BO KATZMAN CHOR IM KONGRESSHAUS (20.12.2007)

In der Musikbranche rät es sich, ein Jubiläum mit einer Best-Of zu feiern: Man braucht keine neuen Songs aufzunehmen, nimmt trotzdem ordentlich Geld ein und kann mit einer guten Promotion die Karriere nochmals in Fahrt bringen. Natürlich hat auch Bo Katzman zum Zwanzigjährigen eine kleine Best-Of für seine Fans parat, doch ist diese nur zusammen mit einer neuen CD erhältlich. Und seine Karriere muss er auch nicht mehr ankurbeln: Bereits zwölf Alben des grössten europäischen Gospelchors haben Gold-Status erreicht und die Konzerte sind noch immer ausverkauft. Kurz vor Weihnachten hat der Basler im Kongresshaus in Zürich Halt gemacht.

Um 20.15 erschien erschien eine fünfköpfige Matrosengruppe auf der Bühne, die sich schnell als Band entpuppte. Der Vorhang fiel und eine noch grössere Schiffscrew mitsamt Kapitän kam zum Vorschein. „Soul River“, der Titelsong des aktuellen Albums, eröffnete die Show, bevor es nach einer kurzen Begrüssung mit Klassikern wie „Riders On The Storm“ und „Down By The Riverside“ nicht minder flüssig weiterging. Die neue CD „Soul River“ war also stark vertreten.

Soul mit Nubya

Ein erstes Highlight stellte der R. Kelly-Hit „I Believe I Can Fly“, als plötzlich Nubya die Bühne betrat. Bo Katzman hat Nubya vor einigen Jahren entdeckt, ihr neues Album produziert und sie gleich auf die eigene Tournee mitgenommen. Nach einem kurzen Dialog verschwand er selbst und überliess Nubya die Show, die mit ihren beiden souligen Medleys, gespickt aus Songs ihres neuen Albums, die Bo-Katzman-Fans total überzeugen konnte.

Grüsse über den Jordan

Dem kürzlich verstorbenen Rock’n’Roller Ike Turner widmeten Nubya und Bo Katzman kurz vor der Pause „Proud Mary“. Mit der Eigenkomposition „Moonlight“ wurde die zweite Hälfte eröffnet. Nach „Miracles“ und „Train in Heaven“ wurde der sichtlich gut gelaunte Entertainer ernst: Er erzählte vom Tod seines Vaters und widmete ihm die Eigenkomposition „Our Father“. Grüsse über den Jordan nannte er diese Widmungen, die auch Elvis Presley nicht verwehrt blieben: Für den King of Rock’n’Roll sang er mit seinem Chor „Working On A Building“.

20 Songs in 20 Minuten und 20 Sekunden

Bo Katzman erzählte von der verrückten Idee seines Managers, zum zwanzigjährigen Jubiläum ein Medley, bestehend aus zwanzig Gospelklassikern, aufzunehmen und lieferte dem Publikum eine rund siebenminütige Kostprobe. Als er die Zugabe ansagen wollte, betrat plötzlich kein Geringerer als Sven Epiney die Bühne. Mit Goldenen Schallplatten für Bo Katzman und die Band entschuldigte er sich dafür, dass keiner seiner Songs in der Sendung „Die grössten Schweizer Hits“ zur Auswahl stand. Mit „Heaven“, ein Gotthard-Cover, „Amazing Grace“ und „Oh Happy Day“ riss Bo Katzman danach die Zuschauer ein letztes Mal mit.
Nicolas Kesper

Linktipps:
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Unser Interview mit Bo Katman
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