OPEN AIR EBIKON 2006


Baschi sang nur für seine Fans!


Dada Ante Portas lockten viele Zuschauer vor die Bühne


Gitarrist Lukas Schaller bei seinem Solo


Patent Ochsner bei "Bälpmoos"


Holepunch mit wenig Fans aber viel Energie


Gustav gewannen viele Fans


Ivo bei "New Day"


Adrian Stern brachte die Menschen in Stimmung


Jan Giller und Steve Morse in Action


Sänger Ian Gillan scherzte mit dem Publikum


Die Deep Purple Fans gaben Gas

Open Air Ebikon – Klein aber fein!

Gutgelaunt und wie immer in bester Konzertstimmung machte ich mich auf den Weg ans Open Air Ebikon, das ich nach kurzem Suchen auch fand. Doch kaum war ich eingetroffen, wusste ich, dass ich mich viel zu kühl angezogen hatte: Es begann nämlich genau in diesem Moment in Strömen zu regnen. Baschi, der in eben diesem Moment die Bühne betrat schaute ebenfalls skeptisch zum Himmel. Doch weder er noch seine vielen Fans, die sich bereits eng aneinandergedrückt vor der Bühne ihren Platz gesichert hatten, liessen sich vom schlechten Wetter die gute Stimmung verderben. Da Schirme auf dem ganzen Gelände verboten waren, wurden am Stand der "Neuen Luzerner Zeitung" gratis Regenschütze verteilt. Also stellte ich mich mit dem blauen Zelt geschützt zu den anderen Zuschauern, um dem symphatischen Baselbieter zuhören zu können. Dieser steckte die Zuschauer sofort mit seiner guten Laune an und gab alles. Bei "Alls Um Dich" kam der 19-Jährige so richtig in Fahrt und hunderte hübscher junger Küken sangen mit glänzenden Augen mit. Bei seinem Fussballkracher "Bring En Hei" kam endlich auch die ältere Generation in Schwung und die Hymne wurde zum Highlight von Baschis Auftritt. Natürlich wurde auch bei seinem alten Hit "Gib mer e Chance" laut mitgesungen, während der Ex-MusicStar euphorisch auf der Bühne tanzte. Der Regen fiel immer heftiger auf die Menschenmenge hinunter, doch die begeisterten Zuschauer hielten bis zum Ende durch. Als Baschi aber unter grossem Applaus hinter der Bühne verschwand, stürmte die Masse unter die Zelte um doch noch Schutz vor der Nässe zu suchen.

Dem Regen zum Trotz

Nach nur einer halben Stunde Wartezeit wurde bereits die Luzerner Hausband Dada Ante Portas angekündigt. Inzwischen setzte bereits die Dämmerung ein und auch die Menschenmenge wuchs innerhalb kürzester Zeit auf 3000 Personen. Kein Wunder also wurde gejubelt und geklatscht als die beliebte Band ihren ersten Song anstimmte. Dada spielten viele Songs ihrer aktuellen "Superbixen-Tour". Besonders bei ihren bekannten Stücken "Dance Beside The Moon", "Hazy Paint" und "She Cries for Someone Else" wurde die Band von ihrem begeisterten Publikum lauthals unterstützt. Obwohl wir aufgrund der Kälte weder unsere Füsse noch unsere Hände spürten, versuchten wir im Takt zu hüpfen, was den einen oder anderen schmerzlichen Gesichtsausdruck verursachte. Doch dem Regen zum Trotz hüpften wir weiter, denn der Sound und auch die Performance waren erstklassig. Sänger Pee Wirz liess seinen Charme ganz schön spielen und auch Gitarrist Lukas Schaller brach in diesen 1.5 Stunden wohl mehrere Mädchenherzen. Am Ende musste die Band noch einige Zugaben spielen, das Publikum liess einfach nicht locker.

Dem "Ellenbogen" zum Trotz :)

Dann wurde die Bühne erneut umgebaut und die Headliner des Abends, Patent Ochsner, bereiteten sich auf ihren Auftritt vor. Wie bei jedem ihrer Auftritte wurde der berühmte rote Teppich auf der Bühne ausgerollt und natürlich standen nicht nur fünf, sondern etwa fünfzehn verschiedene Instrumente für die Band bereit. Als Patent Ochsner dann endlich losrockten, war es bereits dunkel. Bei "Fischer", "Brandstifter" und "Villechlanisolasy" kochte die Stimmung im Publikum, trotz des Regens, der unbarmherzig auf uns niederschlug. Irgendwann holte Büne die Cellistin Kathrin Bögli auf die Bühne und erklärte den Zuschauern, dass sie Geburtstag habe. Selbstverständlich sang das gesamte Open Air-Publikum ein von Herzen kommendes Happy Birthday für die symphatische Musikerin. Dann die zweite Neuigkeit: Kathrin's linker Ellenbogen sei gebrochen. Doch sie werde natürlich trotzdem für uns spielen. Diese Aussage liess uns jubeln und klatschen und als "Boogie Bögli", wie Büne sie liebevoll nennt, mit ihrem Cellosolo loslegte, stockte uns allen der Atem. Sie spielte wie immer einfach unglaublich gut, aber dass sie sogar mit einem gebrochenen Ellenbogen eine solche Leistung an den Tag bzw. den Abend legte, war wirklich ein erneuter tosender Applaus wert. Weil der Regen nie aufhören wollte, sang Büne mit uns: "Oh du goldigs Sönneli", was zwar lustig war, aber trotz aller Hoffnung nichts nutzte.
Wie immer wurden Scharlachrot und w.nuss verlangt, und so spielten Patent Ochsner am Ende die beiden Songs als Zugaben. So ging der erste Tag des Open Air Ebikon zu Ende. Ein eher familiäres Open Air, denn mit den 3000 Besuchern war das Gelände bereits gefüllt. Dementsprechend auch der Bus, der uns nach Hause brachte.

Alle bereits in Rockstimmung

Samstag. Diesmal mit Pullover und Regenschutz eingedeckt standen wir bereits um halb vier auf dem Gelände. Da spielte gerade Holepunch, die Gewinner des "Band On The Run"-Contests. Leider hörten diesem Spektakel gerade mal acht Menschen zu, die zu diesem gruftigen Metal-Sound kräftig Headbanging betrieben. Die Band liess sich davon allerdings nicht beirren und gab trotzdem alles. Als dann als nächstes Gustav auf dem Programm standen, füllte sich das Gelände wie von Zauberhand mit Menschen. Gustav, der Entertainer, schaffte es, auch die verschlafensten Besucher aus der Reserve und vor die Bühne zu locken. Sogar der Abwart des Geländes und dessen Frau Sybille liessen sich auf dem Balkon ihres Hauses blicken, nachdem Gustav kräftig nach ihnen gerufen hatte. Mit seiner witzigen, charmanten und unkomplizierten Art brachte er uns immer wieder zum Lachen. Und die Musik schien allen zu gefallen. Sänger Gustav spielte mehrmals auf das OpenAir-Highlight Deep Purple an, auf die er sich offenbar selber sehr freute. Die meisten kannten die tolle Band aus dem Welschland noch nicht, doch schon nach wenigen Liedern tanzten die Zuschauer auf dem Platz herum. Gustav bezeichnete die Besucher schliesslich als Ebikoner Bauernvolk und brachte die männlichen Zuschauer dazu, nach Herzenslust zu muhen und die Frauen gackerten dazu. Ich wollte eigentlich auch mitmachen, aber mein Lachkrampf hielt mich davon ab. Bei ihrem Hit "Lundi Matin" sangen alle Besucher, inklusive der Abwart und seine Frau, begeistert mit. Gustav hat es also geschafft, die Stimmung der Festivalbesucher erheblich zu steigern.
Nach Gustav kam der Luzerner Musiker Ivo mit seiner Band auf die Bühne. Schon der zweite Song kam sehr gut an, denn es handelte sich um seinen beliebten Song "New Day", auf den ich mich gefreut hatte. Aber auch die anderen Songs brachte der smarte Sänger sehr stark, seine Stimme beeindruckte genauso wie auf seinen CD's. Auch Ivo rockte 1.5 Stunden lang und sprach, genau wie Gustav, zwischendurch von seiner Vorfreude auf Deep Purple. Auch hier schien vorallem das weibliche Publikum beeindruckt, denn Ivo und auch seine Bandmitglieder winkten zwischendurch den Mädels in der ersten Reihe zu.

Und die Vorfreude stieg…

Nach Ivo hiess es bereits Adrian Stern. Symphatisch und gutgelaunt wie immer betrat er die Bühne, wobei er bereits begeisterte Zurufe erntete. Seine beiden Songs "Alles was du wottsch" und "Ha nur welle wüsse…", dessen Refrain er sogar in vier Sprachen sang, kamen natürlich besonders gut an, aber auch seine anderen Songs wurden von den jubelnden Fans unterstützt. Langsam spürte man, dass die echten Deep Purple Fans aus dem Untergrund auftauchten. Die Dämmerung trat ein und damit auch alle jeans- und lederbekleideten Rocker. Kaum war Adi von der Bühne verschwunden versammelten sich bereits die Deep Purple Fans vor der Bühne und warteten auf die legendäre Kultband. Leider setzte in genau diesem Moment der Regen wieder ein und so strömte die restliche Zuschauermasse erst fünf Minuten vor Konzertbeginn ein.
Als die Rocklegenden die Bühne betraten, rockte das ganze Publikum los. Einzigartige Gitarrensolis und wummernder Bass liess die Menge toben. Pianist Peter de Rose lieferte ein einzigartiges Solo an seiner "Orgel" und spielte klassische Stücke von Bach bis Beethoven. Dazu gabs den "Wir-sind-böse-Rocker"-Bass, was das Ganze einmalig und atemberaubend machte. Steve Morse an der Gitarre gab alles und sorgte mit seinen Soli für den einzigen, wahren Rock! Bei "Hush" sangen alle kräftig mit, was natürlich zu der guten Stimmung beitrug. Aber auch alle anderen Songs kamen sehr gut an, beispielsweise "Child In Time". Sänger Ian Gillan schien eine riesige Freude am Publikum zu haben und erzählte uns zwischendurch mit seinem "entzückenden Oxford-English" etwas über die einzelnen Songs. Die Stimmung war von Anfang bis Ende ganz oben, doch als "Smoke On The Water" erklang, kriegten sich die Fans fast nicht wieder ein. Nach mehreren Zugaben und unter tosendem Applaus warfen die Bandmitglieder Schlagzeugstöcke und Plektrums in die Menge. Wer bis dahin kein Fan dieser Band aus England war, wurde mit diesem Auftritt definitiv überzeugt.
Auf dem Nachhauseweg sassen wir im Bus und rundherum hörte man: "Bäm Bäm Bääm, Bäm Bäm Bäbääm, Bäm Bäm Bääm Bäm Bäm… Smooooke On The Waaater, Fire In The Sky……."
Fazit: Das Open Air Ebikon ist zwar klein, aber das Festival ist den Organisatoren durchaus gelungen. Mit Gustav, Patent Ochsner, Dada Ante Portas und selbstverständlich Deep Purple haben die Organisatoren super Highlights geschaffen. Grosses Kompliment und weiter so!
Stella Nera

Linktipps:
Offizielle Website vom Open Air Ebikon

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