DAS COACHELLA IN BERN - GURTENFESTIVAL 2018










Angus & Julia Stone


Angus & Julia Stone


Angus & Julia Stone


Alt-J


Alt-J


Alt-J

Das Gurtenfestival 2018 ist Geschichte. Doch nach dem Güsche ist bekanntlich vor dem Güsche. Und wer dieses Jahr den Berner Hausberg besucht hat, freut sich bestimmt bereits jetzt aufs nächste Jahr. Das neue Konzept überzeugt nämlich voll und ganz.

Wer das Gurtenfestival schon einige Male erlebt hat, liebt es! Mit Sicherheit! Und dennoch gab es manchmal Dinge, die nicht ganz so perfekt waren. Beispielsweise wenn ein toller und beliebter Act auf der Zeltbühne spielte und man sich dafür eine Stunde vorher einen Platz suchen musste, um überhaupt die Chance zu erhalten, einen Blick auf die Bühne zu haben - und war man zu spät dran, verbrachte man eine lange Zeit inmitten von Körpern, die sich zusammenpferchten, um überhaupt noch zum Zelt gelangen zu können. Oder das Gedränge vor der Hauptbühne, da weiter oben am Hügel wenig Platz herrschte. Allgemein war man immer und fast überall mitten im Gedränge. Wie gesagt: Das sind kleine Mangel an einem wirklich grossartigen Festival gewesen. Denn der Gurten ist und bleibt einer der schönsten Festivalorte der Schweiz.

Gelände optimal genutzt

Und dennoch: Das Gurtenfestival 2018 war ein ganz neues Festivalerlebnis. Die Planer wussten sehr genau, wo die Flip Flops gedrückt haben - und konnten diese kleinen Mängel nun endgültig beheben.
Beginnen wir mit dem wohl grössten Highlight, das sich verändert hat:
der Waldbühne. Diese ist nicht mehr versteckt am steilen Hang neben der VIP-Tribüne, sondern hat einen sehr viel zentraleren Standort erhalten.
Somit erhalten die Schweizer Acts künftig noch mehr Aufmerksamkeit, was grossartig ist. Die Bühne steht dort, wo früher die Zeltbühne stand, jedoch wird der Platz jetzt weitaus optimaler genutzt. Die Bühne steht jetzt so, dass der Blick auf die Künstler von allen Seiten möglich ist - und ganz besonders schön ist, dass - im Gegensatz zur früheren Zeltbühne
- aktive Fans, die vor der Bühne in der Menge feiern möchten, genauso einen Platz finden, wie die Chiller, die auf ihrer Picknickdecke sünnelen und die Band von Weitem geniessen möchten.

Und die Zeltbühne? Die hat praktisch ein eigenes Areal erhalten. Dort, wo früher die Zelte standen, ist nun ein komplett neuer Festival-Bereich entstanden, der die Dimensionen des Gurtenfestivals nochmals enorm erhöht. Jetzt hat man als Besucher gar die Chance, bereits vom Hang oben auf die Bühne zu schauen. Dass der Platz so perfekt genutzt wird, zeigte sich beispielsweise bei Hecht. Die Massen strömten hin zur Zeltbühne und auch in den hintersten Reihen war es möglich, die Luzerner performen zu sehen.

Cashless? Stressless!

Ebenfalls neu in diesem Jahr war die Cashless-Variante auf dem Güsche.
Wir von hitparade.ch können nur loben. Bereits im Vorfeld war es möglich, einen gewissen Betrag auf die Gurten-Zahlungs-Karte zu laden und so verlief der ganze Konsum auf dem Berner Hausberg reibungslos und schnell. Man muss weniger anstehen, da die Zahlungen sehr viel schneller abgewickelt werden (man bedenke, dass weder die Suche nach Münz noch ein Aushändigen von Rückgeld mehr nötig sind) und auch das Anstehen vor den Geldautomaten ist damit kein Thema mehr. Dank kleinen Bildschirmen bei den Zahlungsstellen kann man immer prüfen, wie viel Geld noch auf dem Gurtenkonto ist - und sollte es doch mal zu wenig Cash haben, wird man bei verschiedenen Cash-Points schnell und problemlos bedient.

Mehr Platz, mehr Hippie

Dass bei Sommerfestivals oftmals das Hippie-Zeitalter wieder aufzuleben scheint, ist nichts Neues. Das bekannte Coachella-Festival ist das beste Beispiel. Hier steht Flower Power und freie Liebe (oder zumindest das Gefühl von freier Liebe) im Vordergrund. Am diesjährigen Gurtenfestival kam dieses Hippie-Feeling in diesem Jahr besonders stark zum Ausdruck.
Es gab Blümchen in den Haaren, Oldschool-Outfits und kuschelnde Freundeskreise, wohin das Auge reichte. Wir denken, das lag nicht nur am Zeitalter der heutigen Fesitvalfans, sondern es lag auch daran, dass die Besucherinnen und Besucher des diesjährigen Gurtenfestivals sehr viel relaxter waren. Es gab deutlich mehr Platz für die gleiche Anzahl Festivalbesucher und damit weniger Stress, weniger Gedränge und mehr Zeit zum chillen.

Sweet Home Gurten

Damit wir die Musik in diesem Bericht nicht vergessen: Die ist nach wie vor das Wichtigste an einem Festival. Obwohl das vielleicht nicht alle unterschreiben würden. Doch für uns gilt nach wie vor: Es geht um die Musik. Was das angeht, ist der Güsche seinem Konzept treu geblieben und hat viel Abwechslung geboten. Nehmen wir den Freitag: Da waren beispielsweise Angus und Julia Stone, die in unseren Augen übrigens das absolute Highlight waren, und die mit ihrem ruhigen, tierschürfenden und hochmusikalischen Sound für ein berührendes Konzerterlebnis sorgten, dann folgte eine Band wie Churchhill, die mit Rap, Reggae, Funk und Pop auch dem hinterletzten Besucher Leben einhauchte, Ein eher mittelmässiges Erlebnis war Alt-J. Wichtig: Diese Band macht wunderbare Musik. Wer sie kennt, muss sie lieben! Doch live funktionieren die wunderschönen Disharmonien und komplexen Klänge, die auf der CD für Gänsehaut sorgen, einfach nicht. Dazu ist die Leadstimme zu unsicher und der Sound zu wenig festivaltauglich. Hingegen konnte die skandinavische Sängerin Aurora mit simpleren Klängen mehr begeistern.

Das sind nur Auszüge aus dem abwechslungsreichen musikalischen Programm.
Das Fazit lautet auf jeden Fall: Das Gurtenfestival hat einmal mehr Geschichte geschrieben und hat mit dem neuen Konzept alles richtig gemacht. Die Liebe zum Güsche wächst von Jahr zu Jahr, Und wir können den Sommer 2019 kaum erwarten.
Stella Nera


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