FESTIVALBERICHT OPEN AIR GAMPEL 2006


Die norwegische Newcomerband Edit Presents!


Coole und heisse Show der deutschen Kultband Seeed


Satanisch gut: Prodigy-Sänger Keith Flint


Bezaubernde Sängerin mit einer unglaublichen Stimme: Redwood


Juli-Sängerin Eva mit schöner blonder Mähne


Der Platz vor der Bühne war voll als Juli auftrat


Danko Jones liess die Erde zittern


Eine hammermässige Lightshow wurde von Muse produziert


Für Muse pilgerte die halbe Schweiz ans Gampel


Babylon Circus ging total ab!


Die Country-Schlingel The BossHoss


Flirtende Cowboys bei The BossHoss


Scream bezauberte mit einmaligem Mundartsound


Eine Augenweide: Sänger Patrice


Hammerstimmung bei Mando Diao


Trotz Regen gute Stimmung bei Franz Ferdinand


Fusion Square Garden weckte die Meute auf


FSG-Sänger Mauro Corchia


Büne Huber mit Leidenschaft auf der Bühne


Patent Ochsner-Bassistin Miss Monique Mathis


Patent Ochsners Bläser gaben alles!


Dada Ante Portas live on Stage


Dada-Sänger Pee Wirz: Charmant wie eh und je


Dada-Gitarrist Lukas Schaller in seinem Element


Das ganze OK-Team des Open Airs am Gampel!


Der italienische Vollblutmusiker Jovanotti wie immer in bester Stimmung!


Krönender Abschluss des Open Airs mit Jovanotti


Das Publikum war vom Open Air begeistert

Vier Tage Sonnenschein – wer hätte das gedacht!

Vom 17. – 20. August 2006 fand im Wallis das 21. Open Air Gampel statt. Der Wetterbericht liess nichts Gutes, nämlich vier Tage Dauerregen, verheissen, und so packten wir unser Auto mit Regenschutz, dicken Pullovern, Kampfstiefeln und Militärsocken voll. Doch als wir am Donnerstag um Punkt fünf auf dem Gelände standen, staunten wir nicht schlecht: Die Sonne brannte vom Himmel und ausser dem Wind war von schlechtem Wetter keine Rede.


Die Zeltbühne, am Gampel die „Bockbühne“ genannt, wurde von der Norwegischen Newcomerband „Edit Presents“ eröffnet. Mein Herz begann sofort zu springen, denn der Sound war höllisch gut: Elektro vom Feinsten, gepaart mit harten Gitarrenriffs und kräftigem Beat. Die drei coolen Typen auf der Bühne schienen völlig in ihrer Welt zu sein und das Publikum nicht einmal zu bemerken, doch dies tat der Atmosphäre keinen Abbruch. Eine Stunde lang heulten die Gitarren und die Gampel-Besucher tanzten was das Zeug hielt.
Schliesslich wurde auch die grosse Hauptbühne eröffnet. Obwohl im Programmheft nichts weiter als „Surprise Guest“ stand, wartete bereits ein grosses, von Neugier getriebenes Publikum vor der Bühne. Der Ansager lüftete schliesslich das Geheimnis: Die erste Band auf der Hauptbühne hiess „The Aeroplanes“. Die britische Nachwuchsband sorgte für gute Open Air Stimmung und auch das Publikum schien Spass an den Jungs zu haben. Doch als „The Aeroplanes“ die Bühne räumten, füllte sich der Platz sogar noch mehr – keine Frage, das lag an Seeed, die als nächstes die Hauptbühne stürmten. Kaum stand Seeed auf der Bühne, tobte das Publikum! Der Sound kam super an! Besonders bei ihrem grossen Hit „Aufstehn!“ wurde applaudiert und auf und ab gehüpft. Auch „Dickes B“ sorgte für Begeisterung. Die ersten Headliner des Abends erfüllten ihre Pflicht also mit Bravour. Alle Dance-Hall-Reggae-Fans kamen definitiv auf ihre Kosten. Doch damit noch längst nicht genug – das Highlight des Tages stand uns nämlich noch bevor: The Prodigy! Die Kultband, die Hits wie „Out Of Space“, „Smack My Bitch Up“ und „Firestarter“ veröffentlicht hat, betrat um 22:30 Uhr die Hauptbühne. Keith Flint und Maxim Reality gaben alles! Die Show war einfach einzigartig, der Sound wie gewohnt hart und melodiös. Keith sah mit seinem langen schwarzen Mantel aus, als wäre er soeben dem Untergrund entstiegen und der dunkelhäutige Maxim hatte sich um die Augen weiss bemalt, was ziemlich gespenstisch aussah. Sogar die Fotografen im Fotograben schienen sich nicht so recht in die Nähe der beiden Künster zu wagen. Ganz unerwartet sprang Maxim auf einmal von der Bühne und lief in Begleitung von zwei Security-Männern durch die Zuschauermenge. Niemand schien es richtig zu kapieren, denn alle Augen waren weiterhin auf die Bühne gerichtet. Schliesslich sprang Maxim auf einen Holztisch, an dem einige betrunkene Jugendliche sassen und gab alles. Als dann irgendwann einer der Sitzenden seinen müden Kopf hob, die Situation erkannte und begeistert aufsprang, hüpfte der grinsende Maxim bereits wieder vom Tisch und rannte zurück auf die Bühne. Hinter sich liess er einige fassungslose Gesichter. Auch der Rest der Show überzeugte und The Prodigy begeisterte das Publikum mit ihrer Intensität!
Den Abschluss des ersten Tages machte die Ska-Rock-Combo La Vela Puerca. Die aus Lateinamerika stammenden Künstler werden auch als Könige des „Nuevo Ska-Rocks“ bezeichnet. Sie spielten noch zwei volle Stunden durch und präsentierten unter anderem ihr neues Album „A Contraluz“. Um zwei Uhr hiess es dann, ab ins Zelt, um am Freitag wieder fit zu sein.

Beim Betreten des Geländes begrüsste mich eine wunderschöne Frauenstimme, die aus dem Zelt mit der Bockbühne ertönte. Eine Stimme, die klang als ob Alanis Morissette persönlich die Bockbühne rocken würde. Von Neugier gepackt begab ich mich also ins Zelt und stellte fest, dass es sich bei der Stimme um die der Sängerin von Redwood handelte. Die rockigen Powersongs heizten so richtig ein und schon bald wurde wie wild getanzt. Das Wetter war noch viel schöner als am Donnerstag. Der Wind, der einem am Tag zuvor noch den Sand in die Augen trieb, hatte sich gelegt und die Sonne brannte mit 27° vom Himmel. Die Schweizer Band Redwood beglückte uns mit Hammersongs wie „Apologizes“ und „Best Laid Plans“. Die schöne New Yorker Sängerin Lesley Meguid geizte weder mit ihrem Charme noch mit ihren Reizen. Auf der Hauptbühne bereitete man sich inzwischen auf die kalifornische Punkrock-Band Pennywise vor. Die vier Jungs, die inzwischen neun Alben in Petto haben, stürmten um 18:10 Uhr die Bühne und heizten der Meute, die ihnen zujubelte, ganz schön ein. Besonders „Land Of The Free?“ und „From The Ashes“ sorgten bei den Punk-Fans für gute Stimmung.
Nun war es höchste Zeit etwas zu essen. Das Gampel hatte dermassen viele Foodstände zu bieten, dass uns die Entscheidung nicht sehr leicht fiel. Schliesslich aber einigten wir uns darauf den Raclette-Stand auszuprobieren. Wir assen nicht nur erstklassiges Walliser-Raclette, sondern genossen den unwiderstehlichen Alp-Tea, den es dort zu kaufen gab. Nun mussten wir uns aber beeilen, um nicht zu spät zu Juli zu kommen. Die deutsche Poprock-Band wollten wir nämlich keinesfalls verpassen. Wir gingen also zurück zur Hauptbühne, wo bereits ein netter Ansager stand um der Masse die Band anzukündigen. Schliesslich kamen die fünf Musiker auf die Bühne und starteten sofort mit dem bekannten Song „November“. Sängerin Eva überraschte mit einer blonden Mähne und sah, wie sollte es anders sein, umwerfend damit aus. Nach dem ersten Song folgte sogleich die Powernummer „Warum“, die die Band rockig und stimmungsvoll zum Besten gaben. Eva erklärte dem Publikum schliesslich, dass die Band ein halbes Jahr im Studio gewesen sei und dass in Kürze das neue Album auf dem Markt sein wird. Wir seien die ersten Schweizer, die den neuen Stoff zu hören bekommen. Die erste Singleauskopplung vom Album, das „Ein neuer Tag“ heissen wird, heisst „Dieses Leben“. Den bekamen wir dann auch sogleich zu hören, was bei den Zuhörern sehr gut ankam.
Inzwischen versammelten sich bereits die bösen Rocker vor der Bockbühne. Und kaum war Juli nach ihrer letzten Zugabe „Regen und Meer“ von der Bildfläche verschwunden, pilgerte auch der Rest des Publikums ins grosse Zelt. Dort wurde just in diesem Moment Danko Jones angekündigt. Das energiegeladene kanadische Trio brach donnernd über seine Fans herein und das Zelt schien den wummernden Bässen kaum standzuhalten. Leadsänger Danko entpuppte sich als Energiebündel par excellence! Songs wie „Play The Blues“ kamen da natürlich besonders gut an. Das Publikum schwitzte trotz der aufsteigenden Kälte. Es wurde geheadbanged was das Zeug hielt! Nach einer atemberaubenden Show stürmte die gesamte Zuschauermeute zurück zur Hauptbühne. Obwohl noch genug Zeit gewesen wäre um aufs Klo zu rennen oder sich eine Pizza in den Magen zu hauen, stand die Menschenmenge beharrlich vor der Hauptbühne. Wenn immer sich jemand durch die Masse an die Bühnenfront durchzudrücken versuchte, ging das Gezicke und Geflenne der Leute los: Niemand wollte sich nämlich die Sicht auf Muse nehmen lassen. Schon den ganzen Tag war an jeder Ecke die Rede von der kultigen Band aus England. Als das Licht ausging und damit die Show der drei Jungs eröffnet wurde, ging ein wildes Gejohle durch die Menge. Zwischen den Zuschauern war kein Durchkommen mehr. Als „Plug In Baby“ gespielt wurde, konnten sich die Fans vor Begeisterung kaum noch halten. Die ausgezeichnete Lightshow, die die Jungs boten, beeindruckte die Zuschauer gewaltig – und das zu Recht: Die Show überbot alle Erwartungen! Das Publikum wurde, wie bei allen Muse-Konzerten, nicht in die Show miteinbezogen, aber dies tat der Stimmung keinen Abbruch. Der Sound erinnerte mich sehr an Radiohead, was mir natürlich gefiel. „Time Is Running Out“ kam auch sehr gut an, sowie auch „Starlight“. Dieser gefühlvolle Song war sicher eines der vielen Highlights der Show. Muse ist als beste Live-Band ausgezeichnet worden und stellte dies an diesem Freitag Abend eindeutig unter Beweis. Wir waren nach dem Konzert noch vollkommen geflasht von den letzten 1.5 Stunden.
Den Abschluss an diesem Abend bildete die französische Band „Babylon Circus“. Die Kult-Kapelle konnte gleich die gute Stimmung der Zuschauer ausnutzen und weiterführen. Mit coolen Showeinlagen und eingängigen und heissen Chansons vermochte die Band auch spät Nachts noch zu überzeugen. Leider fielen uns die Augen vor Müdigkeit fast zu und wir konnten das Spektakel nicht wirklich lange geniessen, aber die Band hat mich wirklich beeindruckt. Die CD ist jedenfalls bereits unterwegs zu mir .
Am Samstag waren wir noch immer ziemlich müde, doch die Show der New Yorker Band Morningwood weckte uns sofort wieder auf. Der Sound fuhr einem schon von weitem in alle Glieder und hatte absolutes Fusszuck-Potenzial. Als wir uns schliesslich der Hauptbühne näherten, wurde uns ein Spektakel der anderen Art geboten. Sängerin Chantal Claret zog eine heisse Sex-Show ab, indem sie Frischfleisch in Form von drei heranwachsenden Jünglingen auf die Bühne holte und diese nach Strich und Faden vernaschte. Zuerst setzte sie sich auf die Jungs drauf und betatschte sie an Körperteilen, die die drei Typen wahrscheinlich noch nicht einmal selber an sich entdeckt hatten. Nach einer wilden Knutscherei liess sie die drei Jungs wieder gehen, die jetzt entweder schwul oder den Rest ihres Lebens geschädigt waren. ;-)
Als nächstes stand die Country Band „The BossHoss“ auf dem Programm. Ihre spassigen Country- und Rock’n’Roll-Coverversionen bekannter Charthits wie „Hot In Herre“ und „Hey Ya“ kamen bestens an und sorgen für gute Laune. Als sie die Leute, die scheinbar noch ziemlich müde waren, zum Mitsingen animieren wollten und dabei nur ein gequältes „heeey“ herauskam meinte Sänger Alec Völkel trocken: „This is shit“! Aber das Publikum zeigte den sieben Jungs dann doch noch, was sie draufhaben und so lautete das Fazit der Band: „You are great singers!“ Die Cowboys sorgten also für eine richtige Wild-West-Party! Bei der anschliessenden Autogrammstunde standen so viele Mädels an, dass es kaum ein Durchkommen gab.
Im Zelt begann inzwischen die Mundartband Scream zu spielen. Songs wie „Aquarium“ und „Fahrlässig“ wurden vom Publikum lauthals unterstützt. Der charmante Sänger Christian Häni sorgte für eine gelungene und souveräne Show und auch die Interaktion mit dem zu Spässen aufgelegten Publikum funktionierte bestens. Nach einer Stunde bezauberndem Mundartrock wurde es Zeit für Millencolin. Das Ska-Punk-Quartett begeisterte alle Ska-Fans dermassen, dass die Erde zu beben schien. Viele Songs aus dem aktuellen Album „Kingwood“ wurden gespielt, aber auch Klassiker wie „Mr. Clean“ wurde von den Zuhörern mit einem grossen Pfeifkonzert sowie tosendem Applaus gedankt.
Da ich eine Frau bin und daher schönen Männern nicht aus dem Weg gehe, schlenderte ich gemütlich zur Zeltbühne um eine gute Sicht auf den heissen Sänger Patrice zu haben. Dieser bot eine Reggae-Show vom Feinsten und flirtete dermassen mit dem Publikum, dass einem Hören und Sehen verging. Mit seiner weissen Kappe sah er wie immer umwerfend aus und seine schöne und kräftige Stimme beeindruckte sogar die Männerwelt. Innerhalb kürzester Zeit war das Zelt mit Menschen überfüllt, die den Auftritt des afrodeutschen Sängers und Songwriters nicht verpassen wollten. Doch genug geschmachtet: Was Mando Diao auf der Hauptbühne zu bieten hatten, liess ebenfalls niemanden kalt: Die fünf Schweden heizten der Menge ganz schön ein, der Platz vor der Bühne war übersäht mit punkigen und auch rockigen Menschlein, die ausgelassen zur Musik von Mando Diao tanzten. Leider wurde es langsam wieder kalt, denn inzwischen war es bereits wieder nach 22 Uhr Abends. Doch die Kälte schien niemanden wirklich zu beunruhigen, schliesslich hatte man sich bereits an das schöne Wetter gewöhnt und fürchtete sich nicht mehr vor der Möglichkeit, dass es regnen und sich das Gelände in eine Schlammlawine verwandeln könnte. Doch kaum stand um halb zwölf das Schotten-Quartett Franz Ferdinand auf der Bühne, brach der Regen über uns herein. Innerhalb von Sekunden waren die Menschen bis auf die Knochen nass. Doch die vielen Fans der rockigen Band liessen sich davon die gute Laune nicht verderben und rockten und hüpften kräftig mit der Band mit. Die vier Jungs sorgten für einen gelungenen Open Air Abend und gaben alles: Vollkommen ausgelassen rockten und tobten sie über die Bühne.
Der letzte Act am Samstag Abend hiess „The Babacools“. Sänger Caramelo spielte mit seinem Charme und hatte die tanzende Meute sofort im Griff. Das Zelt war randvoll – Keine Ahnung ob es an der einmaligen Performance der Band oder am Regen lag :-).
Am Sonntag stand ich schon früh auf der Matte. Um elf Uhr morgens (ja, das ist früh!) stand nämlich die Berner Reggae-Combo Fusion Square Garden auf dem Programm. Die kultige Mundartfraktion machte solch gute Stimmung, dass sogar ich wach wurde und das Tanzbein schwang. Mit ihrem Hit „Vagabondo“ brachten sie sogar den bösen Security-Mann zum Fusszucken. Sie lieferten viele Hits von ihrem aktuellen Album „Dä wos het“. Bei ihrem Hit „Gloube“ stifteten die Jungs die Zuschauer zu einem Pfeifkonzert gegen die Regierung an. Leadsänger Mauro Corchia und Angelucci, der sich hauptsächlich um den Sprechgesang kümmerte, lieferten eine wunderbare Reggae-Show ab und lockten damit die Sonne wieder hinter den Wolken hervor. Die gute Laune war also vorprogrammiert.
Um ein Uhr, als es wieder richtig heiss wurde, stand die Berner Mundartband Patent Ochsner an. Schon sehr viele Fans besetzten die ersten paar Reihen, so dass ich mit der dritten Reihe Vorlieb nehmen musste. Aber auch von dort aus war die Show atemberaubend und einfach einmalig. Büne begrüsste das Publikum in hinreissendem Walliserdüütsch, was ihm bei den Einheimischen bestimmt einige Bonuspunkte einbrachte. Die Musiker schienen ihren Auftritt mächtig zu geniessen und waren energiegeladen wie noch nie. Bei „Bälpmoos“ und auch bei „Ludmilla“ schienen die Fans besonders glücklich zu sein, aber auch bei „Vohinger u Vovor“ aus dem aktuellen Album „Liebi, Tod + Tüüfu“ wurde tatkräftig geklatscht und mitgesungen. Heute war richtiges Schweizer Feeling angesagt, denn nach dem Sänger Ivo spielte die beliebte Luzerner Band Dada Ante Portas auf der Bockbühne. „Me And My Friend“ und auch „Save My Name“ wurden besonders stark beklatscht, besonders aber natürlich „Dance Beside The Moon“ und „Hazy Paint“. Nach einer rockigen Stunde verabschiedete sich die Band mit den Worten: „Es hat uns sehr gefreut, einmal am Gampel spielen zu dürfen.“
Den Abschluss des Open Air Gampel machte Jovanotti! Vor seinem Auftritt versammelte sich allerdings das gesamte Organisationskomitée auf der Bühne, das heftig von den jubelnden Open Air Besuchern beklatscht und gefeiert wurde. Es wurde verkündet, dass das Open Air einen neuen Besucherrekord von 80'000 Zuschauern erreicht habe. Dann trat oder besser gesagt sprang der italienische Superstar auf die Bühne und machte Stimmung bis zum Geht-nicht-mehr. Der gebürtige Italiener packte schliesslich einen Zettel aus und las mit gebrochenem, aber umwerfend charmantem Deutsch folgendes vor: „Welche Sprache Adam und Eva gesprochen haben, das weiss keiner. War es deutsch? War es französisch? War es italienisch? Ich weiss es nicht. Aber ich weiss, dass es eine Sprache gibt, die jeder verstehen kann: Der Rhythmus.“ Dafür erntete der Charmeur einen riesengrossen Applaus und setzte seine Show energiereich fort. „Mi fido di te“ und natürlich sein Knallersong „L'ombelico Del Mondo“ gingen ganz schön ab! Dies war mit Sicherheit ein würdiger Abschluss des diesjährigen Open Air Gampels. Noch ein letztes Raclette musste sein und dann ging es schon wieder ab nach Hause an den heimischen Herd.
Fazit: Für meinen Geschmack etwas zu viel Punkrock und Ska, aber im Grossen und Ganzen ein tolles Musikprogramm. Besondere, persönliche Highlights waren eindeutig Muse, Franz Ferdinand, The Prodigy, Patent Ochsner und Jovanotti! Auch sonst war es ein wunderbares und chilliges Festival auf einem wunderschönen Gelände! Ich hoffe es rockt auch nächstes Jahr wieder so gut!
Stella Nera

Linktipps:
Offizielle Website des Open Air Gampel
Unser Forum zum Open Air Gampel
Unser Interview mit Patent Ochsner am Open Air Gampel
Unser Interview mit Fusion Square Garden am Open Air Gampel

Australien Belgien Dänemark Deutschland Finnland Frankreich Italien Neuseeland Niederlande Norwegen Österreich Portugal Schweden Spanien Suisse Romande
deutsch
LOGIN
PASSWORT
Passwort vergessen?
Unsere Website verwendet Cookies, um seinen Lesern das beste Webseiten-Erlebnis zu ermöglichen. Teilweise werden auch Cookies von Diensten Dritter gesetzt. Weitere Informationen findest Du in unserer Datenschutzerklärung.