HOCKEY – 16.2.2010 – ABART, ZÜRICH



Aufgrund der vielen Ticketanfragen wurde das Konzert der hippen New-Wave-Band Hockey aus Kalifornien von der ursprünglich vorgesehenen Location Hafenkneipe ins Abart verschoben. Ziemlich prall gefüllt mit gut gelaunten Leuten, die gespannt darauf warteten wie sich die Shootingstars des letzten Jahres präsentieren würden, wurde der Abend mit zwei Supportacts lanciert.
Als erstes waren Take Me Home aus Genf dran. Deren sämtlichen Indie-Klischees entsprechender Sänger bescherte einigen Anwesenden weiblichen Geschlechts die schönsten Momente des Abends. Auch musikalisch schlug sich die Band ganz wacker, zwar mehr im (Pop)punk verwurzelt als man hätte denken können, aber dennoch ein gepflegter Stimmungsanheizer für die Hauptband. Unglücklicherweise kühlte diese Stimmung während des Auftritts der zweiten Vorband (Spencer) wieder etwas ab. Das Badener Trio wirkte leicht verkrampft und der Sänger hatte offensichtlich keine Ahnung davon, dass es sich auf ein Publikum wie dieses nicht unbedingt positiv auswirkt, wenn man einen Song mit den Worten „Den kennt ihr vielleicht aus dem Radio“ ankündigt.
Nichtsdestotrotz, bald verliessen die drei die Bühne wieder und machten Platz für jene fünf Jungs für die wir alle gekommen waren. Gespannt sein durfte man darauf, wie sich die Amerikaner dem Problem stellen würden, erst ein Album von 45 Minuten Spieldauer veröffentlicht zu haben. Würden sie Covers spielen, neues Material vorstellen oder die Songs in die Länge ziehen? Zweiteres traf auf einen Song zu, während die Band der Problematik ansonsten gekonnt auswich indem sie schlicht ein kurzes Konzert spielte. Kurz will aber in diesem Falle keineswegs heissen schlecht, denn dass ihre Songs hochgradig tanzbar sind, reichte bei weitem aus, um die Leute bei Laune zu halten. Erfrischende Ohrwürmer wie „Learn To Lose“ oder „Song Away“ spielten sie ebenso wie die etwas vom Schema abweichenden Songs, beispielsweise das folkige „Four Holy Photos“ oder das beinahe hardrockige „Preacher“ (welches jedoch als einziger Titel die Qualität der Albumversion nicht ganz erreichte).
Dass sie Freude am Auftreten haben (oder etwa doch nur, dass sie schnell wegwollten?!) bewiesen Hockey indem sie nach einem ersten Abgang keine zwei Minuten auf sich warten liessen ehe sie die Bühne für die Zugaben wieder enterten. „Too Fake“ und das ekstatische „Put The Game Down“ bildeten den grandiosen Abschluss eines gelungenen Konzerts. Man darf gespannt sein wie ein Hockey-Gig daherkommt, wenn sie erstmal mehr Material im Repertoire haben. Und ob er dann vielleicht gar vom Abart ins Volkshaus verschoben werden muss.

Mümmelgreis


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