OBITUARY UND HOLY MOSES, AM 31. 01. 2008 IM Z-7

Obituary zählt man zu den Urgesteinen im Death Metal und sind somit auch ein schon fast lebender Kult innerhalb der Szene. Die unverkennbare Stimme, die dröhnenden und stampfenden Rhythmen erleben einen hohen Wiedererkennungswert. Jedoch ist es verständlich, dass diese Truppe der breiten Masse verwehrt blieb, spielen sie doch ganz und gar unkommerzielle Musik.

Alles begann an einem Donnerstag im Z-7 in Pratteln. Zuerst kam eine Band namens Avatar auf die Bühne. Die Schweden spielen – wie kann es anders sein – Melodic Death Metal. Aber irgendwie wollte das hier nicht passen. Die Band war schlicht zu jung und passte nicht ins Konzept. Was nun nicht heissen soll, dass der Auftritt schlecht war. Eher fehl am Platze.

Holy Moses sind da schon aus ganz anderem Holz geschnitzt. Eine nicht zu vernachlässigende Thrash Kapelle aus Deutschland, welcher der Erfolg jedoch (im Gegensatz zu Kreator, Destruction und Sodom) verwehrt blieb. Dennoch starteten die Mannen mit ihrer Frontsängerin so richtig durch. Ja, richtig gehört: Sängerin! Etwas, das man innerhalb dieses Genres sehr selten antrifft. Trotzdem wurden sie von der testosterongeladenen Masse positiv empfangen, stand doch der Gesang in nichts nach. Ansonsten spielten sie grundsoliden Thash der alten Schule, wie man es sich erhofft bzw. erwartet hat.

Nach einer längeren Pause war dann auch schon der Hauptact Obituary am Start. Ein markanter Unterschied war der temporär eingesetzte Lead Gitarrist Ralph Santolla, eine ziemliche Legende in den Staaten. Abgesehen von den typischen Riffs, spielte dieser darüber seine sehr gekonnten Leads, welche meiner Meinung nach etwas unpassend waren, jedoch nicht als störend wirkten. Neben Klassikern wie „Chopped in Half“, „Turned Inside Out“ oder auch dem neueren „Black Inside“, spielten sie auch ein paar ihrer neuen Songs, welche jedoch nicht wirklich gut ankamen. Das problem lag wohl daran, dass der neuen Platte schlichtweg der Pfiff fehlt. Nach etwa einer Stunde kam ein Zwischenteil mit Gitarren- und Drumsolo. Etwas ein Lückenfüller, aber wir sind es uns ja gewohnt. Obituary haben tendenziell – untypisch für Metal – kurze Songs und mussten deshalb auch etwas zur Kompensation einschleusen. Trotzdem war die Setlist recht lange. Eine Show war wie fast immer bei solchen Bands üblich kaum vorhanden. Die „Show“ per se war die Band – so läuft das im Oldschool Metal. Trotzdem fehlten mir etwas Pyroeffekte und lockere Sprüche. Lakonisches Verhalten sollte man dem Black Metal überlassen. In Anbetracht des recht morbiden und depressiven Textinhalts der Band war jedoch die Stimmung sehr gut, ja sogar durchaus positiv. Bei den Klassikern kochte der Moshpit über und es passierte öfter, dass man sich „verteidigen“ musste. Treibende, rollende und thrashige Riffs wechselten sich in gekonntem Manier einander ab. So muss es sein. Nach etwa 90-100 Minuten schlossen sie mit ihrem „Slowly we Rot“ ab. Ein würdiges Ende. Alles in allem ein recht befriedigendes Konzert bei einer gut gefüllten Halle (es war immerhin unter der Woche und keine bekannte Power Metal Band) Man darf sich auf künftige Auftritte freuen…

Hier die Setlist/Spielabfolge des Hauptacts:

Intro
Find the Arise
On The Floor
Chopped in Half
Turned Inside Out
Threatening Skies
By The Light
Face Your God
Lasting Presence
Insane
Black Inside
Evil Ways
Drop Dead
Contrast the Dead
Stand Alone
Slow Death
Second Chance
Slowly We Rot
Ragnar


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