HIM IM X-TRA (10.03.2008)





Vergangenen Montag, dem 10. März 08, spielten HIM im ausverkauften Zürcher X-Tra. Wir wollten diese Chance nicht verpassen und besuchten das Konzert der melancholischen Finnen.

Als wir kurz vor halb sieben vor dem X-Tra standen, tummelten sich schon eine ganze Menge Fans der düsteren Klänge vor dem Eingang. Die Masse bestand, wie angenommen, aus vorwiegend weiblichen Wesen, doch auch das starke Geschlecht war, öfter als auch schon, vertreten. Die Halle öffnete um Punkt 18.30 Uhr seine Pforten und die Fans rannten los, um sich die begehrten Plätze in der ersten Reihe zu sichern.

Nach einer relativ kurzen Wartezeit und dem Austausch des neusten Klatschs, eröffneten die Herren von Paradise Lost den Konzertabend. Die fünf Briten, welche in den frühen Neunzigerjahren einen maßgeblichen Beitrag zur Entwicklung des Gothic Metal beitrugen, schienen die Menge jedoch nicht richtig mitreißen zu können. Lediglich bei ihrem Hit „The Last Time“ kam ein bisschen Bewegung ins Spiel. Paradise Lost standen knappe 35 Minuten auf der Bühne.

Nach dem zackigen Umbau und dem Aufstellen der Instrumente, ging das Licht erneut aus und die Finnen von HIM betraten die Bühne. Die Band rund um Sänger Ville Valo wurde mit lautem Gekreische begrüßt, verloren jedoch keine Zeit und legten gleich los. Sie knallten uns Songs wie „ Right Here In My Arms“, „Venus Doom“ oder „Wicked Game“ um die Ohren. Wie so oft, war Mr. Valo mit der Soundabmischung anfangs nicht zufrieden und gab das, mit deutlichen Handbewegungen Richtung Mischpult, kund. Dennoch schienen HIM relativ gut gelaunt zu sein und konnten es sich nicht nehmen, mit diversen Gegenständen, die während der Songs auf die Bühne geschmissen wurden, rumzualbern. So zum Beispiel, zog sich Bassist Migé eine violette Mütze über den Kopf und bis unters Kinn, machte sich zum Hampelmann und spielte einen ganzen Song so. Sehr zur Unterhaltung von Ville Valo, der sich vor lachen kaum mehr erholte. Generell hatte ich das Gefühl, dass HIM, und vor allem Valo, versuchten, sich selbst zu unterhalten. Der Kontakt zum Publikum war da, jedoch geprägt von eigenartigen und teils zynischen Aussagen, seitens des Sängers. Der Höhepunkt des Konzerts bestand, zumindest für mich, mit dem Spielen des Songs „Sleepwalking Past Hope“. Das Zehnminutenstück des neusten Albums spielten die Finnen in ganzer Länge. Als die Band jedoch ihren größten Hit „Join Me“ anstimmte, wurde das Gekreische aus der Menge noch einmal ein ganzes Stück lauter. Der Reaktion von Ville Valo zu urteilen, war es ihm nicht ganz so recht. HIM verließen nach „The Funeral Of Hearts“ die Bühne und das Publikum forderte grölend eine Zugabe. Minutenlang kreischten, klatschten und jubelten die Fans, in der Gewissheit, dass die Mannen nochmals hervorkommen und „It Is All Tears“, als Abschluss des Abends, zum Besten geben. Es vergingen ungefähr drei ganze Minuten, bis das Licht anging und die Fans eines besseren belehrt wurden.

HIM haben eine solide Performance hingelegt und einen guten Mix ihrer Hits gespielt. Stimmlich war Ville Valo auch wieder top. Ich hätte mir lediglich einen etwas sympathischeren Abgang gewünscht. Denn seit unserem Interview mit ihm, wissen wir, dass er auch durchaus nett und zuvorkommend sein kann.

sataana

Linktipps:
Unser Interview mit Ville Valo
Höre ins aktuelle Album "Venus Doom" rein
Discographie von HIM
Offizielle Seite

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