JOHNOSSI, 30.1. 2011 - KOFMEHL, SOLOTHURM





Bereits Ende Januar und mein Konzertjahr 2011 war noch ein unbeschriebenes Blatt - höchste Zeit, dies zu ändern! Relativ spontan entschied ich mich darum für einen sonnabendlichen Ausflug in die Solothurner Kulturfabrik Kofmehl. Dort überliess ich dem Indie-Duo Johnossi den Startschuss zu einem (hoffentlich) tollen, musikalischen Jahr.

Die beiden Schweden John und Ossi, oder eben „Johnossi“, sind keine unbekannte Gäste in unseren Konzertlokalen. Schon letztes Jahr konnten die zwei mehrere ausverkaufte Clubkonzerte in der Schweiz verbuchen. Ich jedoch hatte die Jungs bisher ausschliesslich an Festivals live erlebt. Grund genug, mich auch einmal in kleinerem Rahmen von ihrem Können zu überzeugen!
Zuerst gehörte die Bühne aber Britta Persson. Sie war, wie der Name erahnen lässt, ebenfalls aus dem Norden angereist und ist Teil der Stockholmer Indie-Szene. Als grosse Freundin der skandinavischen Musik liess ich mich gerne von dieser mir bisher unbekannten Interpretin überraschen. Ihre recht harmlosen Lieder fielen dann aber weder speziell positiv noch besonders negativ auf. Nur ihr eher burschikoses Äusseres mit einer auffälligen und im Publikum mehrfach diskutierten Frisur blieb in Erinnerung.
Nach einer kurzen Umbauphase und dem Soundcheck ging es wenig nach 21 Uhr endlich mit Johnossi los! Links auf der Bühne John, der Sänger/Gitarrist und rechts Ossi, der Schlagzeuger. Wobei letzterer nicht wie von anderen Bands gewohnt frontal ins Publikum schaute, sondern das Schlagzeug seitlich zum Publikum gerichtet hatte. Eine typische Johnossi Aufstellung, die den Musikern wohl die bessere Kommunikation untereinander ermöglicht. Immerhin müssen die beiden nur zu zweit, sozusagen eine ganze Band ersetzen - was ihren Sound aber überhaupt nicht an Qualität mindert. Im Gegenteil: Ein anderes Duo, das eine solche Energie auf die Bühne bringt wie es bei Johnossi der Fall ist, muss mir zuerst jemand zeigen! Dass Johnossi nicht ohne Grund als absolute Liveband bekannt sind, zeigten die Schweden von Anfang an - Ihre Zwei-Mann-Show überzeugte, nicht zuletzt dank einer starken Bühnenpräsenz.
Das Publikum in den ersten Reihen bestand hauptsächlich aus Teenagern, welche aber offensichtlich nicht zum ersten Mal Johnossi hörten. Denn bereits vom ersten Lied an wurde brav mitgesungen. Spätestens bei den bekannteren Songs wie "18 Karat Gold" oder dem Ohrwurm "Man Must Dance" konnten auch die etwas weniger eingefleischten Zuhörer bestens mithalten. Eine ausgezeichnete Stimmung machte sich breit und hielt sich bis zum Schluss, der leider viel zu früh kam...
Nach nicht einmal einer Stunde mussten die Fans John und Ossi bereits für die Zugaben zurückholen, und nach etwa 75 Minuten war das Konzert definitiv zu Ende.
Die Fans machten sich, zufrieden trällernd auf den Heimweg:
"...You and you and you and you, a monkey needs to dance so do you "
Wie wahr!
YVE

Linktipps:
Künstlerportal von Johnossi

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