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Forum - Swiss Music - Mit wieviel verkauften CD's in die Top 100?

Liebe Hitparade User.
Eine Frage die mich sehr interessiert:
Wieviele CD's (Downloads etc.) muss man heute 2018 eigentlich verkaufen, damit man in die offiziellen Schweizer Top 100 Verkaufshitparaden "schiesst". Heute mit den diversen Quellen ist das ja ziemlich komplex. Ich las mal, wenn ich z.B. auf You Tube ansehe/höre, dann zählt das auch, jedoch zu 1/100erdstel zu einer verkauften CD oder Vinyl. Ein Download dann 1/10tel. Stimmt das?
Ich bin überzeugt, ihr könnt mir da mit aktuellen Infos weiterhelfen und meinen Wissensdurst stillen.

Danke Euch im Voraus herzlich. Roefe.
Hi,

ich weiß sogar genau mit wie viel man platziert ist jede Woche aber ich bin dazu verpflichtet nicht näher darauf einzugehen.


Also was die Singlecharts angeht dominiert Streaming schon seit einer Weile, Downloads sind kaum noch was wert - Maxi-CD's bei Singles quasi nicht mehr existent.

" Ich las mal, wenn ich z.B. auf You Tube ansehe/höre, dann zählt das auch" YouTube zählt nicht für die die Charts. Es zählen beim Streaming nur Audostreaminghändler (Spotify, Deezer etc.) - keine Videoplattformen wie YouTube. Von diesen Audiostreaminghändlern zählen noch dazu auch nur die Premiumstreams. Das heißt wenn man einen kostenlosen Account hat dann zählt ein angehörtes Lied auf Spotify nicht.

Bei den Albumcharts wird noch das meiste mit CD's umgesetzt, danach kommen Downloads (was aber immer weiter sinkt) und auch Albenstreams zählen da mittlweile.

Ein Download ist eine verkaufte Einheit, eine CD ist auch eine verkaufte Einheit - bei Streaming muss man das Lied 100 Mal gehört haben damit es als 1 verkaufte Einheit zählt. Beim Albumstreaming ist es noch etwas komplizierter.

Seit Juli 2014 werden auch Nutzungsdaten der wichtigsten Streaming-Anbieter (bspw. Deezer, Spotify, Juke oder Apple Music) erhoben und der Single-Hitparade, seit anfangs 2018 auch der Album-Hitparade beigemischt. Weil die Nutzungsdaten von Streams und Downloads nicht direkt vergleichbar sind, stellt GfK Entertainment für die Beimischung auf das durchschnittliche Wertequivalent von einem Stream zu einem Download ab. Dieser Durchschnittswert beträgt gegenwärtig 127:1, auf 127 Streams (nur premium Streams, Stand 01.01.2018) kommt also wertmässig ein Download. Der Beimischungssatz wird jährlich ein bis zweimal überprüft und angepasst.

Durch eine Reglementsänderung vom 13. April 2017 soll zudem künftig eine zusätzliche Gewichtung verschiedener Kategorien von Streams angemessen berücksichtigen, wie ausgeprägt der Hörerentscheid in Bezug auf einen Titel im Einzelfall war. Eine Analyse von Nutzungdaten der grössten Streaminganbieter hat ergeben, dass durchschnittlich 63% der gemeldeten Abrufe aktiver Natur sind (Stand 01.01.2018). Entsprechend werden sämtliche Streams für die Wertung um 63% herabgewichtet, was zusammen mit dem aktuellen Wertequivalent einen Beimischungssatz von 1:220 ergibt.

Quelle: ifpi.ch
Hallo da hooliii und Werner...danke für die interessanten Infos. Dennoch: mit wievielen Einheiten kommt man "ungefähr" in die Charts? Evtl kann jemand anderes noch etwas dazu sagen? LG und gebäts guät! Roefe
Ich weiß es - allerdings bin ich zur Verschwiegenheit verpflichtet aber du kannst dir sicher sein, dass es in manchen Wochen wirklich sehr wenig ist weil nicht jede Woche bekannte Künstler ein Album rausbringen. Manche suchen sich sogar gezielt die Releasewoche aus um hoch zu charten. Beispielweise kann mal jemand im Sommer auf der 1 sein, weil da kaum jemand was kauft und derselbe Künstler wäre in einer anderen stärkeren Woche mit den Zahlen nicht mal Top 10.

Bei den Singles ist es einigermaßen stabil, weil die Leute jede Woche streamen bzw. Streaming wächst ja weiter und weiter. In Deutschland z.B. werden die erfolgreichsten Lieder an der Spitze millionenfach gestreamt. Da braucht man auch viele tausend Streams um die Top 100 zu erreichen (Mehr oder weniger siehst du die Zahlen da ja wenn du auf Spotify guckst bei den Charts - dort stehen aber die Premium und Freestreams zusammen als Zahl, in den Charts werden aber nur Premiumstreams gewertet).

Hallo zusammen,
ich kann da nur ungefähr sagen wie das in meinem Heimatland Deutschland ist. Bei uns reichte vor der Einbeziehung der Streamings 2014 in "schlechteren" Wochen bereits eine niedrige dreistellige Verkaufszahl, um in den TOP100 Singles zu landen. Für die Schweiz ist es dann entsprechend noch weniger. Wenn man sich da die Streaming-Zahlen aktueller Hits anschaut (unter Berücksichtigung des Umrechnungsfaktors in verkaufte Einheiten) wird deutlich, dass Download oder CD-Verkäufe nur noch eine untergeordnete Rolle spielen. Somit ist es für Künstler auch immer schwieriger, mit ihrer Musik Geld zu verdienen.
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