BJÖRN DIXGÅRD IN DER ROTEN FABRIK (28.11.2007)















Während 50 Cent im halb vollen (oder leeren?) Hallenstadion auftrat, war in der Roten Fabrik schwedische Musik angesagt. Der Leadsänger von Mando Diao, Björn Dixgård, machte auf seiner Solo-Tour auch in Zürich Halt.

Die Schlange vor dem Eingang war erstaunlich lange, als um 21h endlich die Türen zum kleinen Konzertraum der Roten Fabrik geöffnet wurden. Viele Mando Diao-Fans konnten sich die Gelegenheit natürlich nicht entgehen lassen, Björn solo zu sehen! Immerhin war bekannt, dass er live auch Mando Diao-Songs spielte. Auf alles weitere durfte man ebenfalls gespannt sein.

Nachdem King Automatic das Publikum als Alleinunterhalter ein wenig aufgewärmt hatte, war es wenige Minuten nach 22:30h endlich soweit. Es wurde dunkel, Björn enterte mit schwarzem Hemd und roter Kravatte die Bühne. Im Schein einer Stehlampe setzte er sich und startete das Konzert mit seiner eigenen Version von „Flying On The Ground Is Wrong“. Es folgte ein weiterer Song, den er alleine auf seiner akustischen Gitarre zum besten gab. Dann holte Björn zur Unterstützung einen Schlagzeuger und einen Trompetist auf die Bühne, seine angekündigten „special Friends“ Fredrik und Nils.
Als die drei zusammen den Titeltrack des aktuellen Mando Diao Albums „Never Seen The Light Of Day“ spielten, sangen die Fans mit und genossen es, ihn live zu hören.
Es folgten ältere Songs, allesamt rein akustisch, zum Teil mit Trompeteneinwürfen ausgeschmückt. Ein grosses Highlight war die Gänsehaut-Ballade „All My Senses“. Es war unglaublich, wie Björn die Leute mit seiner tollen Stimme regelrecht berauschte.
Zwischendurch erzählte er auch gerne ein bisschen was vom Tourleben. Ab und zu werde halt doch ein wenig über die Stränge geschlagen „with alcohol and other things“. Besonders in Amsterdam... Womit er auch schon den Titel des nächsten Stücks bekannt gab.
Spannend wurde es nach dem flotten „Mexican Hardcore“, als Björn einen weiteren Gast ankündigte! Mats, der Mando Diao-Keyboarder weilte für einen Auftritt in Zürich, um mit seinem Bandkollegen Musik zu machen. Doch, Überraschung.... Wer kam da auf die Bühne? Nicht etwa nur Mats, nein auch Gustaf Norén tauchte plötzlich auf! Kaum hatten die Konzertbesucher begriffen, wer gerade gekommen war, wurde der Freude über das unerwartete Erscheinen Ausdruck verliehen: Gekreische, Lärm und laute „Gustaf“-Rufe übertönten alles andere. Allem Anschein nach wusste auch Björn nichts von der Anwesenheit des zweiten Mando Diao-Sängers. Die beiden Freunde umarmten sich zur Begrüssung und Björn konnte es kaum fassen – die Freude war auch bei ihm gross!
Mit seinem schelmischen, unwiderstehlichen und typischen Gustaf Grinsen griff dieser sich die zweite Gitarre und stimmte die aktuelle Single „If I Don't Live Today Then I Might Be Here Tomorrow“ an. Das Publikum war immer noch völlig aus dem Häuschen und feierte ausgelassen diese grosse Überraschung. Auch bei den zwei nächsten Songs und vor allem bei Mats Orgel-Solo erlebte die Stimmung keinen Einbruch – im Gegenteil! Und so ging es noch eine knappe halbe Stunde weiter mit Knallern wie „Good Morning, Herr Horst“ und „Long Before Rock'n'Roll“ heizte die halbwegs vollständige Band (nur noch Samuel und Carl-Johan fehlten!) die Masse ein.
Und als sich Gustaf und Mats verabschiedeten, ahnten alle, dass sie spätestens zur Zugabe noch einmal erscheinen würden!
Sympathisch führte Björn mit „Not A Perfect Day“ den Abend schon langsam dem Ende entgegen. Einmal mehr verzauberte er nicht nur die weiblichen Fans mit seiner unverkennbaren, ausdrucksstarken Stimme und setzte einen weiteren Höhepunkt des Abends.
Immer öfter schauten die Besucher auf die Uhr, der Zeiger rückte immer näher an Mitternacht – dem Zeitpunkt, an dem der letzte Bus fuhr.
Wie erwartet, zeigte sich Gustaf abermals. „Down In The Past“ erklang als zweite Zugabe. Den Text kannten die meisten sowieso längst auswendig, also wurde es wiederholt und zum letzten Mal so richtig laut in der Roten Fabrik.
Jetzt fehlte bloss noch ein einziger Titel... Für viele Fans wohl schlichtweg die absolute Björn-Hymne und gleichzeitig ein wunderschöner Schlusspunkt. „Ochrasy“.
Richtig berauscht und überglücklich über diesen gelungenen Abend reichte es gerade noch für den letzten Bus.
Was für ein Konzert!
YVE


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