SEEED IN DER MAAG EVENT HALL AM 26.02.2006



Seeed, die Dancehallcombo aus Berlin, welche im Oktober 2005 ihr drittes Album mit dem Titel "Next" veröffentlicht hatten, schlossen ihre aktuelle Tour in Zürich ab.

Theoretisch hätten die Jungs schon um 8 Uhr losrocken sollen, was glücklicherweise nicht der Fall war, da um diese Zeit noch längst nicht alle Konzertbesucher aufgrund der dichtgedrängt anmarschierten Fans den Weg zur Bühne gefunden hatten. Als Support Act wurden die Mitchell Brothers engangiert. Da der englische Hip Hop nur einzelne Konzertbesucher ansprach, war die Wahl wohl nicht optimal. Die Halle füllte sich mehr und mehr, als die Mitchell Brothers unter mässigem Applaus die Bühne räumten. Das Early Juggling sollte nun ein deutsches Soundsystem aus Hamburg übernehmen, welche dank ihres weiblichen Selectors freudig empfangen wurden. Sentinel ist übrigens kein unbeschriebenes Blatt; im Gegenteil: sie haben im Herbst sogar den Wordclash in New York gewonnen, eine der höchstens Auszeichnungen für ein Soundsystem. Aufgrund technischer Schwierigkeiten missglückte der Einstieg in ihre Performance. Danach kamen sie besser in Fahrt, doch die Konzertbesucher schien das alles gar nicht gross zu interesseieren. Die Mehrheit wollte Seeed sehen und konnte nicht verstehen, warum sie so lange warten gelassen wurden. Es kam sogar so weit, dass Sentinel mit kleinen Gegenständen beworfen wurde. Sogar mit Bob-Marley-Tunes konnte sie daraufhin die Gunst des Publikums zurückholen. Nach einer Stunde Vorprogramm war es um 21 Uhr dann endlich soweit: die Jungs von Seeed kamen auf die Bühne. Sie begannen mit dem Song "Next", spielten einige neue Lieder, bevor sie endlich auf ein älteres Lied zurückgriffen. Damit hatten sie das Publikum dann mehrheitlich auf ihrer Seite. Die Bühnenperformance liess gar nichts zu wünschen übrig: Von den drei Partymachern mit Champagner (als Dusche für die Konzertbesucher) zu Beginn, über die rot-weissen Anzüge bis hin zum dreimal wechselnden Hintergrund der Bühne. Ausserdem hatten die Jungs auch noch drei sexy Tänzerinnen mit im Gepäck. Das musikalische Programm reichte bis tief in die Anfänge von Seeed zurück, obwohl sie doch mehrheitlich Songs des neuen Albums spielten. Als sie nach etwas mehr als einer Stunde die Bühne verliessen, war das Publikum gefordert. Seeed kamen nach einem kurzen, aber heftigen Applaus gleich wieder auf die Bühne und beglückten die Fangemeinde nochmals während einer guten Viertelstunde. Dabei spielten sie einige HipHop-Remixes ihrer Lieder auf sehr bekannten Beats wie z.b. "Candy Shop". Ihre alte Klasse blitzte beim gesamthaft nur 90minütigen Auftritt leider nur selten durch. Zum Schluss gab es noch ein versöhnliches Bild aller Künstler, deren Crewmitgliedern und einigen Organisatoren, welche auf die Bühne geholt wurden. Damit verabschiedeten sich die Seeed-Jungs endgültig und gaben den Fans keine Chance, sie nochmals für einen Song zu motivieren. Daraufhin startete die Afterparty mit Dubversive im Nebenraum. Alles in allem war das Konzert in Ordnung, wobei beim Preis sicherlich ein Auge zugedrückt werden musste. Seeed präsentierten eine reichhaltige Show und einige neue Lieder, doch reichten sie nicht an ihre Leistungen von früher heran.
Luzian

Linktipps:
Discographie von Seeed
Offizielle Website von Seeed

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