THE ANIMALS – 15.01.2010 – SOUNDDOCK 14, DIETIKON



Überwiegend Fans der ersten (und zweiten) Stunde, aber doch auch einige Bluesbegeisterte der jüngeren Generation fanden sich am Freitagabend im gut gefüllten Sounddock 14 in Dietikon ein um die Genreikonen The Animals zu hören.
Kurz nach Neun betrat die Band, bestehend aus den beiden Originalmitgliedern John Steel und Mickey Gallagher sowie Johnny „Guitar“ Watson und Sänger Peter „The Screaming Bear“ Barton die Bühne und heizte die Stimmung mit einem ersten Klassiker („Baby Let Me Take You Home“) gleich ordentlich an. Es folgte ein Reigen eigener und gecoverter Songs. Energiegeladene Interpretationen von „I Put A Spell On You“ und „Suzy Q“ sorgten unter anderem für Begeisterung; die Soloeinlagen von Keyboarder Gallagher und Gitarrist Watson wurden eifrig beklatscht und bejubelt.
Als die Band nach etwa vierzig Minuten die Bühne verliess und die Hintergrundmusik im Sounddock wieder eingeschaltet wurde, kam bei vielen eine Verunsicherung auf. Sollte es das schon gewesen sein? Waren die alten Männer tatsächlich bereits zu müde und würden das bis anhin gut gelaunte Publikum ohne die grössten Hits zurücklassen?
Glücklicherweise aber betraten die vier Musiker nach einer weiteren halben Stunde die Bühne ein zweites Mal und legten erst jetzt so richtig los. Es folgte Hit um Hit und als Barton in die Menge brüllte er habe gehört, die Leute hier sollen die besten Sänger im ganzen Land sein und er wolle das nun bestätigt hören, war klar, dass nun ein erster wahrer Evergreen folgen würde. Es handelte sich um „Don’t Let Me Be Missunderstood“. Die besten Sänger und Sängerinnen waren zwar wie sich herausstellte keinesfalls anwesend, trotzdem war sich eigentlich fast niemand zu schade lauthals mitzusingen. Ein Höhepunkt des Abends.
Auch „I’m Crying“, „We Gotta Get Out Of This Place“ und „It’s My Life“ sorgten für hocherfreute Gemüter unter den Zuhörern; Gallagher und Watson, die sich mit ihren Soli gegenseitig zu übertrumpfen versuchten, verschafften dem Konzert seine magischsten Momente.
Als die Band nach einer grossartigen Version des John Lee Hooker-Klassikers „Boom Boom“ die Bühne ein weiteres Mal verliess, zweifelte nicht ein einziger der Anwesenden im Saal daran, dass sie noch einmal zurückkommen würden. Und siehe da: Nach kurzer Zeit standen sie wieder hier, Drummer Steel schnappte sich das Mikrofon und sprach aus, was sich alle längst gedacht hatten: „I guess we can’t go without having played this one.“ Natürlich sprach er von ihrem grössten Hit, dem Lied, welches wohl die Mehrheit der Leute als erstes mit der Band The Animals assoziiert: „The House Of The Rising Sun“!
Souverän und mit viel Gefühl spielten sie den Song und stellten die Gesangskünste der Fans noch einmal auf die Probe um die Bühne gegen halb zwölf Uhr dann endgültig zu verlassen.
Eine zufriedene Band und ein zufriedenes Publikum, das kurz vor Schluss von Barton noch als „best audience on the whole tour“ betitelt wurde, bleiben in Erinnerung. Ausserdem dürfte spätestens nach diesem Konzert niemand mehr daran zweifeln, dass die Animals auch ohne ihre frühere Identifikationsfigur Eric Burdon das Eintrittsgeld noch absolut wert sind. Was will man mehr?!
Mümmelgreis


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