NATIONALE UND INTERNATIONALE ROCKPROMINENZ IN HUTTWIL













Mit über 11’000 Fans feierte das Rock Sound Festival im bernischen Huttwil am letzten Wochenende Premiere. Die grosse Programmvielfalt mit elf Bands lockte ein vielschichtiges Publikum an und vermochte dies auch zu begeistern.
Bereits heute ist klar: Das Rock Sound Festival geht 2006 in die nächste Runde.


Mit Aextra aus Thun wurde die Erstausgabe des Rock Sound Festivals am Samstagnachmittag eröffnet. Mundartrock vom Feinsten vermochten die Festivalbesucher beim Nationalen Sport- und Kulturzentrum schnell in Stimmung zu bringen.
So richtig eingeheizt wurde dem Publikum dann mit Rock aus dem Emmental. Shakra, die Band um Sänger Marx Fox, sollten aber nicht die einzigen Vertreter dieses Genres bleiben. Mehr dazu später.
Der AC/DC-Klassiker "Highway To Hell" hallte aus den Boxen. Bühne frei für Polo Hofer, der zusammen mit The Roots Songs aus den vergangenen Jahrzehnten zum Besten gab. Doch nicht nur alte Rocksongs gehörten zum Programm. Mit den Hofer-Hits "Im letschte Tram" und "Alperose" schlossen sie ihren Auftritt ab.

Mit Covers gings dann auch gleich weiter. QL, die Funpunk-Truppe aus Biel, brachten die Fans vor allem mit den Hits vom "Luscht“-Album zum Kochen. Nicht nur die vielen altbekannten Songs, sondern auch die kommunikative Art der Band und die lancierte La-Ola-Welle gehörten mit zur Show und sorgten für ausgelassene Stimmung.
Mundartrock und Funpunk hatten dann aber ausgedient.
Die Berliner In Extremo zogen ein komplett anderes Zielpublikum an den Bühnenrand. Deutscher, beinharter Sound à la Rammstein war nicht jedermanns Sache. Aber gerade diese Vielfältigkeit hat dazu beigetragen, dass so viele Leute und vor allem so viele verschiedene Leute den Weg nach Huttwil fanden.

Um 23 Uhr lag das Festival wieder ganz in Schweizer Händen. Mit Gotthard rockte der erste Headliner auf der Bühne. Fast ein Heimspiel für die Tessiner, die bereits ihren 5. Auftritt in Huttwil gaben. Die 6500 Fans auf dem gutgefüllten Festivalgelände kamen in den Genuss von beinahe allen Titeln vom Top 1 Album "Lipservice", aber auch von viel älteren Songs wie "Firedance", "One Life, One Soul", "Fist In Your Face" und "Heaven". Die Erde schien zu beben als "Lift 'U' Up" angestimmt wurde und die Menge um die Wette hüpfte.
Highlight der Show war aber "Anywhere, Anytime". Der Song vom aktuellen Album wird die zweite Singleauskopplung. Einige Sequenzen für den Videoclip wurden dann auch live auf der Bühne in Huttwil gedreht. Extra für diesen Song hatte man die Bauchtänzerin Jenny aus Deutschland eingeladen. Ein gelungener Auftritt, der wohl nicht mehr zu überbieten sein sollte! Oder etwa doch?

Bereits um 13 Uhr am Sonntagmittag startete das Festival mit Piero Esteriore in Tag 2.
Die Gute-Laune-Songs „Mammamia“ oder „Mare“ brachten die Fans in Stimmung. Das Publikum war begeistert, viele sahen im Auftritt von Esteriore sogar die Festivalüberraschung schlechthin.
Vivian, Regionalrocker aus Zell LU, gaben Songs von ihrem neuen Album "Don’t Look Down" zum Besten. Stark umjubelt waren aber auch ihre Akustikparte von "I’m Alive" und "The Only One". Ebenfalls mit Musik aus dem Luzerner Hinterland gings weiter. Patrick Nuo lieferte die vermutlich ruhigste Darbietung des gesamten Festivals ab. Macht nichts – insbesondere die weiblichen Anhänger des Gettnauers erfreuten sich an seinen Hits "5 Days", "Beautiful" und "Girl On The Moon".
Nach viel Pop legten die Herren von Clawfinger die Stilrichtung noch einmal neu fest. Die Crossover Band aus Skandinavien dürfte vermutlich der härteste Act des Programms gewesen sein. Was In Extremo am Samstag war, war Clawfinger am Sonntag - stilistisch aus der Reihe tanzend. Den Status Quo Anhängern, darunter vielen aus Deutschland, blieb nur das Warten auf melodiöseren Sound.
Um 19.45 Uhr war es dann so weit.
Die Briten, die bereits seit fast 40 Jahren auf der Bühne stehen, legten los – und wie! In einer 90-minütigen Show belehrten sie alle Kritiker, die den alten Herren nichts mehr oder nicht mehr viel zugetraut hatten, eines Besseren.
Rock 'n' Roll wie er besser nicht sein kann, brachte das Festival auf einen galaktischen Höhepunkt. Um 21.15 Uhr schlossen Status Quo das erste Rock Sound Festival würdig ab.
Sickmen

Linktipps:
Unser Interview mit Aextra
Unser Interview mit QL

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