zu erwarten. Rockiger als befürchtet spielte Mia Aegerter. Unkompliziert aber souverän rockte die Walliser Mundart-Ikone Sina auf der Bühne und liess den Funken auf das Publikum springen. Mitreissend, so dass das ganze Publikum zu tanzen begann, die Funky Brotherhoods.

Am Samstag sah man sehr müde Gesichter - den einen war die teils sehr lange Nacht ins Gesicht geschrieben. Doch diese Leiden waren schon bald vergessen und es konnte weitergefeiert werden. Nach Lockstoff, die wie immer abrockten, kam schon bald eine grosse Überaschung: Open season, eine junge Gruppe, die aus Mitgliedern aus der ganzen Schweiz zusammen gesetzt ist. Deren Musik weckte auch den letzten müden Geist. Die wilde Mischung aus Jazz, Reagge, Funk und Blues spornte das Publikum so sehr zum Tanzen an, dass der Feurwehrschlauch die Menschenmenge abkühlen musste. Ein weiter Höhepunkt war gegen Abend - wie kann es anders sein - Florian Ast. Am Anfang hatte man den Eindruck, er sei müde und zurückhaltend, doch schon bald steckten seine Fans, die zahlreich angereist sind, Flöru an, und der taute auf. Der Berner Mundartrocker mit Wohnsitz in Obwalden präsentierte Partyrock vom Allerfeinsten. Mit einer tollen Band – u.a. Slädu von der Ex-Gölä-Band an der Gitarre - und mit seiner aufgestellten frischen Art ging die Post sprichwörtlich ab. Das Publikum tobte. Positiv überraschen konnte auch Andreas Vollenweider: Es wurde zwar etwas ruhiger, aber trotzdem war überzeugte der herzliche Auftritt mit Chill-out auf höchstem Niveau - eine Stimmung, die für ein Openair sehr ungewohnt ist.

Am Sonntag eröffnete Bluesbueb das Programm. Sein Auftritt überzeugte mich nicht, das Niveau auf der Bühne erreichte selten ein akzeptables Minimum, kein Song machte wirklich Sinn. Das finde ich eher schade. Später kam Aextra, natürlich und voller Elan spielten sie auf die Bühne und zeigten ein abwechslungsreiches Programm. Ein Weltstar war der nächste Sänger, viele Teenies sind extra seinetwegen angereist. Sie kreischten und flippten schon völlig aus, bevor er überhaubt die Bühne betrat: Patrick Nuo, die angepriesene Sensation vom Sonntag. Naja, mich überzeugte er nicht, man merkt nicht wirklich das er aus Luzern stammt, eher aus Amerika (wo er seit einigen Jahren wohnt). Er sprach mit dem Publikum mehr englisch als schweizerdeutsch – unnötige Coolness, Hoch Ybrig ist immerhin ein betont schweizerisches Openair. Die Jungen überzeugte er, das war ja die Hauptsache. Zum krönenden Abschluss gönnten die Veranstalter den in Brunnen lebenden Mash noch ein Heimspiel. Man merkte, sie fühlten sich wohl auf der Bühne. Sie stellten ihr neues Album „45 Minuten vor. "Ewigi Liebi", wurde ganz am Schluss geboten, der offiziell nervigste Mundartsong der Schweiz. Sowohl Band als auch Publikum interessierte diese Negativauszeichnung nicht im Geringsten: Gefeiert wurde bis ganz am Ende.

Die fünfte Ausgabe des Open-air Hochybrig war ein Erfolg… die Sechste ist bereits in Planung.
häxle


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