APOCALYPTICA IM VOLKSHAUS (09.11.2007)







Vergangenen Freitag standen zwei Finnische Acts auf dem Programm des Volkshauses Zürich. Die vier Cellisten von Apocalyptica und die junge Truppe Sturm und Drang, welche ihr Schweizer Debüt gaben, lockten ein angenehm gemischtes Publikum in die, bereits seit Wochen, ausverkaufte Halle.

Vergangenen Freitag standen zwei Finnische Acts auf dem Programm des Volkshauses Zürich. Die vier Cellisten von Apocalyptica und die junge Truppe Sturm und Drang, welche ihr Schweizer Debüt gaben, lockten ein angenehm gemischtes Publikum in die, bereits seit Wochen, ausverkaufte Halle.

Ich war gespannt, was uns mit der Vorband „Sturm und Drang“ erwarten würde. Handelt es sich doch hierbei um eine Metalband, dessen Mitglieder im Schnitt erst knapp 16 Jährchen auf dem Buckel haben. Natürlich erwartete ich von den jungen Finnen keine Schulaufführung, dennoch stand ich dem Auftritt mit ein wenig Skepsis gegenüber. Sturm und Drang betraten um 20:00 Uhr die Bühne und wurden vom Schweizer Publikum mit Applaus begrüßt, wenn auch mit einem Augenzwinkern. Die Teenager legten sogleich mit soliden Metalklängen los, was einige im Publikum deutlich überraschte. Ich selbst habe auch nicht erwartet, dass uns die Jungs mit einer guten Mischung aus Children of Bodom, Rhapsody und Judas Priest ihr Können demonstrieren. „Wir müssten zurzeit eigentlich in der Schule sein, aber wir rocken lieber hier mit euch!“, sagte Sänger und Gitarrist André Linman. Das Publikum konnte sich dem Charme des 15 jährigen kaum entziehen und war ab da deutlich wohlgesinnter. Sturm und Drang boten 40 Minuten lang eine gute Show und übergaben die gut aufgewärmten Zuschauer dem Headliner des Abends.

Pünktlich um 21:00 Uhr ging das Licht im Saal erneut aus. Die Menge jubelte und als die vier Cellisten und der Schlagzeuger von Apocalyptica die Bühne betraten, ging das Ganze in ein Toben über. Sie starteten mit neuen Songs wie „I’m Not Jesus“ und „SOS (Anything But Love)“, boten aber auch ihre altbekannten Coverversionen wie zum Beispiel „Refuse/Resist“ von Sepultura oder „Fight Fire With Fire“ von Metallica. Bei ihrem bis dato größten Charterfolg „Bittersweet“ sang das Publikum die Strophen, welche im Original Ville Valo (HIM) und Lauri Ylönen (The Rasmus) begleiten, lauthals mit. Apocalyptica ließen jedoch der aufkeimenden Gänsehaut nicht viel Zeit und knallten einem den Erstlingshit von Metallica „Seek And Destroy“ und die Ohren. Die Stimmung kochte. Um noch einen drauf zu setzen, folgte „Enter Sandman“ (ebenfalls Metallica). Nach jedem Song belohnten die Zuschauer die Band mit scheinbar unendlichem Applaus und Gejubel. Als die Band zum wiederholten Male die Bühne verließ, wurde deutlich, dass die Menge restlos begeistert war. Selbst nach einer knappen Minute ließ der Applaus nicht nach. Apocalyptica bedanken sich mit ihrer letzten Zugabe „Seemann“ und wurden schlussendlich sogar noch mit Standing Ovations der Balkonbesucher belohnt.

Die vier Cellisten begeisterten aufs Neue, ganz besonders dank ihrer abwechslungsreichen Setlist. Somit konnte man, nach der zweistündigen Stunden Live-Show, nur glückliche Gesichter das Volkshaus verlassen sehen.
sataana

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