OPENAIR EBIKON - 13. AUGUST 2005













„Wir machen die bessere Tanzmusik“

Ein Abend mit viel Musik aus der Schweiz, sehr gute „Aufwärmer“ wie Airbäg und Burrell, sehr bekannte Bands wie Florian Ast und Lovebugs, und als Abschluss die seit den 60er Jahren aktiven „The Wailers“, die Band des 1980 verstorbenen Bob Marley. Was will man mehr ...


Als ich in Ebikon eintraf, spielten Mother Soul Alone gerade ihre letzten Takte. Sie hatten im Juni 2005 am Luzerner Altstadtfest beim „Band On The Run-Contest“ gewonnen und so durften sie am Samstag Nachmittag den zweiten Tag dieses Open Airs eröffnen.

Nach einer halbstündigen Umbau- und Soundcheckpause kam Burrell auf die Bühne. Die vierköpfige Band aus der Region Luzern mit dem Frontmann Reto Burrell hat seit längerem mit dem Song „Favorite Waste Of Time“ viel Airplay bei den Radios. Dass er aber auch abrocken konnte, zeigte er in seinem einstündigen Set, welches auch schon einen neuen Song aus einem in nächster Zeit erscheinenden Album beinhaltete.

Während der nächsten Umbaupause gaben die Lovebugs unten auf der Wiese ein Interview, wo sie auch bekannt gaben, dass die nächste CD in der ersten Hälfte 2006 rauskommen wird und wieder ein Rock-Album sein wird. Zudem gehen sie bald auf eine Tour in Asien und freuen sich aufs dortige Essen ... Auf den fehlenden Erfolg im Ausland angesprochen antworteten sie, dass niemand im Ausland auf eine Schweizer Band wartet, egal wie gut sie ist. Aber die CD „Naked“ soll noch dieses Jahr im Ausland erscheinen und sie werden dann schauen was geht ...

Kaum war das Interview fertig gings wieder hinauf zur Bühne, wo sich Airbäg – nach eigenen Angaben die besten Anheizer der Schweiz – bereitgemacht hatten. Wohl als einzige Band der Schweiz haben sie ein Sofa auf der Bühne. Im ersten Teil des Konzerts wurde dieses vor allem als „Hüpfburg“ von Sänger Marc Trauffer verwendet. Überhaupt war der Sänger von Airbäg der aktivste Sänger was das Aufheizen oder Animieren des Publikums betraf. Für mich waren sie ohne Zweifel das Highlight dieses Abends. Bei einem langsameren Song im zweiten Teil des Konzerts wurde das Sofa dann zur Kuschelecke und drei Frauen durften zu Marc Trauffer aufs Sofa.

Für mich war nachher mal Essen angesagt. Es hatte unten beim Rasen wirklich für jeden etwas dabei: Pasta, Indisches Essen, Kebab, Pizza, Hotdog, Crèpe ...

Als ich wieder hinauf zur Bühne ging, merkte man dass als nächstes die Lovebugs dran waren: Die ersten vier Reihen waren alle von Frauen besetzt... Als Verstärkung hatten sie sich einen „Schleifgitarristen“ geholt, welcher wohl als einziger auf der Bühne „plugged“ war. Auch sie schafften es mit ihrem Unplugged-Set das Publikum zu begeistern, wenn auch nicht ganz so wie bei Airbäg. Sänger Adrian dankte dem Publikum, dass es nicht nach Zürich an die zeitgleich stattfindende Street Parade gegangen war und meinte, sie werden sowieso die bessere Tanzmusik machen.

Auch in dieser Umbaupause hatten sich die Organisatoren etwas einfallen lassen. Auf einer zweiten Bühne unten auf dem Rasen präsentierten 7tCover zusammen mit einer Musical-Schule Ausschnitte aus dem Musical „Queens Of Rock“ bei dem es um die britische Rockgruppe Queen geht.

Florian Ast war als nächstes auf der grossen Bühne dran. Da es langsam dunkel wurde, kam auch die tolle Lichtshow zum ersten Mal so richtig zum Einsatz. Jedoch präsentierte er für mich über weite Teile irgendwie die falschen Songs (oder die falschen Versionen?), weshalb ich nochmals runter zu den Essenständen ging. Zum Schluss bei "Ängu“ und "Sex“ wars dann besser.

Während die Bühne für "The Wailers" vorbereitet wurde, wurden auf der Nebenbühne nochmals Ausschnitte aus dem Queen-Musical gezeigt. Nachher warteten alle gespannt auf The Wailers, welche irgendwie Probleme mit dem Einrichten hatten und so mit einiger Verspätung beginnen konnten. Die ersten Songs waren nur Instrumental und irgendwie fehlte etwas ... was nachher auch kam: Der Sänger mit langen Rastas und einem rot-gelb-grünem Pullover, sowie zwei Background-Sängerinnen. Sie präsentierten Songs welche ich gar nicht kannte und dann auch ganz bekannte Bob Marley-Songs wie „Stir It Up“ oder „No Woman No Cry“.

Da ich doch schon ein wenig müde war, entschloss ich mich dann zu gehen, hatte ich doch noch eine einstündige Autofahrt vor mir. Ein tolles Open Air ging so für mich zu Ende.
Claude

Linktipps:
Open Air Ebikon
Burrell in der Musikdatenbank
Offizielle Seite von Burrell
Airbäg in der Musikdatenbank
Offizielle Seite von Airbäg
Lovebugs in der Musikdatenbank
Offizielle Seite von Lovebugs
Florian Ast in der Musikdatenbank
Offizielle Seite von Florian Ast
The Wailers & Bob Marley in der Musikdatenbank
Offizielle Seite von The Wailers

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