STANDING OVATION FÜR ANNETT LOUISAN



Am Mittwoch, dem 13. Februar trat Annett Louisan im Kongresshaus in Zürich mit ihrer aktuellen Tour „Das optimale Leben“ auf. Das Konzert war, kein Wunder, schon seit Wochen ausverkauft.

Ich freute mich natürlich schon seit Monaten auf diesen Abend, denn bereits die Tour zum Album „Ausgesprochen Unausgesprochen“ war unvergesslich grandios. Diesmal sass das Publikum artig auf ihren Plätzen. Als die blonde Sängerin die Bühne betrat, wurde bereits wild applaudiert. Sofort legte sie mit dem Song „Das optimale Leben“ los und begrüsste schliesslich das Publikum. Mit viel Charme und einem umwerfenden Lächeln kündigte sie ihre Songs an, und sorgte dabei für viele Lacher – besonders beim weiblichen Publikum. „Immer wieder heisst es, dass meine Songs männerfeindlich seien. Dies möchte ich wirklich dementieren! Schliesslich habe ich manchmal wirklich Mitleid… äääh Mitgefühl mit den Dreibeinern“, erklärte sie verschmitzt und stimmte den Song „Er“ an. Egal welchen Song Annett sang, das Publikum war hingerissen. Dies lag nicht nur an Annetts symphatischer Stimme und den unterhaltsamen Texten, sondern auf jeden Fall auch an den weltklasse-Musikern ihrer Band.Vom Schlagzeuger über den Gitarrist bis hin zum Cellisten staunte man einfach Bauklötze. Annett bewegte sich immer wieder durchs Publikum, damit auch wir in den hinteren Reihen was von ihr hatten. Sogar auf den Balkon stieg sie, um den Männern da oben gehörig den kopf zu verdrehen.

Ein aussergewöhnlicher Gast

Annett stellte an diesem Abend einen neuen Song vor, er heisst „Eine ehrliche Haut“. Inhaltlich, aber auch musikalisch war er sehr ungewöhnlich, doch mitreissend und amüsant. Mit diesem Song schloss Annett alle in ihr Herz und bekam einen langen und pfeifreichen Applaus. Dann kündigte sie einen Gastmusiker an. Martin Gallop, der Kanadier, der seit einiger Zeit in Deutschland lebt. Weil sie diesen Musiker so sehr mag, lud sie ihn kurzerhand auf ihre Tour ein. Er erschien und sang zwei ausgesprochen schöne Songs über seine verflossenen weiblichen Liebschaften aus dem deutschsprachigen Raum. Auch hier war das Publikum sehr angetan und freute sich über die männliche Abwechslung an diesem Abend. Er spielte noch einen letzten Song, diesmal sang er mit Annett Louisan ein Duett. Und dieses war unbeschreiblich schön. Das Publikum schmolz regelrecht dahin. Dann kündigte Annett ihren Hit „Das alles wär nie passiert“ mit folgenden Worten an: „Man ist nicht wirklich betrunken, solange man noch auf dem Boden liegen kann, ohne sich festzuhalten“. Die Stimmung war bei diesem Song natürlich ganz oben, denn alle Zuschauer im Kongresshaus sangen mit, was bei der tollen Akustik in diesem Raum natürlich toll rüberkam. Mit ihrem „Liebeslied“ verabschiedete sich Annett. Jedenfalls versuchte sie es. Denn alle Zuschauer standen auf und spendierten Annett eine Standing Ovation, die sich gewaschen hat – und die sie verdient hat. Sie konnte noch lange nicht von der Bühne, sie musste noch einige Zugaben spielen. Ganz am Ende kündigte Annett ihren bekannten Song „Das Spiel“ an. Sie erklärte, dass die Menschen diesen Song entweder über alles lieben oder abgrundtief hassen. Sie sei danach nur noch als Lolita bezeichnet worden. „Dabei dachte ich immer, Lolitas leben auf Bäumen und tragen zu jeder Tages- und Nachtzeit ein Nachthemd“, erklärte Annett. Den Begriff „Pop-Elfe“ möge sie auch sehr. Sie selber möge diesen Song aber nach wie vor, sie bereue ihn nicht und freue sich, ihn zu spielen. Dann stimmte sie den Song an. Das Publikum war kaum zu beruhigen, alle standen und sangen mit Annett mit. Nach rund 2.5 Stunden war das Konzert dann aber vorbei. Und auch dieses Mal muss ich gestehen: Ich werde dieses Konzert nicht mehr so schnell vergessen. Das optimale Leben? Das optimale Konzert!
Stella Nera


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