WILLIAM WHITE - WALTER (STADE DE SUISSE) - 10.02.2006


Chop


William White


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William White

Sweet

William White tourt nochmals durch die Schweiz -für rund drei Monate zieht er quer durchs Land und stellt dabei sein Album vor. Nachdem ich ihn vor ungefähr zehn Monaten, noch in seinen Anfängen, das letzte Mal live gesehen hatte, war ich gespannt, wie er sich in der Zwischenzeit entwickelt hat. Die Möglichkeit, William an einem Tag gleich zweimal live zu erleben, liess ich mir nicht entgehen und fuhr deshalb nach Bern.


Wir haben es William versprochen nochmals bei einem seiner Konzerte vorbeizuschauen. Nach dem akustischen Supportauftritt für Archive waren wir ja schon begeistert. Sofort war uns klar: mehr Konzerte müssen es noch werden!
Nach diversen Gigs in Deutschland, Österreich und England im vergangenen Herbst tourt William für etwa 20 Konzerte durch die Schweizer Clubs. Angefangen hat es letzten Freitag mit einem kurzen Showcase im Chop Records in Bern, wo er sich ganz alleine mit seiner Gitarre auf der kleinen Bühne dem etwas spärlich aufmarschierten Publikum präsentierte.
Sogleich zog er die Aufmerksamkeit auf sich und stand im Mittelpunkt, auch wenn sich ein kleiner, ungeschickter „Möchtegern-Journalist“ kurz in den Vordergrund drängte indem er ein Gestell mit viel Geklappere umkippte. Locker und immer mit einem Lächeln im Gesicht stellte der Winterthurer sich und seine CD vor. Das Echo war durchwegs positiv, nicht nur wegen der Musik, denn die lockere, ungezwungene Art die er ausstrahlt, welche sich vom Betreten der Bühne bis zum kleinen Schwatz beim Signieren seines Albums durchzieht, vermochte viele zu begeistern!

Diese Euphorie sprang dann auch auf das erschienene Volk in der Walter Bar im Stade de Suisse über. Munter mischte sich die ganze Band unter die Leute, ein Spässchen da, eine Diskussion dort. Die Devise des Abends lautete: Sprich ihn an und er nimmt sich Zeit für dich. Zeit hat sich William offenbar auch genommen, sich mit seiner Band "The Emergency" auf diese zweite Schweizer Tour vorzubereiten. Kein Vergleich zu dem, was wir bei früheren Auftritten gehört hatten. Die Band, insgesamt stehen jetzt acht Leute auf der Bühne, tönt viel kompakter und voller. Auch ist William um einiges ruhiger und gesammelter, unterm Strich weniger nervös.
Da könnte sich sein Booker einiges abschauen, denn ihm war die Aufregung deutlich anzusehen, was für einiges Schmunzeln sorgte. Mit viel Witz und Charme führt er durch sein Konzert, hält die gespannte Hörerschaft mit lockeren Sprüchen bei Laune. Musikalisch weitergereift kommen seine Songs daher, nichts mit zeitlichem Radioformat, ein Song dauert jetzt so lange wie es nun mal nötig ist um perfekt rüberzukommen. Fünf Minuten und mehr kann man nun Lieder wie "Rain", Peace" oder "Blame It On My Name" geniessen. Gefühlvoller erscheinen seine Balladen, voller, härter und lebendiger seine rockigen und funkigen Werke. Und sie haben Spass, diese acht Jungs, sie albern auch mal rum, dann und wann auch mal mit der Gesellschaft vor der Bühne. Hier hat man wirklich nicht das Gefühl, einfach nur dabei zu sein, sondern, wie schon früher einmal geschrieben, irgendwo in einer Stube unter Freunden zu feiern und zu tanzen. Und auch wenn man vergeblich nach einem partytauglichen Hit sucht, wo die Massen ganze Strophen lauthals mitgrölen können, wirkt alles so vertraut. . "Do you like Reggae?" Klar! Und schon ertönt "Misfit" aus den Boxen, Reggae, wie ihn Bob Marley nicht besser spielen konnte.
"Ich will ein Publikum das zuhört", sagte er gerade diese Woche in einem Interview. Ja, und genau das macht es, und dies mit Freude!

Okay, ich kenne ihn persönlich und bin begeisterter Fan, dies merkt man sicher wenn man meine Zeilen liest. Aber es wäre doch etwas einfach, ihn kompromisslos in den stahlblauen Himmel zu loben. Schade, dass es eine Pause zur Halbzeit gab. Die aufgebaute Stimmung des ersten Teils musste von Neuem erspielt werden, der Zuhörer hat sich durch diese Unterbrechung etwas verloren. Und warum seine bekannten Hits bereits allesamt in der ersten Hälfte präsentiert wurden, bleibt mir ein Rätsel. Allerdings tat dies meiner Stimmung keinen grossen Abbruch und es geht mir nach diesen zwei Stunden wie vermutlich den meisten an diesem Abend: wir wollen ihn nochmals live sehen und das können wir ja zum Glück noch zur Genüge. Studieret seinen Tourplan und gehet hin. Lasst euch begeistern "and be a part of it..."
fuedlibuerger

Linktipps:
William White - Offizielle Seite
William White - Undone, mit Hörproben
Interview mit William White
Walter (Stade de Suisse)
Chop Records

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