CHILDREN OF BODOM, EKTOMORF, EKTOMORF, ONE MAN ARMY AND THE UNDEAD QUARTET, 31.12.2005 IM Z7

Sowas ist natürlich toll! Children of Bodom beglücken uns für das neue Jahr mit ihrer Präsenz in der Schweiz. Was will man mehr? Eine der tollsten Bands der jüngeren Zeit brettert uns ins neue Jahr. Damit kann 2006 nur gut anfangen. Schon lange war dieses Konzert ausverkauft, haben sich Children of Bodom doch zu einer wahren Metalgrösse etabliert. Und dies innerhalb weniger Jahren. In ihrem Heimatland Finnland schon längst Ikonen der jungen Generation, sind sie hier in der Schweiz – vor allem in den gängigen Medien – jedoch ziemlich unbekannt. Den wahren Metalliebhabern mag dies wohl aber recht sein. Diese dürften aber sicher mit ein Grund sein, welche der einst totgesagten Metalszene wieder Aufwind geben könnte.

Als erstes kamen die recht neu gegründeten Schweden One Man Army And The Undead Quartet auf die Bühne, punkt 2000 (sowas pünktliches hab ich wirklich noch nie erlebt, auf die Minute genau). Die Band, welche sich unter anderem aus Ex-Mitgliedern von den Thrashern The Crown zusammensetzt, konnte durchaus überzeugen. Dennoch empfand ich ihre Musik nicht wirklich originell, typisch Schwedischer Deaththrash Metal eben, wie es noch manche machen.

Nach diesem soliden Auftritt enterten die Ungaren Ektomorf die Stage. Ganz im Ernst, nicht wirklich meine Musik. Wer auf Soulfly steht, wurde nicht enttäuscht. Diese groovige Neo-Thrash Musik ist halt nicht jedermanns Sache. Aber den noch jüngeren Skaterleuten hat’s offenbar gefallen. So wurde frischfröhlich rumgehüpft und die Köpfe geschüttelt.

Endlich war es so weit und Children of Bodom betraten die Bühne. Es war völlig klar, dass diese das absolute Highlight für diesen Abend waren. Ich hätte mir auch wirklich etwas passendere Supportbands für Children of Bodom gewünscht. Wie auch immer, es hat sich trotzdem gelohnt, ins Z7 zu kommen, denn wieder einmal konnten sie mich (und offenbar auch den Rest der gefüllten Halle) gänzlich überzeugen. Und auch wenn ich ihr neues Album nicht so mag, spielten sie noch genug alte Sachen, und dies in gekonntem Mannier. Fronter Alexi “Wildchild” Laiho zeigte auch, wie die Devise ist: Fuck You! Ein Mensch, der so viele Fluchwörter in eine Ankündigung von ca. einer Minute reinbringt, muss man erst suchen. Gespielt wurde querbeet von alten Stücken (Lake Bodom, Silent Night, Bodom Night) bishin zu den neueren Sachen (Sixpounder, Are You Dead Yet?). Glücklicherweise auch Klassiker wie Hate Me und Everytime I Die, auf der viel gelobten Follow the Reaper-Platte. Die Bühne wurde mittels eines alten Autos (ich weiss nicht, was es war, sorry) etwas aufgepeppt, so hatte das ganze einen 70er Jahre Horrorfilm-Look. Von der Qualität her konnte ich nichts negatives ausfindig machen: alles war richtig. Zur Auflockerung gab es ein Drumsolo und das obligatorische “Duett” mit Alexi an der Gitarre und Janne am Keyboard. Hier zeigt sich, wie gekonnt und professionell sie zur Sache gehen (was man rein von ihrem Image her nicht wirklich sagen kann). Zu guter letzt gab es noch Zugaben, welches dann mit dem wohl besten Lied der band “Downfall” beendet wurde. Dies rundete ihren Auftritt gekonnt ab (ich habe schon geahnt, dass sie diesen Kracher zuletzt bringen). Einziger Wermutstropfen war wohl die Spielzeit, welche sicher nicht zu kurz war, aber für mich durchaus länger hätte sein dürfen.

Somit verabschiedete sich die Band, welche Mozart als den grössten Musiker ansieht (und dies auch hört) ganz nach ihrem Motto: Sleep All Day, Party All Night, Never Grow Old.

Nach der Bescherung um 0000 Uhr, spielte noch eine Deutsche Band namens T-Bone, auf welche ich hier aber nicht näher eingehen werde, da die Nicht zum offiziellen Billing gehörten und auch musikalisch nicht wirklich Metal spielten.
Ragnar


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