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Forum - International Music - Beste Musikdekade

Hallo zusammen. Mich interessiert, welche Musikdekade euch am besten gefällt und warum. Mir persönlich gefällt die Musik der 2000er Jahre am besten. Sie war sehr abwechslungsreich. Es schafften auch viele Interpreten der unterschiedlichsten Musikrichtungen den Sprung in die Hitparade, sodass diese meines Erachtens so vielfältig war wie nie. Mir selbst gefällt die Musik zahlreicher Interpreten der 2000er Jahre, insbesondere der folgenden Künstlern: Colbie Caillat, Kelly Clarkson, Katy Perry, Avril Lavigne, Pink, Muse, U2, OneRepublic, Linkin Park, Green Day, Robbie Williams und Justin Timberlake. Nun würde ich gerne von euch wissen, was eurer Meinung nach das beste Musikjahrzehnt ist, mit eurer Begründung sowie welche Interpreten ihr aus der entsprechenden Dekade bevorzugt.
Siebziger und Neunziger, in dieser Reihenfolge. Die Sechziger sind auch nicht zu verachten. Die Achtziger (zumindest nach 1982), die Nuller und die Zehner fallen definitiv raus. Genaue Begründung lege ich vielleicht später nach, im Moment bin ich zu müde, um argumentativ irgendwas auszuformen.
Für mich persönlich (Jahrgang 1953) sind die 80er und 90er das musikalische Highlight gewesen, eigentlich sind es besonders die späten 80er ab etwa 1988 und dann in voller Breitseite die goldenen 90er - gerade bezogen auf Schlager oder auf englischsprachige, in Deutschland produzierte Acts wie etwa aus den Häusern von Ralf-René Maué, Jack White/Nobbi Hammerschmidt/Uve Schikora, Hanne Haller/Dr. Bernd Meinunger, Al Camarro/Hans-Joachim Horn-Bernges, Uwe Busse/Karlheinz Rupprich (Audrey Landers!), Dieter Bohlen oder Ralph Siegel jr. - eine solche Vielfalt gab es nie wieder.

In dieser Zeit war ich in meiner Freizeit sehr oft im Plattenladen anzutreffen und sah mir fast jedes Musikmagazin an, von der ZDF-Hitparade über das "deutsche Schlagermagazin" im MDR bis hin zu "Musik liegt in der Luft", "Melodien für Millionen" und "Chart Attack". Und dann wurde Maxi um Maxi gekauft; gern mit Promo-Info-Blatt dazu - habe sie alle noch und genieße die Musik von Herzen!

Für mich muss Musik nun einmal möglichst nach viel Plastik klingen - dazu stehe ich, und die Musik der 60er/70er geriet mir bis auf einige Sachen oder James Last etc. oftmals zu hölzern. Damals hat man es eben gehört, aber als ich zum ersten Mal so richtige "Plastikschlager" hörte, war mein Herz in Bewegung. In einer Bewegung, die es noch heute ausübt, wenn etwa die Flippers, Olaf Berger, Roland Kaiser, Angelika Milster, Tony Christie oder Tony Roy, aber auch diverseste Eurodance-Hits laufen.

https://www.youtube.com/watch?v=gbOp5yBbEnY

Und es werden klanglich Erinnerungen an den Sommer 1997 wach, in dem die C-Klasse Rosenholzbeige oder Almandinrot war, der Omega Titaniumsilber sein durfte und das Sakko zitronengelb, während man Margarita in "Musik liegt in der Luft" sah und manches anders lief. Früher war alles besser? Zumindest für die Mercedes C-Klasse und die ZDF-Hitparade gilt das ganz bestimmt. Und aus meiner Sicht für viel Musik! Ich sage nur: "Santa Maria Goodbye"...

https://www.youtube.com/watch?v=7LtUyNESKR0

https://www.youtube.com/watch?v=oaXxyB2_pTU
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Ich habe zu jeder Zeit ab den 60ern große musikalische Perlen entdeckt, aber als stilbildend für meinen Musikgeschmack würde ich die Jahre 1967 bis 1976 bezeichnen. Sie brachten so viel Neues im Bereich Rock, vor allem abseits des Mainstream und in meinem Lieblingsgenre (sanfterer) Progressive Rock. Wobei ich das Meiste der Jahre 1967-69 erst im nachhinein kennenlernte.
Auch nach 1976 noch bedeutende Interpreten wie Genesis und Elton John sagten mir ab ca. 1977 nicht mehr so zu.

Die Songs von den Beatles z.B. gefielen mir auch erst ab der zweiten Hälfte der 60er, vorher war mir das im nachhinein zu simpel und zu sehr tralala, auch wenn mir da viele Member widersprechen würden.
Die 90er sind (bis auf die hervorragende deutsche Band Element of Crime und einiges von Westernhagen) fast völlig an mir vorbeigegangen, wohl hauptsächlich als Familienvater mit 2 Kleinkindern.
Bei heutigen Sachen, die ich noch (meist nicht so ganz freiwillig) im Radio höre, stört mich der teilweise immer gleiche Sound und der sich bedeutungsschwanger gebende Deutschpop, wohl von dem unsäglichen Naidoo beeinflusst.
60er, 70er, 90er - in der Reihenfolge.

Vor allem mit der Musik der früheren Jahrzehnte bin ich aufgewachsen - habe demnach ein natürliches Gefühl für sie - und es gibt immer noch viel aus der Ära zu entdecken, unbekanntere Stücke im Underground, Garage-, Acid-, Progressive- und Krautrock, aber auch im Mainstream.

Die 80er waren eine musikalische Sackgasse, aus der man schnell wieder raus mußte. Ich selbst befand mich ja als Kind und Jugendlicher darin und empfand es großteils als schrecklich.

Konnte nicht begreifen, warum die Altersgenossen sich dies alles antaten und das auch noch gerne.

Gut es gibt eine ganze Reihe an Ausnahmen, Stücke aus dem Bereich New Wave und EBM z.B. Und Acid House oder überhaupt House höre ich im Gegensatz zu damals ganz gern.

Aber der Großteil der 80er Popmusik klingt für mich nach wie vor gräslich.

Von Mainstream ab 2000 habe ich zu wenig Ahnung, um mir da wirklich eine Meinung zu bilden. Da deckt für mich die Indie-Schiene die letzten Zeitabschnitte ab.

Aber rein vom Gefühl her kann es allgemein für mich nicht schlimmer sein als wie 85-89, höchstens in Härtefällen.

Negativ auffällig jedoch sind die sehr unnatürlich klingenden Produktionen, welche eigentlich guten Songs die Seele nehmen.

Habe aus dem Kopf jetzt kein Beispiel parat, aber ich stolpere öfters darüber, wenn ich mir mal so einen neueren Chartsong zu Gemüte führe.

Und Auto-Tune ist natürlich auch ein Stichwort.
Für mich gab es die beste Musik ganz eindeutig zwischen etwa 1965 und ca. 1977. Speziell um 1970 herum waren für mich die kreativsten Jahre der Pop- und Rockmusik. Da entstanden Musikstile wie Jazzrock, Folkrock, Rock, der von Klassik-und Barockmusik beeinflusst ist, Songwriterpop, Flowerpowerpop, Softrock/-pop, Psychedelicrock/-pop, aus dem sich dann später Progrock entwickelt hat, Latinrock, Glamrock, Hardrock und viele andere Stile. Daneben gab es weiterhin Soul, Blues und Country. Teilweise wurden die Stile miteinander gemixt. Darüberhinaus wurden auch Instrumente wie Flöte, Klarinette, Oboe, Sitar, Harfe, Tuba usw. verwendet, die bis dahin in der populären Musik kaum Verwendung fanden. Gerade diese Vielfalt fand ich ungeheuer interessant. Ab Ende der 70er Jahre, als Disco, Punk und etwas später New Wave populär wurden, änderten auch viele etablierte Bands/Musiker ihren Musikstil und ließen sich von Disco oder New Wave beeinflussen. Trotzdem gibt es für mich auch noch bis etwa Mitte der 80er Jahre, durchaus einiges an Musik, das mir gefällt.

Aber ab Mitte der 80er Jahre bis zur heutigen Zeit kann ich mit der Musik nicht mehr viel anfangen, ob das nun Rap, Eurodance, House, Techno oder die heutige DJ-Musik ist. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel. Vielleicht setze ich mich einfach zu wenig mit dieser Musik auseinander, aber ich mag sie einfach nicht und außerdem klingt für mich alles in dem jeweiligen Genre gleich oder ähnlich.

Man muss natürlich auch die Musik der 1930er bis 1950er Jahren erwähnen. Zuerst Jazz, Swing und Big-Bandmusik wie zum Beispiel von Frank Sinatra oder Louis Armstrong oder Bluesmusik und früher Soul, später dann Rock & Roll von Elvis, Chuck Berry & Co., das waren eben die Wegbereiter der späteren Musik, ohne die es Beatles, Bob Dylan, Genesis, Elton John und alle anderen vielleicht nie gegeben hätte. Vor dieser Musik habe ich großen Respekt und höre sie auch sehr gerne, auch wenn sie für mich nicht den Stellenwert hat, wie spätere Musik der 1960er und 1970er Jahre.
Jetzt muss ich doch noch einmal intervenieren, weil es gleich zweimal behauptet wurde: 1977 war aus meiner Sicht die Blütezeit der Pop- und Rockmusik nicht vorbei, sondern das Ganze bekam, ausgelöst durch Punk und New Wave, einen neuen Kreativitätsschub verliehen, der sich auch auf andere Genres sehr belebend auswirkte, nachdem etwa ab 1974 eine gewisse schöpferische Flaute bemerkbar war, die freilich nicht von der gleichen völligen Abwesenheit von Ideen geprägt ist, die man der aktuellen Popmusik beziehungsweise dem, was noch davon übrig ist, unterstellen muss. Die Phase zwischen 1977 und 1982 ist für mich die kreativste, interessanteste, vielseitigste und innovativste Zeitspann in der inzwischen weitgehend abgeschlossenen Geschichte der Pop- und Rockmusik. Dass darauf die gähnende Langeweile der Achtziger folgte, steht auf einem anderen Blatt.
Fuchs im Wald: Ich bestreite ja auch nicht, dass es durch Punk und New Wave einen neuen Kreativitätsschub gegeben hat, aber es wurde ja nach der Musikdekade gefragt, die einem am Besten gefällt. Und Punk und New Wave hat mir eben nie so überragend gut gefallen. Außerdem ist Punk eigentlich nichts anderes, als eine Kopie des Garage Rock der 1960er Jahre von Bands wie Troggs, Count Five, Paul Revere & The Raiders oder Kingsmen. Nur dass er anders vermarktet wurde (Null-Bock-Generation). New Wave war natürlich dann wirklich 'neue' Musik. Im Prinzip ist ja auch Rap, Techno, House und dergleichen etwas Neues gewesen, das steht nicht zur Debatte, aber ist nun mal nicht meine Musik.
Auch ich mag 77 bis 83 am liebsten, doch das hat wohl mit dem Alter zu tun.
Um aber, und nun zurück zum Thema, eine ganze Dekade zu nennen, dann sind das die 70er. Pink Floyd, ELO, Alan Parsons, Jarre, Queen, BJH, Supertramp, Deep Purple, Mike Oldfield, Donna Summer, ABBA ...
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Für mich die 1980er Jahre - aus Altersgründen

Meine Lieblingsinterpreten aus dieser Zeit:
- Bonnie Tyler
- Heart
- Bon Jovi
- Def Leppard
- Romeo's Daughter
- Sandra
- Heinz Rudolf Kunze
- Billy Ocean
- Laura Branigan
- Whitesnake
- Bryan Adams
- Roxy Music
- Belinda Carlisle


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Meine 10 Lieblingsjahre der Musikgeschichte waren vom 01/1966 – 12/1975. Ich will gar keine Bands/Interpreten aufzählen, weil ich sonst bestimmt viele vergessen würde. In dieser Dekade waren viele der grössten Legenden noch aktiv oder begannen grade.

Als Spätzünder hörte ich erst 1975 zum ersten Mal die Schweizer "Radio"-Hitparade. Vorher musste ich mir alte Jazz-Platten, Trio Eugster, Frau Stirnimaa oder Opernarien anhören.
Noch früher im Kinderheim wurde mir Heintje, Connie Froebess, Heintje, Roy Black & Anita, Heintje, James Last und Heintje vorgespielt. Sicher noch ein paar andere, ist aber schon bald 50 Jahre her.


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