GURTENFESTIVAL 2012 – 4 JAHRESZEITEN IN 4 TAGEN


Stimmung (Zur Galerie)


Yodelice (Zur Galerie)


Züri West (Zur Galerie)


Patent Ochsner (Zur Galerie)


Roots (Zur Galerie)


Jan Delay (Zur Galerie)


Bastian Baker (Zur Galerie)

Auch die 29. Ausgabe des Gurtenfestivals war ein voller Erfolg und ein Highlight jagte das nächste

Das ganze Jahr lang hatten wir uns gefreut auf das Gurtenfestival. Das Line Up versprach wieder grosses Kino und auch sonst wussten wir von unserer Gurtenerfahrung, dass das Festival zu den Besten der Schweiz gehört. Als wir am Donnerstag, 12. Juli, den Gurten betraten, war bereits die erste Headlinerin auf der Bühne: Die schöne Norah Jones bezauberte dort die Masse mit ihren Jazz-Pop-Klängen und stellte auf diesem Weg ihr neues Album "Little Broken Hearts" vor. Norah Jones rockte die Bühne nicht – sie küsste sie! Dies war ein schöner Einstieg ins Festival. Zu diesem Zeitpunkt waren die Menschen auf dem Gurten noch empfänglich für ruhigere und gefühlvollere Töne. Als Norah ihren berühmtesten Song „Don’t Know Why“ auspackte, sangen viele Menschen mit und dies sorgte für zusätzliches Gänsehaut-Feeling. Auch „Sunrise“ kam sehr gut bei den Leuten an. Geredet hat sie nicht viel, aber durch die Musik konnte die Sängerin die Leute auch so sehr gut erreichen. Kaum war der letzte, sanfte Ton verklungen, kam wieder Leben ins stille und relaxte Publikum, da die Friendly Fires auf der Zeltbühne bereitstanden. Die Britische Band brachte die Leute mit den indie-rockigen und ab und zu auch elektronisch angehauchten Klängen zum tanzen. Die Leute quetschten sich allesamt in die Zeltbühne, auch wenn es nicht regnete – noch nicht! Die Wolken am Himmel zogen sich zusammen und eine kühle Luft wehte über den Gurten – man spürte den Regen herannahen. Wir liessen uns aber nicht beirren und kämpften uns pünktlich um 23.15 Uhr zur Hauptbühne zurück, um den Auftritt des Gorillaz Sound Systems nicht zu verpassen. Dies wäre auch ein schwerer Fehler gewesen, denn von der ersten Sekunde an ging die Party ab! Der erste Song war „Feel Good Inc.“ – einer der ganz grossen Hits der Gorillaz. Die Band versteckte sich hinter einer halbdurchsichtigen Leinwand, auf die Lichteffekte projieziert wurden. Dies wirkte für uns Zuschauer grossartig. Auch hinter der Band prangte eine Leinwand – dies sorgte für einen spannenden Doppel-Effekt. Zwischendurch wurden auch die typischen Gorillaz-Figuren mit den schwarzen, leeren Augen eingeblendet. Die Leute tobten vor Freude. Schon bald folgte auch der grosse, erste Hit der Band: „Clint Eastwood“. Auch hier blieb kein Fuss am Boden stehen und alle Hände waren in der Luft. Zwischen den Zuschauern war kein Durchkommen mehr und die immer mehr aufsteigende Kälte wurde komplett ignoriert. Die Gorillaz rockten, was das Zeug hielt: Sogar Klänge von Dr. Dre’s „Still Dre“ waren in einem Song zu hören. Es wurde immer intensiver und immer elektronischer – an Müdigkeit war nicht zu denken. Die Band, die sich grundsätzlich als virtuelle Comic-Band präsentiert, trat dabei nicht zu sehr in den Vordergrund. Ausser als der Drummer am Ende des Konzerts auf einmal beim Mischpult-Zelt in der Mitte der Masse auftauchte und dort mit einer Trommelschelle herumalberte. Ein unglaubliches Konzert einer wahnsinnig guten Band – sie passten perfekt ans Gurtenfestival. Dies zu toppen war eher schwierig, darum erwarteten wir an diesem Abend nicht, noch mehr überrascht zu werden. Doch die französische Band „Birdy Nam Nam“ setzte tatsächlich noch einen drauf: Die vierköpfige DJ-Crew boten Elektro und Techno vom Feinsten. Es war bereits nach Mitternacht, doch das Zelt der Zeltbühne war bis zum Bersten voll: Tausende Menschen hüpften synchron über die Wiese und genossen den unglaublichen Sound, die harten Beats und wummernden Bässe. Wer müde war, wurde automatisch wieder wach. So ging der erste Tag grandios zu Ende und man bekam Lust auf mehr!

Und dann kam der Regen…
Am Freitag Nachmittag spielte der Deutsche Hip Hopper Casper. Es waren noch nicht atemberaubend viele Menschen vor der Hauptbühne zu sehen, da sich die Gurtenbesucher erfahrungsgemäss oft am ersten Tag schon sehr verausgaben. Aber es versammelten sich immer mehr und mehr Menschen vor der Bühne. Die Sonne schien vom Himmel, auch wenn die feuchte Hitze noch immer stark nach Regen schrie. Die Beats klangen interessant, denn sie erinnerten nebst typischer HipHop-Mucke auch an Rocksound. Nur die eher unsympathische Haltung des Künstlers kam bei mir persönlich nicht sehr gut an: „Zeigt mir Eure Mittelfinger“ rief er ins Publikum und hunderte Gurtenbesucher streckten ihre Stinkefinger in die Höhe. Ist Geschmackssache, aber mich stösst so was eher ab. Deswegen nahm ich mir dann Zeit, das Essen am Festival durchzuprobieren. Die Stände sind jedes Jahr die selben, denn sie bewähren sich auch. Man kann sich kaum entscheiden, ob man chinesische Nudeln mit Poulet, Currywurst, Rösti mit Käse und Schinken oder doch Penne Bolognaise bestellen soll. Lange konnten wir uns damit aber nicht Zeit lassen, denn um 17.15 war es Zeit für den französischen Songwriter Yodelice. Wir stellten uns also unter’s Zelt, da der Himmel immer dunkler zu werden schien. Der Musiker legte sofort los mit seinen poppigen Up-Tempo-Gitarren-Songs und spielte sich innerhalb weniger Minuten in die Herzen der Zuhörer. Auch wenn seine Songs melancholisch klingen, sind sie keinesfalls zurückhaltend: Sie haben Kraft, kommen mit Schwung daher und passen perfekt an ein Festival wie dieses. Und da war es dann soweit: Während des Konzerts setzte der Regen ein. Die Leute stürzten sich in ihre Regenjacken, Kälte stieg auf und der Wind blies wieder stärker. Und doch stand eine grosse Menschenmasse pünktlich um 19.00 Uhr vor der Hauptbühne, wo Züri West auftraten.

Das Duell der Berner?
„Danke, dass ihr trotz des Regens hier seid“ begrüsste Kuno Lauener sein Publikum. Er erklärte zudem, dass seine Tochter die Grippe habe, und er nun auch. Man merkte es auch ein wenig, denn er sprühte nicht vor Energie. Doch das Konzert war sehr gut, auch wenn man von Züri West bessere Auftritte kennt. Sehr schön war, als er „Schmocker oder Schmid“ spielte, ein Song des neuen Albums Göteborg. Auch der Titelsong selber kam gut an und die Leute sangen allesamt mit. Trotzdem fehlte es auch da ein wenig an Energie. Ein dafür sehr schöner Moment war „Bugguwau“, ebenfalls ein Song vom neuen Album. Kuno zündete dann gegen Ende des Konzerts Büne Huber von Patent Ochsner ein wenig an, denn er sagte: „Warum müssen eigentlich alle Johnny heissen? Es gäbe doch auch andere schöne Namen“. Und bei „Johnny & Mary“ sang er dann wieder „Johnny, gang doch zum Hueber“.
Energiereserven aus und spielten „Nümm mit Dir zämesii“ und auch „26 Stund oder zwe“. Und die grossen Hits, die man an einem Festival sowieso nicht auslassen kann: „Fingts Glück eim“, „I ha Di gärn gha“ und am Ende natürlich auch „I schänke Dir mis Härz“. Der Regen hielt sich die ganze Zeit hartnäckig, aber genauso hartnäckig war auch das Publikum, das bis zum Ende vor der Hauptbühne blieb. Es war ein absolut gutes Konzert, aber wie gesagt, man kennt bessere Auftritte der beliebten Schweizer Band. Und Kuno war angeschlagen, was sicherlich nicht einfach war. Jammern auf hohem Niveau könnte man es nennen.

Ein echter Rockstar
Nach dem Züri West Konzert suchten die Leute natürlich Schutz vor dem immer weiter prasselnden Regen. Daher war das „Fresszelt“ komplett überfüllt. Einmal mehr wurde man sich bewusst, wie viele Menschen eigentlich auf diesem Gurten Platz haben. Als wir uns wieder einigermassen aufgewärmt hatten mit einem Schnaps und warmem Essen, machten wir uns bereits wieder auf Richtung Hauptbühne, da hier nun der bekannte Lenny Kravitz an der Reihe war. Kaum betrat er die Bühne, war sofort klar: Er ist der Inbegriff eines Rockstars! Cool, crazy und atemberaubend gutaussehend stand er da mit seiner Gitarre und liess es 1.5 Stunden lang richtig krachen. Natürlich fehlten die grossartigen Hits wie „Where Are We Running“, „American Woman“, „Are You Gonna Go My Way”, “It Ain’t Over Till It’s Over” oder auch “Always On The Run”. Wunderschön wurde es bei “Stand By My Woman”, der schnulzigen, aber wunderschönen Ballade von Kravitz. Bei „Mr. Cab Driver“ ging’s wieder total ab! Am Ende durfte natürlich auch der Überhit „Fly Away“ nicht fehlen. Die Musiker verausgabten sich total und bewiesen, dass sie zu den ganz Grossen im Musikbusiness gehören. Gegen Ende des Konzerts liess endlich auch der Regen ein wenig nach, doch leider war die Kälte ein Gegner der Partypeople. Um halb eins spielte anschliessend Don Rimini, der französische Musiker, dessen Musik sehr schwer zu beschreiben ist. Auf der Gurtenfestival-Website wird er so beschrieben: „Der Franzose steht für Electro-Cross-Over und mischt mit Vorliebe elektronische Musik mit Rock und Hip-Hop“. Dies kann man wohl unterschreiben. Das Mischpult, dem er seine Beats entlockte, ragte ca. 3 Meter in die Höhe und er war obendrauf. Sehr speziell. Das Publikum rockte bis zum Ende durch. Danach kam das Deutsche Duo „Digitalism“ auf die Zeltbühne. Die beiden Musiker sorgten für einen gigantischen Abschluss des zweiten Festivaltages.

Die strahlendsten Augen des Tages gehörten Ritschi
Als wir am Samstag wieder auf dem Berg ankamen, war bereits Frank Turner am spielen. Der Brite machte die perfekte Kater-Musik auf der Hauptbühne: Gut, lüpfig, aber nicht zu wild. Die Musiker spielten tolle Soli und machten Lust auf mehr. Man konnte sich kaum von Frank losreissen, auch wenn einem Hunger und Müdigkeit in die Knie zu zwingen drohte. Aber die grandiosen Musiker krallten sich in Ohr, Seele und Beinen fest… Die Sonne schien wieder wunderbar und nur noch eingetrockneter Schlamm an den Schuhen erinnerte an die nasse Nacht vom Freitag. Wir blieben dann auch direkt bei der Hauptbühne, weil da schon alles für den Auftritt von Patent Ochsner vorbereitet wurde. Die Schweizer Band um Frontmann Büne Huber hat vor Kurzem das neue Album „Johnny“ veröffentlicht und spielte mit viel Euphorie. Der Einstiegssong war „Sonnechönig“ vom Album „Stella Nera“. Man spürte die Nervosität, die auf der Bühne präsent war, sehr. Aber Büne taute immer mehr auf und begann von Song zu Song, das Konzert mehr zu geniessen. Es war unbeschreiblich, wie viele Menschen diesem Konzert beiwohnten. Man sah keine grüne Fläche mehr vom Rasen, da alles mit Menschen übersät war. Es folgten Hits wie „Trybguet“, „Fischer“, „Bälpmoos“ und „Bluetbadbullshitläärloufmagerquark“. Aber auch Perlen wie „Schruubstock“ (in einer grossartigen Schrei-Version, wie sie bereits bei der Meccano Destructiv Commando-Tour begeistert hat) oder auch „Ludmilla“ packte er aus. Vom neuen Album präsentierte er „Houdini“, „Guet Nacht, Elisabeth“, „Gummiboum“ und das grandiose „Sunnedeck“, das für ein tanzendes Publikum sorgte. Am Ende liessen die Festivalbesucher die Band kaum von der Bühne und er musste noch seine Standart-Zugaben machen: „w.nuss vo Bümplitz“ und „Scharlachrot“. Danach gab es mal wieder was zu essen und so waren wir perfekt um 21.45 Uhr wieder bereit für The Roots! Die HipHop Combo mit starken Rock-Einflüssen gab Vollgas auf der Bühne und brachte auch die Menschen in den hintersten Reihen zum Tanzen. Auch Nicht-Hip-Hopper schienen sehr begeisert zu sein. Ganz gross war natürlich der Hit „The Seed“, der die Menschenmenge zum Kochen brachte. Mit einer Tuba wurden die Bässe eingespielt, was man von anderen Bands nicht kennt.
Danach spielte die Berner Mundartband „Plüsch“ auf der Waldbühne. „Vor 6 Jahren waren wir zum letzten Mal hier, damals waren wir auf der Hauptbühne. Helft uns, wir wollen uns zurück auf die Hauptbühne rocken“ scherzte Ritschi zur Begrüssung. Die Menschenmenge vor der Waldbühne stieg von Minute zu Minute an, Ritschis Augen wurden immer grösser. Als alle Menschen ihre Hände nach oben streckten, fiel Ritschi regelrecht aus dem Takt und schaute sich dieses Bild an. „Ich gheie düre, ich gheie düre“ rief er seinen Bandkollegen zu und schlug überwältigt die Hände an die Wangen. Die Freude, die man in seinem Gesicht sah, übertrug sich sofort auf’s Publikum. Daher war die Stimmung bei diesem Konzert einfach aussergewöhnlich. Ritschi und seine Band gaben Vollgas und bewiesen, dass sie in der Schweiz immer wieder unterschätzt werden: Grossartige Live-Musiker, tolle Songs, die ins Ohr gehen und berühren und starke Bühnenpräsenz machen diese Band einzigartig. Zudem bewies Ritschi, dass er zu den besten Sängern des Landes gehört. Sie spielten vom neuen Album „Eile mit Weile „Gsichter vo dr Stadt“, „Einzigartig“, „Tüfelskreis“ „Sang- U Klanglos“ und „s’kennt ne kene so gnau“, und auch alte Hits wie „Häb’s guet“ und „Teddybär“. Letzteren präsentierten sie in einer grandiosen Reggae-Version, bei der Ritschi das Publikum nicht nur mit der Vielfalt seiner Stimme, sondern auch mit seinen Künsten an der Mundharmonika und grossartigem Beat-Boxen beeindruckte. Und beim Ufo sang er: „Ich stüüre mi Punto a jedem Schlage-loch verbii“ und brachte das Publikum auch sonst immer wieder zum Lachen. Beim Song „Heimweh“ jodelte die Band ein Intro und die letzte Zugabe war der wunderschöne „Popchornwestern“ von „Eile mit Weile“. Plüsch war für mich persönlich das Highlight des ganzen Gurtenfestivals.

Ein würdiger Abschluss
Um halb eins war es Zeit für den UK-Musiker „Example“ auf der Hauptbühne. Der junge Mann rockte sich die Seele aus dem Leib. Das Publikum, die eine Hälfte von Plüsch, die andere von Bonaparte angestachelt, machte voll mit. Hier ist der Musiker noch nicht so bekannt wie in Grossbritannien, aber auch die Schweizer scheinen sehr begeistert von diesem Ausnahmetalent zu sein. 1.5 Stunden lang wurde durchgehend gehüpft. Gegen Ende des Konzerts fing es wieder an zu regnen, dadurch lichtete sich das Gelände ein wenig und die Leute gingen schlafen. Doch wir steuerten zur Waldbühne, um dort Tim und Puma Mimi zu sehen. Der Schweizer und die Japanerin arbeiten schon seit 2003 zusammen und haben früher oft Live-Konzerte gespielt, bei denen Puma Mimi via Skype zugeschaltet worden ist und mitgesungen hat. Hier aber waren beide Künstler anwesend und verbreiteten mit ihrem alternativen Asia-Swiss-Elektro gute Stimmung. Besonders der Song „Aquarium“ liess die Leute tanzen. Die Nacht war lang und voller guter Musik, so dass man einfach nicht nach Hause gehen konnte. Im Bacardi-Dom lief ab 2.00 Uhr eine „Bravo Hits Party“. Mehr Worte brauche ich wohl nicht…


Ein lebendiger Gummiball
Am Sonntag trumpfte das Gurten-Line-Up nochmals mit grossartigen Künstlern auf. Um 16.30 Uhr (früher konnten wir nicht aufstehen und verpassten somit leider Stress) spielte Jan Delay auf der Hauptbühne. Selten habe ich so viel Energie bei einem einzigen Menschen gesehen. Er spielte den grossen Hit von „Das Bo“ – Türlich’ Türlich’ mit einer Mischung aus „Word Up“ von Cameo. Und auch eigene Hits wie „Feuer“, „Kartoffel“ und auch „Disko“ und „Für immer und Dich“. Beim Song „Large“ musste das Publikum mitsingen und auch seine Band, insbesondere die Backgroundsängerinnen boten eine Riesen-Show mit Tanzeinlagen und humorvollen Gesten. Natürlich folgten auch bald die Songs „Oh Johnny“ und „Klar“. Tausende Menschen waren bei diesem Konzert dabei, es ist unbeschreiblich. So viele Menschen hatte niemand um diese Zeit vor der Hauptbühne. Die Begeisterung war riesig, die Leute pfiffen und tanzten, was das Zeug hielt. Wir machten sogar einen Freeze-Dance. Man tanzte, und immer wenn die Musik aussetzte, mussten wir einfrieren. Das sah bei dieser grossen Anzahl an Menschen einfach gigantisch aus. Jan Delay schien der Auftritt auch grossen Spass zu machen. „Vor acht Jahren war ich mit den Absoluten Beginnern hier“, erzählte er. „Da rauchten wir hinter der Bühne gemütlich eine Zigarette, da kam ein Organisator und erklärte, dass ab sofort Rauchverbot gelte, da Alanis Morisette auf dem Weg sei, und sie habe es verboten. Zudem dürfen keine Fotos gemacht werden, da dies ihrer Seelen-Aura schaden würde. Das hat uns irgendwie genervt, also hab ich an die Umkleidekabine von Alanis einen grossen Penis mit schwarzem Stift gezeichnet. Bis mich die Tourmanagerin von Alanis erwischt hat. Acht Jahre hat es gedauert, bis man mir dies vergeben hat“, lachte er. Danach spielte er noch einige Songs und drehte nochmals voll auf! Erst coverte er „Jump Around“, natürlich mit eigenen Lyrics, und schliesslich einen Teil aus dem Song „Remmidemmi“ von Deichkind. Danach noch Barbara Streisand… Die Leute drehten völlig durch. Dieses Konzert hätte man nicht toppen können. Danach setzte für kurze Zeit wieder Regen ein.
Bei Bastian Baker auf der Waldbühne wurde es dann wieder ruhiger. Der sympathische junge Schweizer holte das Adrenalin wieder ein wenig runter und spielte einen lauschigen Song nach dem Anderen. Erwähnenswert ist, dass in der Sekunde, in der er die Bühne betrat, die Sonne wieder hinter den Wolken hervorkroch und der Regen sich verabschiedete. Dies passte perfekt zur Stimmung. Bei „Lucky“ sang das ganze Publikum mit und er schien es sichtlich zu geniessen. Die letzte Band, die wir uns zu Gemüte führten, war Snow Patrol. Eine grossartige Live-Band, die mit tollen Visuals alles aus der Hauptbühne herausholten. Bei Hits wie „Run“ oder auch „Chasing Cars“ spürte man regelrecht, wie das ganze Publikum Gänsehaut bekam. Ein wunderschöner Gurtenfestival-Abschluss!

Am Sonntagabend kurz vor Festivalende, gaben die Organisatoren des Gurtenfestivals bereits den ersten Headliner des nächsten Jahres bekannt. Die DIE TOTEN HOSEN sind beim 30-jährigen Jubiläum des Festivals mit dabei. Tickets für das 30. Gurtenfestival können ab dem 1. November 2012 gekauft werden. Mehr Infos gibt es bald auf www.gurtenfestival.ch.
Bettina Siegwart

Linktipps:
Zur Fotogalerie
Offizielle Website

Australien Belgien Dänemark Deutschland Finnland Frankreich Italien Neuseeland Niederlande Norwegen Österreich Portugal Schweden Spanien Suisse Romande
deutsch
LOGIN
PASSWORT
Passwort vergessen?
Unsere Website verwendet Cookies, um seinen Lesern das beste Webseiten-Erlebnis zu ermöglichen. Teilweise werden auch Cookies von Diensten Dritter gesetzt. Weitere Informationen findest Du in unserer Datenschutzerklärung.