DIE HAPPY IM SALZHAUS AM 26.11.2005


Photo © Salzhaus


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Wann auch immer Die Happy auf Tournee sind, trifft man sie auch stets in der Schweiz. Und nachdem wir sie nun genügend in Fernsehberichten und Videoclips gesehen hatten, war es an der Zeit, einen Augenschein vor Ort zu nehmen.

Die Happy sind bekannt für ihre treue und zahlreiche Fanschar. Die war auch am Samstag im Winterthurer Salzhaus vor Ort und sorgte erwartungsgemäss für gute Stimmung. Leider zeichnete sich schon relativ früh ab, dass sich der Club nicht ganz füllen werde.

Zuerst waren jedoch „Second Function“ an der Reihe um das Publikum anzuheizen. Leider sammelten sie gerade bei den Einheimischen zu Beginn Minuspunkte, als sie die Begrüssung mit „Hallo Züri“ propagierten: "Wir wissen, dass Zürich gross ist, aber..." Ansonsten gab es nicht viel zu kritisieren. Das Trio zeigte Geradlinigkeit während der 30 Minuten und kam bei den zum Teil von weit her angereisten Gästen gut an.

Pünktlich wie selten an einem Clubkonzert legte dann das Quartett aus Ulm los. Die gebürtige Tschechin Marta Jandová strotzte nur so vor Energie und legte sich mächtig ins Zeug. Begleitet von Thorsten, Ralph und Jürgen rockten sie gleich von Beginn weg das altehrwürdige Gebälk des Salzhaus. „Bitter To Better“, „Big Boy” hiessen nur einige der Songs, die sie von der kleinen Bühne schmetterten. Dazwischen suchte Marta stets den Kontakt zu den Fans und man sah ihr förmlich an, dass sie hier in Winterthur ihren Spass hatte. Allzu oft habe ich sie in Interviews und Konzertmitschnitten als arrogant und zickig empfunden, als eine, die von oben herab mit derben Sprüchen auf’s Publikum los geht. Ganz anders habe ich sie hier erlebt: eine kleine, feine Frau, die sich austobt und ihr Letztes aus sich herausholt und auch in einem kleinen Club keine enttäuschten Gesichter hinterlassen möchte.

Erstaunlich auch, dass Marta so oft wie möglich die einzelnen Bandmitglieder einbeziehen vermochte, etwas, das vielen Front-Persönlichkeiten selten gelingt. Dies als Ganzes rundete auch das Musikalische ab. Auch wenn Die Happy die schweren Gitarren auspacken und ihre Sounds doch schwereres Geschütz sind, hatte ich nie wirklich das Gefühl von übermässiger Härte. Die Melodien und die Stimme der Tschechin halten sich schön die Waage mit den Riffs, Basslines und Kicks aus ihrem Background.

Auch wenn es wirklich eine Freude war, diesem Quartett zuzuhören und zuzuschauen und die Songs gerade, aber trotzdem locker, daher kamen, musste ich mich fast durch die letzten Songs "kämpfen". Die Happy hat nicht zu Unrecht einen sagenhaften Ruf als Festival-Band – rauf auf die Bühne und eine Stunde für 10'000 oder 20'000 Leute abrocken, das ist sicher der Hammer. Auch in DJ-Sets von Rock-Bars sollte Die Happy unverzichtbar sein. Für mich wurde es jedoch nach diesen 60 Minuten etwas langweilig, es wiederholte sich irgendwie... Daran vermochte auch ein cooles „Maniac“-Cover nicht mehr viel zu ändern.

Die Happy sind alles andere als schlecht, aber für meinen Geschmack live, als Headliner für ein komplettes Konzert, etwas zu eintönig. Ich werde sie mir in guter Erinnerung behalten und sie werden immer auf meiner DJ-Paylist zu finden sein. Wir wünschen Die Happy viel Erfolg, müssen wir als Schweizer auch, denn bereits zum zweiten Mal ihrer Tourgeschichte haben sie sich für ihre Deutschland Konzerte zu einem Schweizer Support entschieden. Nach Dada (ante portas) rocken im Frühling Disgroove im Vorprogramm.
fuedlibuerger

Linktipps:
Die Happy mit ihrem aktuellen Album „Bitter to Better“ in der Musikdatenbank
Offizielle Seite
Salzhaus

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