PLÜSCH IM STADTKELLER LUZERN (16.01.2008)

Familiär und energiegeladen

Am 15. und 16. Januar 2008 spielte die Berner Mundartband Plüsch im
Stadtkeller Luzern. Als ich, Luzernerin, dies gesehen hatte, hielt mich
nichts mehr davon ab, am Mittwoch den ausverkauften Stadtkeller zu besuchen.


Pünktlich um halb neun ging es los und Sänger Ritschi erschien mit seinen
Bandkollegen auf der Bühne. Nach einer kurzen, aber äusserst charmanten
Begrüssung legte die Band los und es folgte ein Hit nach dem anderen. Von „Ufo“ über „Wie Chind“ zu „Irgendeinisch“ bot die Band zahlreiche Songs der drei Alben „Plüsch“, „Sidefiin“ und „Früsch Gwäsche“. Ritschi plauderte natürlich zwischendurch charmant mit den Zuschauern, obwohl er immer wieder betonte, dass er eigentlich nicht so viel reden, sondern lieber Musik machen wolle. Deswegen schraubte er zwischendurch seine Redegeschwindigkeit aufs Doppelte hoch.
Das Publikum, bestehend aus etwa 350 Personen, war anfangs eher zurückhaltend, doch schon nach sehr kurzer Zeit brachte es Ritschi fertig, dass der Stadtkeller bebte. Immer wieder forderte er uns auf, so laut wie möglich zu schreien. Ausserdem fügte er an, dass diese „Party“ bestimmt in einer hemmungsloser Orgie enden werde, weil er erwarte, dass ihm unzählige BH’s entgegenfliegen werden. Diese Worte bildeten den Auftakt zu „Teddybär“, bei dem sich Ritschi regelrecht verausgabte. Mit sexy Bewegungen brachte er die Zuschauer, oder wohl eher die Zuschauerinnen, zum Schwitzen und brachte mit seiner, entschuldige Ritschi, einfach zuckersüssen Mimik, alle zum Lachen.
Obwohl die schnelleren Hits wie „Natur“, „Liebesspiel“ oder „Isch es wäge mer“ richtig viel Stimmung machten, wurde es zwischendurch ganz ruhig im Stadtkeller. Beispielsweise beim Song „Schutzängel“. Nicht nur der fantastische Song berührte das Publikum merklich, sondern vorallem auch die Art, wie die Band ihn rüberbrachte: Melancholisch und einfach ehrlich.
Gegen Ende des Konzerts war die Stimmung natürlich ganz oben. Besonders beim Song „Erschtens, Zwöitens, Drittens“, bei dem sich der Plüsch Frontmann durch das Publikum schlängelte und mit den Frauen hemmungslos flirtete. Bei dieser Aktion merkte man einmal mehr: Die Band ist nicht nur „saugut“ sondern auch natürlich und symphatisch.
Noch lange Plüsch singend begab ich mich nach einem nicht enden wollenden, tosenden Applaus auf den Heimweg. Und Plüsch hat mich absolut überzeugt. Noch die ganze Nacht hörte ich mir die CD’s an und schwelgte in Erinnerungen an das tolle Konzert. Schade, dass die Band eine zweijährige Pause einlegt. Gottseidank wird es bald eine DVD zu kaufen geben! Und etwas muss zum Schluss einfach nochmals gesagt sein: Ritschi hat eine unglaubliche Stimme. Ich habe selten ein solches Gesangstalent in der Schweiz erlebt. Aber auch der Rest der Band ist phänomenal. Der Pianist lieferte an diesem Abend beispielsweise ein unglaubliches klassisches Solo. Musikalisch und textlich erste Sahne. Danke Plüsch, dieses Konzert werde ich nicht so schnell vergessen…

Stella Nera

Linktipps:
Discographie von Plüsch
Offizielle Seite

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