MELANIE C AM 20.5.2005 IM VOLKSHAUS ZÜRICH



Seitdem Melanie C. das letzte Mal in Zürich auftrat, hat sie zwar zwei neue Alben herausgebracht, jedoch nicht an die grossen Erfolge des ersten Albums anknüpfen können, die ihr mit "Never be the same again" und dem Hex-Hector-Remix von "I turn to you" in der Schweiz zwei 3. Plätze und in England gar zwei Nr.1-Hits eingebracht hatten. Konnte mich ihr zweites Album gar nicht überzeugen, so bin ich der Meinung, dass ihr mit ihrem dritten Solo-Album ein sehr gutes Werk geglückt ist und wollte mir also diese Sängerin erneut live anschauen.

Tatsächlich hat sich Melanie C. auch live sowohl musikalisch als auch gesanglich weiterentwickelt und von ihrem Ex-Spice-Girl Image emanzipieren können, was aber möglicherweise kommerziell von den Fans nicht goutiert wird. Das Konzert fing eher flau an, ein buntes Mischmasch aus ihren drei Alben - das zweite Lied des Konzertes, "Yeh Yeh Yeh", mit starken Bässen untermauert klang deutlich stärker als die etwas lahme Studioversion, aber der Funken mochte irgendwie nicht so recht überzuspringen: Melanie C. war keineswegs schlecht, doch irgendwie fehlte das Highlight. Das kam dann in Form ihres Nr.1-Hits "Never be the same again", als ebenso etwas Stimmung aufkam wie bei ihrer aktuellen Single "Next best superstar", bei dem Melanie C. aber den Beifall nicht auskostete, sondern allzu rasch schon ins nächste Lied einstimmte. Dann folgte eine Ansage zu ihrer neuen Single und tatsächlich erlebte der Abend einen ersten grossen Höhepunkt: "Better alone" war wirklich gefühlreich und grandios vorgetragen - allein die Aufführung dieses Liedes war das Eintrittsgeld wert. Lieder wurde ihr Single-Hit "Northern Star" etwas zu powerful gesungen, so dass der nordische Charme dieses Liedes unterging. Es folgte "Little piece of me" vom neuen Album, das ja ziemlich an ihre erste Single "Goin'Down" erinnert, wirklich stark gesungen und sympatisch ehrlich folgte das "Original" gleich hinterher, ebenfalls ganz stark performiert. Schon neigte sich das Konzert nach gut einer Stunde dem Ende zu, es folgten aber noch zwei Zugaben: Eine vokale Version von "I turn to you", nicht im Hex Hector-Remix, sondern im Stile der Gitarre von Mike Oldfield gehalten, wie wir sie aus "Moonlight Shadow" oder "To France" her kennen; ich hätte nie gedacht, dass dieses Lied von ihr sowas überhaupt hergibt. Die Gitarrenparts waren kräftig und klar ausgespielt, von Melanie C. dazu ausgezeichnet gesungen und im Publikum wurde es ganz still - der Abend hatte einen zweiten, ja - den Höhepunkt schlechthin - diese Version von "I turn to you" war zweifelsohne eine der besten Live-Performationen,die ich jemals in meinem Leben gehört habe und es darf sich die Frage gestelltwerden, ob man Melanie C. an ihr nächste Konzert nachreisen soll, nur um nochmals diesegrossartige Version vom "I turn to you" zu hören. Es folgte noch ein powerful gesunges Lied und dann war der Konzertabend allzufrüh auch schon vorbei.

Fazit: Melanie C. hat ein abwechslungsreiches Programm aus ihren drei Alben zusammengestellt, die Lieder vom zweiten Album waren härter performiert als auf den Studioaufnahmen, sehr zu ihrem Vorteil wohlbemerkt und Melanie C. gelang es, sich in der zweiten Konzerthälfte wesentlich zu steigern; das Konzert war in etwa gleich gut besucht wie ihr erstes Konzert. Der Abend hatte zwei grosse Höhepunkte - die Performation ihrer neuen Single "Better alone" sowie eine "Mike Oldfield"-Gitarrenversion von "I turn to you"; auch ihre erste Single "Goin' Down" und ihr anderer grosser Hit "Never be the same again" waren ausgezeichnet performiert. Das war ein starker Auftritt des ehemaligen Spice Girls!
ralf43


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