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Forum - Polls - Überbewertete Bands, Sängerinnen und Sänger

Ihr kennt das alle: in einem Musikmagazin, im Radio und Fernsehen oder eurem Bekannten-/Freundeskreis reden alle nur von der atemberaubenden und umwerfenden Band/Sänger/Sängerin X...nachdem ihr euch selber ein Bild davon gemacht habt, müsst ihr jedoch eingestehen, so toll ist die gehypte Band/Sänger/Sängerin ja gar nicht...

eigene Erfahrungen?
Welche Bands hält ihr musikalisch für überbewertet?
Welche(r) SängerIn ist musikalisch gar nicht so toll wie alle behaupten?
Ich muss sagen, dass ich bei Wörtern wie "überbewertet" eigentlich permanent die Augen verdrehe - ein Unwort ist das, wenn's nach mir geht. Leute, die dieses Wort benutzen, wirken auf mich immer, als hätten sie die Objektivität gepachtet und glaubten, sie hätten die einzig wahre Sicht der Dinge, und das maße ja nicht einmal ich mir an.
Last edited:
überbewertet - Amy MacDonald

Sie ist ok, doch sooo toll finde ICH die nicht.
MIA AEGERTER!!!!
christina aguilera (a.k.a miss pieps)
fergie ( black eyed peas)
justin timberlake (als performer gut, gesang ne gurke)
rihanna
lady gaga
Sängerin: MIA AEGERTER
BAND: Böhse Onkelz
Sänger: Enrique Iglesias
Robbie Williams, Lenny Kravitz, Prince
Madonna
Tja, da kann ich einige aufzählen:

Britney Spears
Christina Aguilera
Madonna
Baschi
Norah Jones
Katie Melua
Mia Aegerter
Justin Timberlake
Rihanna
Lady GaGa
Alicia Keys
Jay-Z
Beyoncé
Mika
Dada Ante Portas
Green Day
Billy Talent
Coldplay
U2
Lovebugs
DJ Antoine
Sir Colin

Und es gibt sicher noch einige mehr, welche mir jedoch gerade nicht in den Sinn kommen!

Oftmals ist es halt so, dass Interpreten, welche noch nicht bekannt sind, auch noch nicht so sehr überbewertet werden. Wenn jedoch die Medien eine Interpreten/Band/(Sub)Genre übermassig hypen, ist es meistens vorbei!
Auf jeden Fall auch Radiohead und Muse.
Lovebugs
Adrian von den Lovebugs
Baschi
Adrian Stern
Beyoncé (die Gewinnt alles, auch ohne gute Songs )
Prince (ist Kult - warum nur?)
Blondie
Alicia Keys (nach dem Debutalbum war nix mehr)
Coldplay
Milow
Stress


gäbe sicher noch mehr. Ganz schlimm sind die, die vom Radio rauf und runter gespielt werden. Da wechsle ich immer den Sender.
Bei folgenden Bands oder Künstlern kann ich nicht nachvollziehen, weshalb die erfolgreich sind. Deshalb halte ich sie für überbewertet:

Kate Bush
Erasure
Anthony & The Johnsons
OneRepublic
Good Charlotte
Leona Lewis
Rihanna
DJ Ötzi
Lovebugs
Dada Ante Portas
Sowie die gesamte, hochnäsige Schweizer DJ-Gilde (Antoine, Sir Colin & Co.)
Hm, Leona Lewis hat zumindest eine beeindruckende Stimme ... darf eine talentierte Sängerin folglich nicht etwas hervorgehoben werden? Bei Rihanna verstehe ich dich aber.
Sehr toll, die gelangweilte Moralschwuchtel Kingpin macht wieder einmal auf Spassbremse und Lehrer. Musicfreak beschreibts sehr gut, was und wie es gemeint ist, aber ist manchmal schwierig zu verstehen, wenn man einen angeborenes Belehr-Gen hat...
Überbewertet:

Viele dieser Indie-Fürze wie Pete Doherty und sonstiges Gesocks.

Ansonsten gebe ich Liam Recht: Kingpin soll mal wieder richtig pimpern oder wahlweise eine lange Sitzung mit dem Sportteil abhalten - eins von beidem soll wirken, munkelt man.
besonders Lena Landshut

und ein paar die der user shimano aufgezählt hat außer Coldplay und Mika und DJ Ötzi find ich auch nicht überbewertet. Bester Discofoxschlagersänger den es gibt. würde eher michael wendler als überbewertet bezeichnen aber vielleicht liegt das am produzenten.
Madonna
Hier eine aktuelle, gewagte Liste des Musikexpress':

1. Rolling Stones
2. Led Zeppelin
3. The Strokes
4. Madonna
5. Oasis
6. U2
7. Rage Against The Machine
8. The Doors
9. Bob Dylan
10. Tupac
11. Metallica
12. Nirvana
13. Michael Jackson
14. Pearl Jam
15. Coldplay
16. Kettcar
17. Placebo
18. My Chemical Romance
19. AC/DC
20. Muse
21. Jack Johnson
22. Green Day
23. Mando Diao
24. Kiss
25. The Killers
26. The Verve
27. Foo Fighters
28. The Black Eyed Peas
29. Red Hot Chili Peppers
30. Neil Young
31. The Prodigy
32. Weezer
33. Nine Inch Nails
34. Ryan Adams
35. R.E.M.
36. Air
37. Kaiser Chiefs
38. The Smashing Pumpkins
39. CSS
40. Mogwai
41. New Order
42. John Lennon
43. Manic Street Preachers
44. The Mars Volta
45. Pet Shop Boys
46. Johnny Cash
47. Wolfmother
48. The Streets
49. Pink Floyd
50. Lady Gaga
Last edited:
"Überbewertet" bezieht sich ja wohl nicht nur und sogar nicht primär auf zuviel Erfolg beim Publikum, sondern auf einen ungerechtfertigt hohen Rang bei Kritikern und elitären Reviewern.

Anders gesagt: Es geht hier wohl um die Frage, "wen muss man nicht mögen, den man mögen muss?".

Ein aktuelles Beispiel: Plan B
Sängerin
Eindeutig Amy Winehouse. Als sie vor einigen Jahren rauskam, haben alle so getan, als hätte sie das Rad neu erfunden ... dabei gibt es eine Menge Sängerinnen, die wesentlich mehr drauf haben als sie!
Sänger
Xavier Naidoo ... dass bei ihm ständig der erhobene Zeigefinger aufblitzt, stört mich einfach.
Band
Nirvana ... ich mag die Band zwar heute noch, aber hätte Kurt Cobain länger gelebt und die Band somit weiterbestanden, wäre der Hype ziemlich schnell abgeklungen!

... weil ich es ein paar Beiträge weiter oben gelesen habe: Was bitte ist eine Moralschwuchtel??? Das muss mir mal einer definieren ...
Bob Dylan!!!
amy mcdonald !!!
Das paradoxe an dieser Musikexpress-Liste ist vor allem, dass diese dort genannten Künstler in diesem Heft fast ausnahmslos dauerhafte Gäste für Artikel, Interviews und sonstige Speicals sind.
Schlimmer als "überbewertete Bands" finde ich in vielen Fällen ihre Anhängerschaft... Unglaublich teilweise.
Der zweite Kommentar (Niotku) stimmt total.

Lustig finde ich auch die "Liste" von shimano, der einfach alle aktuell erfolgreichen Acts aufzählt.

Überbewertete Band? Vielleicht Billy Talent.
U2. Die sind überbewertet hoch 100.
Laut der Liste von Musicfreak dürfte so ziemlich jede erfolgreiche Band / jede/r erfolgreiche Sänger/in überwertet sein. Soll das heißen, dass niemand die Musik macht, die es verdient hätte, erfolgreich zu sein? Wobei das wiederum zu der These führt, dass eher die unbekannten / unerfolgreichen Bands / Sänger/innen tatsächlich gute Musik machen.

Dennoch will ich mal eine Liste anfertigen:
U2
Oasis
REM
The Rolling Stones
Madonna
Prince
Rihanna
David Guetta
The Black Eyed Peas
Ich benutze auch das Unwort "überbewertet" in dem folgenden Text.

Bands die seit 20 oder mehr Jahren im Geschäft sind und Massen begeistern, kann man nur mit erheblicher Arroganz für überbewertet halten, ebenso Bands die in der Musikgeschichte wichtig und gar entscheidend waren. Metallica, AC/DC, Nirvana oder gar die von mir nicht sonderlich geschätzten Lovebugs HEUTE als überbewertet zu betrachten, ist fragwürdig. Klar, zwischen der Musikerleistung und dem Songwriting von zB Metallica oder den Lovebugs im technischen Können im Direktvergleich sind WELTEN!

Als "überschätzt" kann man eigentlich nur Trendbands/aktuelles Zeugs ansehen, da es für den Moment gehypt und geliebt wird - man weiss nicht, ob die Musik was bewirken wird langfristig. Ist man erstmal in den Charts, hat man viele Anhänger und das kann zur Überbewertung führen - wer erinnert sich zB noch an Rick Astley aus den 80ern? 3 Top 10 Hits anno 87/88 und das wars. Damals fanden ihn aber alle super (ich natürlich nicht), er wurde damals für den Moment als superwichtig angesehen und wurde demnach damals vollkommen überbewertet und überschätzt... Für die Ewigkeit hat er nix geschaffen und heute kräht kein Hahn mehr nach ihm. Er ist einfach nur ein Beispiel. Ich denke deswegen, dass man nur akut Bands überschätzen kann.

Vor 6 oder 7 Jahren habe ich Coldplay auch als "überschätzt" betitelt. Ich finde sie heute immer noch nicht lässig, doch dieses Urteil muss ich revidieren, da sie sich gut gehalten haben und einen Trend, auch wenn ich ihn nicht mag, auszulösen vermochten.
Die Liste des "Musikexpress" ist einfach nur lächerlich
Peter Cetera und Toto!
Coldplay, U2, Lady Gaga
@AllSainter
Jay Z, U2, Lovebugs und viele mehr sind nicht mehr so aktuell. Trotzdem finde ich sie überbewertet.
Für mich zählen auch die Beatles und die Rolling Stones zu den überbewerteten Bands. Die Beatles haben zwar super Lieder geschrieben, aber lasst sie bloss nicht selber singen! Da gibt es Cover-Versionen, welche um Welten besser sind. Und einen Mick Jagger, welcher noch immer den Eindruck hat, er sei 20 Jahre jung, kann ich einfach nicht mehr ernst nehmen.
In diesem Sinne...
Shimano, du hast wohl das Vermächtnis der beiden bands nicht ansatzweise verstanden.

Grad die Beatles, die Sound, Ideen, Effekte revolutioniert haben, können NICHT überbewertet sein. Wer das behauptet, hat sich entweder nicht mir ihrem Schaffen beschäftigt oder erkennt nicht, was es vor den beatles gab, was die Beatles für Tore geöffnet haben und worauf 90% aller Musik danach aufgebaut wurde.

Welches Beatles-Cover ist besser als das Original?
Einzig Joe Cockers "With a little help for my friends" Version ist cooler (aber nicht besser) als die Ringo-Fassung. Aber ansonsten; McCartney und Lennon hatten einmalige Stimmen; beide mit 100% Gefühl! Nimm mal "A day in the life" von Lennon oder "For no one" von McCartney - fantastisch! Oder Harrisons "Something"... Krass.

Was gab es vor den Beatles und was danach - die Frage muss man sich stellen!
OK, das mit den revolutionären Ideen stimmt schon. Auch finde ich die Produktionen eher mässig. Wenn man es zum Beispiel mit Miles Davis' "Kind Of Blue" (Release 1959) vergleicht, sind das für mich Welten. Ausserdem finde ich die Trennung (Musik links und Gesang rechts oder umgekehrt) sehr anstrengend. Recht gut finde ich viele Songs der Coverband Rain.
Vor den Beatles gab es Elvis, Cuck Berry, Jerry Lee Lewis und viele mehr. Kurz danach gab es Sachen wie Pink Floyd, King Crimson, Camel. Wenn man denkt, dass die Beatles 1968 das weisse Album veröffentlichten und wie viel weiter King Crimson nur ein Jahr später mit "In The Court Of The Crimson King" war, sind das zwei verschieden Welten!
U2!!
Shimano;

"Rubber soul" und "Revolver" waren 1965 & 1966 - DA ging es richtig los. "Sgt Pepper" war 1967, da ging es sogar noch weiter. Selbst die Beach Boys, deren revolutionäres Album "Pet sounds" die Beatles für "Pepper" inspirierte, nahmen das was die Beatles mit "Rubber soul"/"Revolver" vorgegeben haben und drehten weiter an den Knöpfen.

Grad das von dir zitierte "White Album" war ideen- und produktionstechnisch wieder ein Schritt zurück; die Band arbeitete 1968 wieder als BAND. Im Studio wurde gejamt und gemeinsam aufgenommen, die Stücke wurden wieder so konzipiert, dass sie eine band spielen konnte - während zB bei den "Peppers"-Sessions 1966 nicht wirklich eine "Band" als solche am Start war; es wurde einzeln aufgenommen etc.! Vieles wurde verlangsamt gesampelt etc!
Das "White Album" ist zwar sehr populär, doch was Ideen angeht nicht mehr wegweisend. King Crimson - ich liebe sie - haben was ganz anderes gemacht als die Beatles, doch man kann hören wo sie gezogen haben.
Auch Pink Floyd - hör dir mal alte Aufnahmen an mit Syd Barrett; "Arnold Lane", "See Emily play" etc; STARK an dem angelehnt was die Beatels davor taten. Deswegen; die Beatles haben die Popmusik im Sinn von populärer Musik, nicht von dem was man heute als Pop wahrnimmt, (auch nicht den "3 Akkorde"-R'n'R den es davor gab - Elvis, Berry & Co.) revolutioniert und Wege dafür geschaffen, was ende der 60er/frühe 70er zum Artrock/Krautrock führte. Ohne Beatles (nimm "Tomorrow never knows", 1966) wäre das NIE möglich gewesen.

Das nur ein paar Jahre später die AUFNAHMEN besser klangen liegt nicht an am "Nichtkönnen" der Beatles, sondern daran was es für Möglichkeiten gab, die es anno '65 eben noch nicht gab (hör dir mal sonstige Aufnahmen an um 1965 und vergleiche sie mit dem "Rubber soul" Album). So wurde zB ende der 60er der MOOG Synthisizer an den Start gebracht, der weitere Türen öffnete (George Harrison versuchte sich bereits 1968 auf seinem Soloalbum "Electronic Sound" daran, 1969 war er auf dem Beatles Album "Abbey Road" zu hören) und den Sound futuristischer machte. Die Beatles versuchten vieles, brachten vieles ein, vieles halt noch in Kinderschuhen - doch ohne sie würde heute alles anders aussehen.

1966 auf "Strawberry fields forever" nutzten die Beatles das Mellotron, das später von King Crimson in klasse Songs wie "The wake of Poseidon" oder "Starless" wieder aufgegriffen/übernommen wurde. Vor den Beatles?? Nix. Überleg mal, dass die Beatles in den Köpfen von Musikern die Tür geöffnet haben, mit Instrumenten und Musik überhaupt zu experimentieren und nicht nur so anzuwenden, wie es eben vor den Deatles war!! DAS ist wahre Revolution.

1965 wurde auf "Norwegian wood" eine Sitar eingebaut, wenn auch nur zaghaft - danach 100x kopiert. Auf "Tomorrow never knows" arbeitete die Band mit Loops, die es damals noch gar nicht als solche gab. Heute ist das alles ganz leicht mit einem Synthie zu reproduzieren - damals brauchte es dafür 20 Leute UND vorallem die zündende Idee.
Auf "I feel fine" 1964 gab es die erste Rückkopplung, auf "Rain" 1966 die ersten rückwärts eingespielten Gesänge, auf "I'm only sleeping" rückwärts eingespielte Gitarren, ab 1965/66 wurden die Texte sureal verschachtelt, metaphorisch - gab es das davor? Nein. Höchstens ein bisschen bei Dylan.

Diese Aufnahmen, die über das Können einer Band als solche hinaus gingen veranlassten die Beatles uA dazu nicht mehr zu touren - oder denkst du 1967 wäre es für 4 Leute möglich gewesen "Sgt. pepper" live aufzuführen?
Und das führte zu einer weiteren Revolution; die Beatles drehten zu "Paperback writer" und "Rain" die ersten Videoclips, die sie Sendungen in den Staaten etc zukommen liessen, damit sie - wie damals eigentlich üblich - nicht vor Ort auftreten mussten.

Mümmelgreis hat leider rein gar nichts verstanden.
Last edited:
"Überbewertet"..schwieriges Wort. Man muss sich fragen: Wer bewertet denn eigentlich? Es sind die Hörer bzw. deren Anzahl ausgedrückt in Verkaufszahlen und/oder Anzahl von Konzertbesuchern, sowie die Ratings von (professionellen) Musikkritikern.

Über-bewertet (ein subjektives Kriterium) wird ein Künstler für mich dann, wenn ihm von Seiten obiger Bewertungsinstanzen zu viel (positive) Aufmerksamkeit zuteil wird.

Überbewertet sind beispielsweise die Beatles (sic!) und Bob Dylan (SIC!). Wer mich/meinen Musikgeschmack kennt, wird erstaunt sein ob dieser Aussage, denn ich liebe sowohl die Beatles wie auch Dylan über alles.
Dennoch: vergleicht man die textlichen und musikalischen Detailanalysen, die Fans und Kritiker mit den Songs besagter Künstler durchführen, die Behandlung ihrer Songs als eine Art religiös-heilige Reliquien mit tausenden verborgenen Botschaften.... vergleicht man das mit der geringen Aufmerksamkeit, die einige ebenso geniale Künstler (mit geringeren Verkaufszahlen) bekommen, dann ist das schon in gewissem Masse ungerechtfertigt und eben: überbewertet.

überbewertet und übervertreten finde ich gewisse CH-Bands auf DRS3... heimisches Musikschaffen in Ehren, aber manchmal ists etwas zu viel der Promo und Euphorie.

Besonders nerven mich:
- Pegasus
- Adrian Stern
- Caroline Chevin
- Redwood
- Moritz

Aber ist halt Geschmacksache... habe dank dieser Präsenz auch andere Sachen entdeckt, welche mir sehr gefallen und andere wiederum als überbewertet betiteln.
Last edited:
Amen, Mümmelgreis!
Mümmelgreis unser neuer Moralhohepriester und Gewissensbeisser
@Mümmelgreis
Liegt es vielleicht nicht daran, dass manche überbewertet werden, sondern andere unterbewertet? Das halte ich eigentlich für eine wesentlich interessantere Fragestellung. Vor denen, die man aus welchen Gründen auch immer für überbewertet hält, kann man sich eh kaum wehren. Aber bei denen, die deutlich weniger Aufmerksamkeit erregen, ist so manche Perle zu finden.
@ longlou:
Stimmt, kann man auch aus dieser Perspektive betrachten. Gegen die "Übebewerteten" kann man sich in der Tat kaum wehren. Wobei ich es auch den einschlägigen Musikmagazinen u.ä. anlaste, dass sich an der geringen Aufmerksamkeit für "kleine" Bands nichts ändert. Wenn sich z.B. das 'Rocks' gefühlte zehnmal jährlich hauptsächlich entweder mit Deep Purple, Led Zeppelin oder Black Sabbath beschäftigt, besteht die Gefahr, dass viel unentdeckte Perlen dieses Genres den Interessierten auch weiterhin verborgen bleiben usw.
Mümmelgreis; erzähl doch mal von all den bands die unterschätzt sind. Die auch nur die Hälfte von dem geleistet haben was die Beatles taten, was dir ja als überschätzt vorkommt... Und zwar nicht 10 Jahre später, sondern eben in dieser Zeit.
Ich stelle nicht die Leistungen der Beatles in Frage, pillermaik. Die sind unbestritten! Aber es geht um die Relationen. Kleines Beispiel:
1968 hat die Band Silver Apples mit elektronischen Geräten Musik gemacht, deren Namen die Herren Lennon/McCartney vermutlich nicht einmal buchstabieren konnten. Im Bereich der elektronischen/experimentellen Popmusik eine unvergleichliche Pionierleistung (vergleichbar mit dem was die Beatles für die Rockmusik leisteten)! Während aber heute über die Beatles und jedes noch so winzige Detail ihres Schaffens Bücher über Bücher geschrieben werden, schreibt über die Silver Apples nicht EINER etwas. Wer kennt die überhaupt noch?!
Das meinte ich in etwa; gibt tausend andere Beispiele.
Last edited:
beatles überbewertet, fraenarzt unterbewertet, klarer fall ehy!
Selbstverständlich ist mir diese band ein Begriff - doch auch hier - 1968 experimentierte Gerorge Harrison ebenfalls mit elektronischer Musik, hör mal sein "Electronic sound" Album oder sein abgedrehtes "Wonderwall music" Album. Es gibt eben nicht nur Lennon/Mc Cartney...

Was du hier nicht zu kapieren scheinst, was ich jedoch schon erwähnt habe; die Beatles haben mit ihren Ideen in den Köpfen der Musiker ausgelöst, dass man eben mit Musik richtig übel experimentieren kann, dass alles möglich ist, sei es auch unlogischer als unlogisch. Das gab es davor nicht - die Beatles brachten das auf "Rubber soul" und "Revolver" zaghaft an's Tageslicht. Nimm "Tomorrow never knows" - damals gab es keine Synthies oder ähnliches - dennoch ist das Stück genau das, was später mit Synthies in abgespacter Form reproduziert wurde. Die Idee das zu tun haben die Beatles vorgelebt. Dass nur wenige Monate/Jahre später vieles in der Form am Start war und gar keine Grenzen mehr kannte wundert keinen, das ist normal - ist die Tür erstmal offen kann man eintreten, ist der Tresor geknackt, wird er leergeräumt. Aber ausgelöst haben das die Beatles in der populären Musik (damals gab es nicht wie heute ganz wichtig x-1000 Subgenres). Auch sie bedienten sich bei Künstlern wie Ravi Shankar - doch wer kombinierte damals schon Musikstile? Diesen Crossover gab es schlicht und einfach nicht vor den Beatles. Selbst die "Schnurrägiigä" in "Love me do" war eine kleine Revolution.

Es ist immer einfach etwas zu nehmen und es zu perfektionieren oder zu intensivieren. Dazu braucht es weniger als etwas zu erfinden, sich von einem sicheren Pfad abzuwenden. Bei den Beatles lief vieles zusammen, nicht nur die Musik, es war der Lebensstil (in erster Linie von George Harrison, ein absolutes Genie).

Dass es 1000000 Hammerbands gibt die dringendst Erwähnung finden müssten, von denen ich der Meinung bin, dass sie gekannt werden müssten - das steht gar nicht zur Debatte. Doch da ist es so wie es "longlou" treffend sagt: Diese bands sind unterschätzt. Dass das im Gegenzug bedeutet, dass die Beatles überschätzt sind, ist einfach nicht richtig, denn jedes Wort, jede Lobhudelei die über diese band geschrieben wurde ist berechtigt.
"Electronic Sound" ist mir bekannt, halte ich aber ehrlich gesagt für wenig revolutionär. Moogs haben andere schon einige Zeit vor ihm verwendet (und populär gemacht). Immerhin stimme ich mit dir überein, dass Harrison der talentierteste Beatles-Kopf war

Dass die Beatles so Einiges in den Köpfen anderer Musiker, ja ganzer Musikergenerationen, ausgelöst haben, sehe ich absolut ein; da ist nicht daran zu rütteln. Dass ich sie für überbewertet halte, setzt bei anderen Punkten an: Einerseits ist es diese Tendenz, in ALLES, was die Beatles gemacht haben, eine kleine musikalische Revolution hineinzuinterpretieren.
Beispielsweise: Die Mischung von Musikstilen gab es damals noch nicht, sagst du. Kennst du The Yardbirds? Etwa zur "Rubber Soul"/"Revolver"-Zeit haben sie Ähnliches (und vielfach Besseres) gemacht. Doch zu oft wird jegliche Innovation dieser Zeit einzig und allein den Beatles zugeschrieben. Das stört mich.

Andererseits wird mMn auch etwas Anderes, das du ansprichst, überbewertet (oder sagen wir "überthematisiert"): ihr Lebensstil. Dutzende von Büchern zeichnen bis zum heutigen Tag quasi jede SEKUNDE ihrer Karriere auf, interpretieren, analysieren, stellen Theorien ('Paul is dead' und so Mist) auf - unberechtigt und, ja, bescheuert. Es ist auch das, was in meine Begründung für die Überbewertung einfliesst; dass die Band bis aufs letzte private Detail komplett ausgeschlachtet wird.
Last edited:
Wer kennt die Yardbirds nicht? Das ist ja nunmal wirklich keine unbekannte Band. Beck, Page... Hier halt mit Übergitarristen.

Sehe da aber keine deutlichen Crossover Elemente wie sie bei den Beatles der Fall waren...

"Einerseits ist es diese Tendenz, in ALLES, was die Beatles gemacht haben, eine kleine musikalische Revolution hineinzuinterpretieren."

Mach ich zB nicht. Ich sage nur, dass die band bis 1967 vieles eingebracht hatte, was danach als selbstverständlich genommen und weiterentwickelt wurde. Die Beatles selber gingen nach "Sgt Pepper" einen Schritt zurück und machten als Band eher "gewöhnliche" Musik. So ist das oft gelobte "White Album" ein klasse Album, doch nicht sehr innovativ verglichen damit was 1968 alles sonst so Verrücktes am Start war.

Der Lebensstil wurde hier nicht thematisiert, ich habe das ganz am Rande erwähnt um aufzuzeigen, wie diese Verschmelzungen zustande kamen.
Es wird auch jede Sekunde von Leuten wie Aleister Crowley aufgezeichnet oder von Jesus oder von Mick Jagger oder von Albert Hoffmann oder von weiss zum Geier wem. Das ist normal, wenn Menschen was zu sagen haben.
Das interessante an den Beatles war, dass sie eine Band mit 4 unterschiedlichen Charakteren war, die alle auf ihre Art hochinteressant waren. "Stars" die Valium verkaufen, werden nicht interviewt und deswegen später nicht zitiert. Die Beatles, besonders Lennon, wusste sich richtig zu verkaufen und in Szene zu setzen. Er war die Stimme. Charisma, Ausdruck, Format, Stil... Das fehlt anderen Musikern und bands gänzlich, auch wenn sie brillante Musik gemacht haben.

Aber ich belass es dabei. Du kannst die Band meinetwegen gerne als überschätzt einstufen, irgendwie kratzt das eh keinen...
Die aber, und das hast du als ein Kriterium genannt, erst gute zehn Jahre später als Übergitarristen bekannt wurden und "eben in dieser Zeit" noch unbeschriebene Blätter waren...
Sie haben z.B. die Sitar vor Harrison verwendet. Man munkelt gar, der George habe sich bei ihrer Idee bedient. Aber das sind Gerüchte, die niemals bestätigt wurden und werden, deshalb behaupte ich jetzt hier nichts weiteres..

Stimme ich dir zu. Nach '67 kam nicht mehr viel Bahnbrechendes.

Ach, wurde er nicht? Soso. In _meiner_ Definition von "überbewertet" aber schon. Als Kriterien nannte ich das, was die bewertenden Instanzen aus den Künstlern machen und da spielt eben gerade die Ausschlachtung aller aussermusikalischen Dinge eine Rollen. Gerade so etwas führt mMn zu einer Überbewertung. "Wer lesen kann ist klar im.." - du weisst schon.
Jesus und Jagger halte ich konsequenterweise auch für überbewertet.

Hm, das ist eine mögliche Perspektive. Meiner Meinung nach waren es aber Label und Medien, die ihre interessanten Charaktere frühzeitig erkannt haben und sie durch unglaublich geschickte Inszenierung - bekannt geworden '63 als "Beatlemania" - zu Stars gehypt haben. Von da an konnten sie tun und lassen, was sie wollten. Es war - Zufall. Genauso gut hätte man die damals noch erfolgreicheren Gerry & The Pacemakers bis zum Umkippen hypen können. Tja.

Ich geh mal nur auf den letzten Absatz ein.

Eben nicht. Warum wird etwas zum Hype? Heute wegen Skandalen oder ähnlichem Scheiss - damals war es eine andere Zeit.
Wären die Beatles so Langweiler wie Gerry & The Pacemakers gewesen (welche die Titel einspielten, die die Beatles zugunsten von damals unpopulärerweise Eigenmaterial ablehnten) hätte es den Hype nie gegeben. Sie waren eben nicht so wie andere bands, sie hatten diesen Reiz, diese Mischung, dieses gewisse Etwas... Sie waren frisch und frech - nicht wie damals alles andere angepasst. Sie rissen die Schnauze auf - vielleicht etwas naiv, dafür direkt und rotzig. Sie brachten Menschen zum lachen und Teenager zum träumen - es schien möglich, dass junge Menschen ein Leben leben können, dass sie sich davor nicht hätten vorstellen können...

Richtig in Worte fassen kann man das nicht, es ist eben einfach etwas von dem man sich angezogen fühlt. Jagger & Co. hatten das zB nicht. Page, Clapton, Beck oder Hendrix hatten das auch nicht, selbst Syd Barrett oder Roger Waters hatten das nicht - um mal mit einigen grossen Namen zu jounglieren. Die hatten die Musik, die wiederum... das lass ich dann jetzt lieber, um mich nicht im Kreis zu drehen.. ;-)!
"es schien möglich, dass junge Menschen ein Leben leben können, dass sie sich davor nicht hätten vorstellen können..."

Ja, ja, ja, völlig richtig! Aber erst nach der grossen Vermarktung, dem Wandel von der biederen Merseybeat-Band (von denen gabs hunderte gleicher Art) zu den grossen Stars. Vielleicht waren sie wirklich diese grossschnauzigen, frechen Typen, vielleicht wurden sie auch nur zu solchen gemacht. Es ist mir eigentlich egal, und um mir nicht selbst zu widersprechen, belasse ich es dabei. ;-)
Last edited:
Ja, Gott hat die Welt in 7 Tagen erschaffen ... und die Beatles die Beatmusik.
Das sind so die Glaubensbekenntnisse eines eingefleischten Fan(atiker)s.
Aber was ist mit solchen Niemanden wie George Martin, Michael Peter Hayes alias *Micky Most* oder Bryan *Chas* Chandler?
Oder so Pfeifen wie Brian Wilson, der nicht einmal solche Hilfe beanspruchte.
Klar, alle überschätzt.

Schlage vor, dieses ausufernde 'Fan-Seminar' unserer wandelnden Hardcore-Id(e)ologen hier in einem gesonderten Thread abzuhalten.

Last edited:
Robbie Williams!!!! Völlig überbewertet.
Man ärgert sich ja immer, wenn Künstler, die man mag, etwas auf den Deckel kriegen und man freut sich gewaltig, wenn Leute, die man partout nicht abkann, ordentlich durch den Dreck gezogen werden.

Den Musikexpress, der hier schon erwähnt wurde, habe ich aufgehört zu lesen, als er nur noch Features über Musiker brachte, die a) keiner kannte; b)angeblich in Kürze die Musikwelt auf den Kopf stellen sollten und c) nachwievor keiner kennt. Vor Jahren, ja beinahe Jahrzehnten war mal eine Band bei denen zigmal Platte des Monats. Die Band hieß M. Walking On Water o.s.ä.. Der große Durchbruch blieb denen aber versagt (Ja, nicht mal zum kleinen reichte es). Vielleicht ging es ihnen auch nicht darum, aber ein paar Platten verkauft bestimmt jeder gern.

Ich habe aber zum Thema noch ein konkreteres Beispiel: John Lennon! Ich mag die Beatles, vor allem Paul McCartney, nur den angeblich so genialen und innovativen John - der wurde/wird mir zu arg überschätzt.
Last edited:
@v
Da gebe ich dir Recht, Robbie Williams ist echt total überbewertet. Die Stimme ist mittelmäßig, bei der Bühnenshow ist fast alles abgeguckt (z.B. bei Freddie Mercury) und dann ist er auch noch arrogant hoch 10.
Ich finde Lady Gaga ziemlich überbewertet.
U2 sind ziemlich überbewertet. Sie sind ja nicht schlecht, aber meiner Meinung nach nicht so toll wie immer alle tun.
Wer ist schon überbewertet ..?

Kritiker - die nicht immer Ahnung haben -> machen Künstler, unter anderem. Tut in der Seele weh, ist aber oftmals so.

Eine Gilde, die man eigentlich einen Kopf kürzen machen wollte.

Nur Demokratie ist auch nicht alles, wenn man den Massengeschmack des gemeinen Volkes mal ernsthaft betrachtet ..
AC/DC
Michael Jackson
Joy Division
The Stone Roses

– alle nicht schlecht, je nach Geschmack sogar gut, aber gut waren noch viele andere auch.
Adele ist meiner Meinung nach völlig überbewertet.
Adele ist eine der wenigen Sängerinnen in der Hitparade, welche wirklich gut singen können.

Ueberbewertet sind die Interpretinnen, welche auf der Sexschiene reiten.
Adele ist nicht überbewertet, die kann schon singen.

Pitbull, Rihanna, und bei den Bands sind Maroon 5 und AC/DC überbewertet.
Adele ist insofern überbewertet, dass sie so extrem viel Erfolg hat, dass man sich fragt, wieso jetzt genau die? Gut singen können noch viele.
Ich habe ja nicht behauptet, dass Adele nicht singen kann, ich finde nur, dass der Hype um sie etwas übertrieben ist. Ist halt meine Meinung.
Ich werde dafür wahrscheinlich hier gesteinigt, aber ich finde John Lennon überbewertet. Ich will damit nicht sagen, dass ich ihn schlecht finde, aber ich finde es ziemlich übertrieben, dass immer alle tun, als wäre er ein Heiliger.
lady gaga
u2
beatles
lovebugs
coldplay

Last edited:
Lady Gaga
u2
amy winehouse
@Pacadi:
Hi Soulmate, Amy Winehouse hatte ich auch schon als schlechteste Sängerin in einem anderen Thread.

Weiterhin: Juli, Silbermond, Nena, Anastasia, Rihanna, Christina Aguillera, Britney Spears, Heulsuse Marc Anthony, Vanessa Amorosi, Pur und aktuell auch Adele.
Ein aktuelles Beispiel ist dieser eingebildete Bubi Jake Bugg. Klingt wie eine schlechte Bob-Dylan-Kopie, ist arrogant hoch 10, wird aber gehypt wie Sau.
Völlig überbewertet
Dieser Mist von Sonnentanz Klangkarussell
man nehme eine völlig langweilige Melody
einen simplen Beat denn jeder Trottel auf seiner
Bontempi Orgel zu Haue selber produzieren könnte in 10 Minuten.
Dreht dazu einen Videoclip von einem Haufen Leuten die zugedröhnt im Sand rumliegen
und fertig ist die Volksverblödung.
Und alle sagen Bow is das Geil
(Finger weg von den Drogen).
Ein etwas unsinniger Thread... :>

Bewertet werden heisst in dem Fall ja die Durchscnittsmeinung der Masse, und die ist abhängig davon, wie sehr die Industrie diese Künslter hyped, und davon wie "gut" die Songs sind...

Und dass die Songs gut sind, kann man nicht verneinen, sonst hätten sie trotz jedem Hype ja keinen Erfolg. Der Rest ist Geschmackssache.

Zu beklagen in dem Sinne gibts höchstens 2 Tatsachen:

- Einige Bands und Sänger sind nicht bekannt genug für die geniale Musik die sie schaffen. Dies vor allem auch weil man untergeht wenn man nicht von Promo profitieren kann der grossen Labels...
Trotzdem ist das Gejammere von wegen "Scheiss Mainstream ist erfolgreich und gute Sachen nicht" ziemlich dämlich... Man kann nicht erwarten riesen Erfolg zu haben, wenn man Musik macht, die nicht Massentauglich ist.

- Die ganzen genialen Menschen die hinter den super Songs stecken, kennt fast nieman oder will niemand kennen. Nur das Gesicht und die Stimme wird in die Öffentlichkeit getragen.
Wenn man also Madonna als ganzes Team sieht, welches um sie herum arbeitet, ist gar nichts überbewertet.
Was die Leute gerne hören, ist auch irgendwo gut in ihrer Auffassung.




WENN, dann müsste man einfach sagen, dass die Masse keinen Geschmack hat Nur wäre die Aussage umgekehrt richtiger, da man sehr in der Unterzahl ist
Richtig und Falsch in Geschmack entscheidet sich
WENN, dann nur über die Masse...
Gut analysiert. Genauso ist es. "Mainstream" ist viel zu sehr zum Feindbild geworden, dabei heisst, das ja nur "Musik, die beliebt ist". Was mehr Leute gut finden, ist dementsprechend auch "gut". Oder wie will man denn "gute Musik" definieren. Vielleicht als "Nicht-Mainstream" bzw. "Musik, die unbeliebt ist"?
Überbewertet?
Ohne jetzt noch länger über die Bedeutung dieses Wortes zu philosophieren, ich persönlich halte Adele für überbewertet. Klar, sie hat eine tolle Stimme (obwohl ich sie persönlich nicht so angenehm finde) und sie hatte drei, vier erfolgreiche Songs in ziemlich kurzer Zeit. Und ihre Songs sind auch, davon abgesehen, dass sie mich persönlich nicht unbedingt ansprechen, wirklich gut gemacht.

Aber mich stört, wie sie von vielen so derart in den Himmel gehoben wird. Und wie alles an ihr so derart positiv interpretiert wird. Zum Beispiel ihre Figur à la "Ah, wie toll, endlich mal jemand, der nicht so mager ist und nicht diesem Schönheitswahn verfallen ist". Klar, ihr Aussehen macht sie als Sängerin nicht schlechter, ABER es macht sie auch nicht besser. Oder, dass sie generell als "Sensation" angesehen wird, als hätte es noch nie gute Sängerinnen in den Charts gegeben. Nicht, dass ich ihr ihren Erfolg streitig machen will. Es gibt wirklich viele schlechte Songs in den Charts, da fällt Adele schon positiv auf, aber das Musikrad neu erfunden hat sie meiner Meinung nach auch nicht.


Für etwas unterbewertet halte ich ABBA. Das klingt vielleicht komisch, da sie ja damals wie heute überaus beliebt sind. Aber ich glaube, ihre Musik wird oft nur als fröhlich und nett angesehen. Dass die meisten Songs in Wirklichkeit einen traurigen Inhalt haben, wissen viele nicht. Ebenso kennen viele die meiner Meinung nach besten Stücke von ABBA nicht, welche nicht als Single veröffentlicht wurden.

Und auch Lady Gaga halte ich für unterbewertet, oder besser gesagt, zu schlecht bewertet. Ihre Musik wird von vielen als billig, zu kommerziell, zu sehr Massenware abgestempelt - dies wurde übrigens auch an ABBA kritisiert, auch wenn ich keinesfalls ABBA und Lady Gaga musikalisch auf eine Stufe stellen will. Klar, es gibt bessere Musik, und auch von Lady Gaga halte ich nicht alle Songs für vollends gelungen, aber im Großen und Ganzen finde ich ihre Musik schon sehr geschickt durchdacht und lange NICHT so billig wie vieles andere. Wahrscheinlich liegt es auch daran, dass sie eben so erfolgreich ist - und somit in den Bereich Mainstream fällt.

Ist natürlich alles rein subjektiv gesehen.
Last edited:
Caroline Chevin!! Ich kanns das Traritrara um ihre Person und ihren langweiligen und hundskommunen Song "Hey World" nicht mehr hören...
Für meinen Geschmack seit einiger Zeit total overhyped und überbewertet: Mumford and Sons!


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