PHENOMDEN IN DER SCHÜÜR (LUZERN) AM 07.12.2008





Anlässlich seiner „Gangdalang“-Tour gastierte der Schweizer Reggae-Musiker Phenomden am 7. Dezember für ein Sonntagabend-Konzert in die Luzerner „Schüür“ . Als Liveband unterstützten ihn dabei die Basler „Scrucialists“ tatkräftig.

Zahlreich waren sie erschienen, die Musikfans. Schliesslich durften die meisten am nächsten Tag ausschlafen, da die Innerschweizer in Genuss eines katholischen Feiertages kamen. Das Dachgeschoss des Konzerthauses platzte aus allen Nähten. Besonders direkt vor der Bühne standen sich die vorwiegend jugendlichen Besucher gegenseitig auf den Füssen herum und warteten ungeduldig auf den angekündigten Auftritt.
Nach 22 Uhr eröffneten die Scrucialists das Feuerwerk mit einem Instrumental, welches fliessend in den Opener „Stah da“ überging und somit den Startschuss für Phenomden bedeutete. Ja, da stand er nun und spielte Songs voller Nachrichten und Melodie – wie es im Text so schön heisst. Singen musste er jedoch nicht alleine. Gerade sein neustes Album war den Zuhörern sehr wohl bekannt und Lieder wie „Roots“ eigneten sich zudem bestens für den Wechselgesang zwischen Sänger und Fans.
Von seiner weltkritischen und nachdenklichen Seite zeigte sich Phenomden dem Publikum mit Liedern ab der ersten CD „Fang ah“. Sei es Geldgier oder die Klimaerwärmung, in „Nume drum“ und „Wänn lärnemer“ spricht er genau diese Themen an. Verpackt in einen coole Reggae-Beat und dazu noch total authentisch vorgetragen, lassen sich alle mitreissen. Zustimmender Jubel und lockere Tanzstimmung machen sich breit. Phenomden bringt es eben auf den Punkt! Vielleicht liegt es daran, wie er mit seinen Jeans, dem schlichten XL-T-Shirt und dem gestreiften Jäcken bewusst seinen „Normalo“-Stlye pflegt und dadurch ohne weiteres als der Junge von nebenan durchginge. Mit „Wiedike“, einer Hommage an den Ort seiner Jugend, verstärkt er abermals den Eindruck des am Boden gebliebenen Künstlers und konnte nebenbei wohl sogar noch einige Sympathiepunkte für seinen Herkunftskanton gewinnen.
Mit dem nötigen Humor begegnet Phenomden den technischen Entwicklungen die auch vor seiner Musik nicht Halt machten und mit dem Computer sogar Einzug ins Privatleben hielten. So ist „Spam“ zum Beispiel das ultimative Lied für alle, bei denen regelmässig die verhassten Junkmails in den Posteingang flattern. Sehr treffend formuliert der Musiker in seinen Texten immer wieder typische Alltagssitatutionen. Viele Fans mögen die ungezwungene Art, wie er auftritt. Er erzählt beispielsweise von seinen guten Erinnerungen an Luzern, wie er hier „Rebellion the Recaller“ kennenlernte. Mit dem Westafrikaner nahm Phenomden den Song „Vill Lüüt“ auf, den sie zur Freude der Konzertbesucher gemeinsam präsentieren konnten, da Rebellion für einen Gastauftritt anwesend war. Anschliessen spielte er sogar noch einige Solotracks und bedankte sich herzlich bei den Zuhörern. Das Publikum honorierte seinen Auftritt mit freudigem Applaus.
Auch die Liebe durfte am zweiten Adventssonntag nicht fehlen. Dass Phenomden auch eine romantische Ader hat, zeigte er mit „Schriibe“ und „Jetzt isch Ziit“. Bei „Für immer“ änderten die Backgroundsängerinnen die Textzeile „Ich bruch ä Frau für mis Läbe“ passend sogar in „..ä Maa für mis Läbe“ und sprachen damit auch allen weiblichen Singles aus dem Herzen.
Als sich die Musiker nach diesem weiteren Höhepunkt verabschiedeten, hatten die Luzerner verständlicherweise noch nicht genug. Sie mussten nicht lange fordern, da tauchte die Crew unter tosendem Beifall wieder auf. Zusätzlich brachten Phenomden und seine Scrucialists den hitverdächtigen „Style-Generator“ und den Titeltrack ab dem neusten Album „Gangdalang“. Doch bevor die Leute „dalang“ gingen, erfüllte der sichtlich gut gelaunte Zürcher sogar noch einen Publikumswunsch: „Lied im Ohr“.
Mit mehr als nur einem Lied im Ohr durften die Konzertbesucher das Konzert verlassen, denn Phenomden hat mit seinen warmen Reggae-Klängen einen bleibenden, durchwegs positiven Eindruck hinterlassen.

YVE


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