DAS OPENAIR ST. GALLEN – EINE MISCHUNG AUS NEWCOMERN UND ALTBEKANNTEM (26-29. JUNI 2014)

Die weiblichen Besucher des beliebten Festivals in St. Gallen kamen dieses Jahr ganz besonders auf ihre Kosten. Ausser Ellie Goulding traten praktisch nur männliche Künstler auf der Sitterbühne auf.

Der Startschuss für die Nachtschwärmer am Donnerstag gab der Österreicher Left Boy, gefolgt von Flogging Molly aus den USA mit irischem Sound.
Am Freitag eröffnete die Schweizerband YOKKO die grosse Bühne. Bei tollem Openair-Wetter heizten sie dem Publikum ein. Hip-Hop-Fans kamen mit Prinz Pi auf ihre Kosten, wer es eher ruhiger mochte, wurde mit London Grammar bedient. Am Abend stand die bezaubernde Ellie Goulding auf der Bühne, gefolgt von den Headlinern: The Black Keys. Und wer einfach mal wieder so richtig abtanzen wollte, genoss den energiegeladenen Auftritt von Harlem-Shake-Erfinder Baauer.

Besonders viel positives Feedback kriegte Rapper Knackeboul, der am Samstagnachmittag an der Reihe war. Mit seinen Beatbox-Künsten weckte er das Publikum auf. Wer trotzdem noch irgendwie im Halbschlaf war, wurde spätestens von den Rockern Skindred aufgerüttelt. Es folgten Casper, Tom Odell und - für viele Besucher wohl eines der Highlights - Seeed.

Bisher verwöhnt vom schönen Wetter änderte sich die Situation in der Nacht auf Sonntag und aus "Sungallen" wurde erneut ein "Schlammgallen". Erinnerungen an letztes Jahr kamen auf, als das Openair während vier Tagen von Dauerregen befallen wurde. Die hartgesottenen Besucher waren dafür aber bestens ausgerüstet und freuten sich sogar über den erneuten Schlamm.

Der Sänger von Bastille scheint ebenfalls sehr hartgesotten zu sein. Immerhin marschierte er während seines Auftritts in Gummistiefeln zwischen den feierwürdigen Besuchern hin und her.

Schliesslich folgten Sportfreunde Stiller. Sichtlich erfreut, zurück in St. Gallen zu sein, läuteten sie langsam aber sicher die Schlussrunde ein. Wer das Trockene suchte, wurde währenddessen im grossen Zelt mit Musik von Milky Chance verwöhnt.
Pünktlich zum Auftritt von Imagine Dragons kroch auch die Sonne wieder zwischen den Wolken hervor - und so kam das Openair mit einem gelungenen Auftritt der amerikanischen Band zum Abschluss.

Organisatorisch hat das OK des Openairs St. Galle einmal mehr bewiesen, dass sie den Laden fest im Griff haben. Bereits zu Beginn des Festivals gabs neu einen Wartebereich für jene, die bereits vor der offiziellen Geländeeröffnung vor Ort waren. Zudem musste pro Zelt neu ein Depot von 20 Franken hinterlegt werden. So wurden am Ende des Festivals 75 Prozent der Zelte wieder mitgenommen. Doch auch wenn das OK dies als Erfolg wertet – am Konzept muss noch gefeilt werden. Da erst am Ende kontrolliert wurde, ob ein Depot eingezahlt worden ist, konnten all jene, die das Zelt stehen lassen wollten, einfach bereits zu Beginn auf die Kaution verzichten. Dafür funktionierten hingegen die Geschirr-Rückgaben und das Cashless-System einwandfrei.

Das diesjährige Openair St. Gallen verlief mehrheitlich friedlich. Überschattet wurde das Festival jedoch durch den Unfall eines Mannes, der betrunken auf ein Zelt kletterte und danach aus mehreren Metern Höhe in die Tiefe stürzte. Er ist laut der Polizei mit leichten Verletzungen davongekommen.

Schon jetzt freuen wir uns auf den 25. bis 28. Juni 2015. Dann findet nämlich die nächste Ausgabe des Openair St. Gallen statt.

Remo Hiltbrunner

Linktipps:
Offizielle Website des Open Air St. Gallen

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