AMON AMARTH, WINTERSUN, TÝR, AM 6.11. IM Z-7

Dass Amon Amarth inzwischen zu angemessenem Ruf innerhalb der Metal-Gemeinschaft gekommen sind, dürfte den meisten bekannt sein. Vielen älteren Semestern ist dies erstaunlicherweise ein Dorn im Auge, da sie ihnen den Erfolg nicht gönnen. „Billig zusammengeklaut“, das haben schon Unleashed und sonstige Melodic Death Metal Bands gemacht. Wie auch immer, ich persönlich finde, dass AA, wie man sie auch gängig abkürzt, einen recht eigenständigen Stil innerhlab der Metal-Szene gefunden haben, der seinesgleichen sucht. So war meine Freude umso grösser, diese Ausnahmeband (welche übrigens bekannt für hervorragende Konzerte sind) im wohl bekannten Z-7 zu begutachten.

Allein schon die Zusammenstellung hat mir gut gefallen, wurden die Mannen aus Schweden tatkräftig von anderen Teilen Skandinaviens supportet. So machten den Anfang, die nicht so bekannten Týr von den Färöern (ja man glaubt’s kaum). Obwohl dieses Land mehr Schafe als Menschen beheimatet (Färöer heisst auch nichts anderes als Schafsinsel), gibt es doch tatsächlich gewisse Musiker, welche sich der härteren Gangart verschrieben haben. Nunja, dachte ich zumindest, denn Týr klingen für mich eher nach einer Abkupferung von deutschem Mittelalter-Rock wie Subway to Sally oder In Extremo. Wie auch immer, als Einstimmung war das ganz ok, und es war noch viel Potential zur Steigerung vorhanden.

So schritten die Finnen von Wintersun auf die Bühne. Wintersun machen für Finnland typischen Melodic Death/Black mit etwas Folk Einflüssen und Symphonik. Das, was den (Metal-)Leuten eben im allgemeinen gefällt. Speziell bei Wintersun ist jedoch anzumerken, dass sie ihr Spiel sehr gut verstehen, so shreddert Mastermind Jari Mäenpää seine Gitarre dermassen gut, dass einem Hobbygitarristen wie mir vor blankem Neid fast der Kragen platzt. Schon hier war die Stimmung der übrigens sehr gut gefüllten Z-7 Halle angeheitert und animiert für mehr. Wem Bands wie Childern of Bodom, Ensiferum etc gefallen, sollte auch hier mal einen Blick reinwerfen, falls die nicht schon bekannt sein dürften. Einzige Kritikpunkte für mich waren die etwas zu leise Lead Gitarre und vor allem, dass sie seit Erscheinen ihres einzigen Werkes noch nichts neues präsentiert haben. Nach drei bis vier Konzerten beginnen die acht Lieder etwas langweilig zu werden, Neues muss her!

Nun am Ende kamen endlich die Wikinger von Amon Amarth. Wie ich bereits erwähnt habe, performen sie ihre Konzerte jeweils sehr souverän. Und auch hier gab es keine Ausnahme, sehr zu Freuden des begeisterten Publikums natürlich. Nach einem kurzen Intro legten sie auch schon los. Mit ihren stampfenden Rhythmen, ihren gar melancholisch anmutenden Melodiebögen animierten sie die Leute auch zum coolen Headbangen. Da blieb keiner still. Wohl ergänzt auch ihr imposantes Auftreten die Musik. Hier stimmt eben alles. Von den Stücken war alles vertreten, obwohl das Hauptgewicht auf ihr neues Album „With Oden On Our Side“ war. Dennoch kamen auch ältere Stücke nicht zu kurz. Bei AA ist eigentlich die Songwahl nicht schwer, da nun fast alles, ihr gesamtes Opus, gut bis hervorragend ist. Hinzu kommt, dass die Musik perfekt abgemischt war, sei es die richtige Lautstärke, die perfekte Abstimmung der einzelnen Instrumente oder schlichtweg das gewaltige Stimmorgan des Sängers Johan Hegg, es klang beinahe nach Playback, nur eben live! Ich will hier gar nicht erst einzelne Lieder nennen, um sie hervorzuheben, da eigentlich allesamt gleich gut waren.

Entgegen vielen Metal Bands dieser Gangart war auch die Spielzeit recht ordentlich. Definitiv eines der besten Konzerte der letzten Zeit in diesem Bereich. Wer derartige Musik mag und hier nicht war, der hat was verpasst (oder wartet ein bis zwei Jahre, denn sie beglücken uns in regelmässigen Abständen). Ein Lob auch an die Z-7 Crew, welche wie immer ein gemütliches Ambiente vermittelte und dafür sorgte, dass die Technik und Organisation ohne Probleme über die Bühne ging.

Hoch die Hörner!

Hier noch die Liederauswahl von Amon Amarth:

Valhall Awaits Me
Runes To My Memory
Death In Fire
Fate Of Norns
Thousand Years Of Oppression
With Oden On Our Side
Asator
An Ancient Sign Of A Coming Storm
Victorious March
Cry Of The Black Birds
The Last With Pagan Blood
Once Sent From The Golden Hall

Zugaben:
Pursuit Of Vikings
Versus The World
Gods Of War Arise
Ragnar

Linktipps:
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