MARK MEDLOCK IM X-TRA (11.02.2008)

Einer der kommerziell erfolgreichsten Sieger der deutschen Casting-Show "Deutschland sucht den Superstar", der 2007-Sieger Mark Medlock, weilte endlich auch einmal in Zürich. Kommerziell bescherte er mit dem Finallied "Now or never" sowie dem Single-Remix "You can get it" seinem Mentor Dieter Bohlen dessen 13. und 14. Nr.1-Hit in Deutschland sowie einen weiteren Top 10-Platz mit der dritten Single "Unbelievable" vom neuen Album.

In der Schweiz war der Mark Medlock-Hype nicht ganz so gross wie in Deutschland und für das Konzert war nur die eher kleine Konzerthalle X-Tra vorgesehen, die denn auch nur zu drei Viertel gefüllt war, so dass man platz- und kreischmässig einen angenehmen Abend verbringen und während dem Konzert auch mal problemlos tanzen konnte. Im Publikum waren zahlreiche kleine Kinder mit ihren Eltern ebenso wie auch schon etwas ältere geschminkte Frauen, denen er offenbar sympatisch ist.

Nach der überraschend starken Vorgruppe "Ben" kam Mark Medlock mit exakt 15 Minuten Verspätung auf die Bühne und performierte immerhin eine zweistündige Show ohne Pause; daran könnten sich andere Künstler durchaus mal ein Beispiel nehmen. Mark Medlock brachte zahlreiche Lieder seiner beiden von Dieter Bohlen geschriebenen Alben sowie mehrere Oldies und erzählte nach jedem Lied eine lustige Anekdote oder einen lustigen Spruch, was dem "Bobbelsche" - das ist sein Kosename - so alles widerfahren ist; dies auf "hässisch" (hessisch ist sein Dialekt) und in einer Geschwindigkeit, dass man die Pointe nicht immer akustisch verstehen konnte. Auch war die musikalische Abstimmung zwischen Band und ihm selber oftmals nicht gut eingestellt, so dass seine zweifelsohne sehr schöne Stimmung nicht immer voll zur Geltung kam und bei einigen Liedern eher ein Medlock-Einheitsbrei denn ein eigenständiges Lied vorlag. Schön, wie Mark Medlock schon zu Beginn der Show seine Band vorstellte. Den ersten Höhepunkt bildete das Kool and the Gang-Lied "Fresh", das er schön vorgetragen hat sowie dann bald einmal seine zweite Single "You can get it", sehr langweilig in der Album-Version vorgetragen, dass man das Lied fast nicht wiedererkannte. Nach der ersten Strophe beendete er diese Aktion dann auch und nach einer kurzen Pause ging es dann im fetzigen Single-Remix dieses Liedes weiter, nun kam erstmal auch etwas Stimmung auf. Es folgten weitere Lieder der beiden Alben, seien besonders die dritte Single "Unbelievable", die er sehr gefühlsmässig vorgetragen hat sowie die englische Version "Only forever" des Bohlen-Liedes "Nebelmond", das er ein Jahr zuvor für Natalie Tineo geschrieben hatte, genannt, das Medlock ebenfalls sehr schön vorgetragen, ehe er sich an zwei weitere Klassiker wagte, nämlich "Stand by me" von Ben E.King und "Wonderful World" von Louis Armstrong. Vor allem bei "Wonderful World" kam Mark Medlocks sehr schöne Stimme und auch seine grosse Klasse voll zur Geltung; ich hätte nicht gedacht, dass man so nahe an Louis Armstrong herankommen kann; leider versank der zweite Teil des Liedes wegen zu lauter Instrumentierung wieder im Medlock-Einheitsbrei. Dann war die Show auch schon am Ende angelangt, es folgte noch sein grosser Hit "Now or never", der auch etwas unter der zu lauten Instrumentierung litt und weg war Mark Medlock. Eigentlich überraschend kam Mark Medlock aber nochmals für zwei Zugaben auf die Bühne zurück, wobei die erste Zugabe dieses schöne von Dieter Bohlen geschriebene Karibiklied "Love is beautiful" wunderbar vorgetragen war. Nach der zweiten Zugabe lief Mark Medlock aber nicht mehr mit der Band von der Bühne, sondern es wurde das Licht eingeschaltet und Medlock und seine Band stellten sich in einer Reihe vorne auf die Bühne und verneigten sich artig.

Irgendwie ist dieser Mark Medlock schon ein besonderer Künstler, der nicht nur ein ausgezeichnetes Talent, sondern auch gewisse Entertainer-Qualitäten hat und dessen Konzert je länger desto sympatischer wurde. Man würde diesem jungen Mann wünschen, dass er einmal die Gelegenheit bekäme, sein Talent auch einem grösseren Publikum vorstellen zu dürfen. Dann soll er fast alles gleich machen, aber wenigstens ein bisschen langsamer "babbeln", damit man ihn auch verstehen kann.
ralf43


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