INTERVIEW MIT NATACHA



"Startklar" ist bereits das elfte Album von Natacha. Warum es so lange gedauert hat, bis sie startklar war, erklärt uns Natacha im Interview.

hitparade.ch: Ich habe das Album zwei- bis dreimal durchgehört und ein Song fiel mir immer besonders auf. Kannst du dir vorstellen, welcher das ist?
Natacha: Schwierig zu sagen (überlegt). Vielleicht "Rockstar".

hitparade.ch: Genau. Er klingt einfach anders als der Rest. Am Anfang diese R'n'B Beats, dann die Synthies...
Natacha: Für mich gibt es immer Songs, die wie Bruder und Schwester sind. Und "Rockstar" ist für mich der Bruder von "Sorry", welches 2002 erschien. Diese verschnittenen, abgehackten Beats. Und beide klingen ein wenig nach R'n'B, auch wenn das aktuelle Album rockig ist. Aber du hast schon recht: "Rockstar" ist ein spezieller Song. Der Girls Talk ("I möcht bi n'im si") ebenfalls.

hitparade.ch: Aber die Single ist "Starklar"?
Natacha: Genau, das ist die erste Single.

hitparade.ch: "Rockstar" würde sich aber auch eignen.
Natacha: Ja, wir haben drei Songs, die zur Auswahl stehen. Ich entscheide mit der Plattenfirma zusammen, wir wissen noch nicht, welches die zweite Single sein wird. "Startklar" läuft aber gut, ich habe ihn soeben im Radio gehört, das freut mich.

hitparade.ch: Warum bist du erst jetzt startklar?
Natacha: Ich war auch vorher schon startklar, aber ich habe noch nie so viel selbst gemacht wie bei diesem Album. Vielleicht ist es die Erfahrung, die ich nun habe. Ich spüre jetzt auch genau, was ich möchte. Ich wusste bei jedem Song, wie der Beat sein muss. Ich bin einfach startklar.

hitparade.ch: Alle ein bis zwei Jahre ein Album rausgeben kann zur Routine werden. Es ist ja bereits dein elftes...
Natacha: ...es geht um Liebe. Liebe ist immer schön! Diese Thematik verleidet mir nie. Und ich versuche immer wieder mit neuen Leuten zusammenzuarbeiten. Und es gefällt mir auch, dass ich schon ein bisschen Routine habe, dass ich ein paar Sachen bereits weiss. Mir macht es immer mehr Spass.

hitparade.ch: Du hast einen Song mit Luana aufgenommen. Am Anfang hört man euch reden: Luana spürt, dass du verliebt bist. Klingt, als kennt ihr euch schon lange.
Natacha: Wir kennen uns wirklich schon lange. Aber der Song war nicht geplant, das war total spontan, ein Take und wir wussten: Das ist es! Sie war übrigens schon live mit mir auf Tournee.

hitparade.ch: Eine Berner Frauenstimme klingt total anders als eine Basler Frauenstimme.
Natacha: Das ist das Tolle. Ich finde, unsere Stimmen ergänzen sich sehr gut.

hitparade.ch: Gibt es Songs, an denen man ewig sitzt?
Natacha: Oh ja, es gibt einen. Ich kann ihn noch immer nicht entspannt hören. Die Leute reagieren gut auf ihn. Ich will jetzt nicht sagen, welcher.

hitparade.ch: Aber irgendwann musst du dir wohl sagen: Jetzt darf ich nicht mehr weiter daran feilen, jetzt muss ich den Song so stehen lassen und erstmal Abstand gewinnen.
Natacha: Du sagst es. Oder du zeigst ihn Freunden, die kennen den Weg, den du gemacht hast, ja nicht und hören nur das fertige Produkt.

hitparade.ch: Hörst du in deiner Freizeit auch Mundart?
Natacha: Ja, auf jeden Fall. Auch Frauenstimmen. Männliche Falsett-Stimmen mag ich auch gut. Aber ich höre so viel Verschiedenes. Wenn ich in die USA gehe, gehe immer in einen bestimmen Plattenladen und decke mich mit verschiedensten Alben ein. Und die, die mir nicht gefallen, verschwinden halt wieder...

hitparade.ch: ...was heisst verschwinden?
Natacha: Die kommen ins CD-Regal. Wenn überhaupt.

hitparade.ch: Beim letzten Interview mit uns hast du erwähnt, dass du Enrique Iglesias persönlich kennen gelernt hast. Wie kam es dazu?
Natacha: Einer meiner besten Kollegen führt ein grosses Hotel in New York. Ich kenne übrigens auch Leonardo Di Caprio, der liebt meine Musik. Er kann sogar einen Song aus dem Kuss-Album singen. Die Leute lerne ich dort kennen. Oft sind es natürlich nur kurze Begegnungen.

hitparade.ch: In einem Review zu "Startklar" heisst es, der Song klinge wie "Dance With Somebody" von Mando Diao...
Natacha: Cool! "Startklar" st aber nicht an den Song angelehnt. Wir machen das schon - und das finde ich auch legitim - dass wir einen Song als Vorlage nehmen. Um sich inspirieren zu lassen. Aber das haben wir bei diesem Song nicht gemacht. Aber ich nehme es als Kompliment.

hitparade.ch: Klar, schlussendlich kann man bei jedem Song sagen, er klinge wie dieser und jener Song. Die Musik hat nun mal nur 12 Töne. Was passiert eigentlich mit dem französischen Album. Kommt das noch oder versandet das Projekt?
Natacha: Das ist eine berechtigte Frage. Das Album ist fertig und die Single erscheint - wenn alles gut läuft - im November. Das erste Angebot, dass ich in Frankreich gekriegt habe, war eines für drei Alben. Das konnte ich unmöglich unterschreiben. Das französische Business ist auch ein total anderes. Le temps élastique: In Paris kommt niemand pünktlich. Da bist du als Schweizerin total verunsichert. Das interessiert die auch nicht, ob ich in der Schweiz bekannt oder erfolgreich bin. Für die bin ich erst einmal ein Nobody. Oder man redet nie über die eigentliche Sache. Zuerst redest du über alles Mögliche, aber nicht über das, wofür man sich getroffen hat. Das kommt erst am Schluss, fast schon nebenbei. Aber man gewöhnt sich dran.

hitparade.ch: Ist es dir wichtig, dass deine Sachen in die Charts kommen?
Natacha: Natürlich. Ich glaube niemandem, der sagt, er schaue nicht darauf. Ich mache die Musik auch für die Leute, ich freue mich, wenn etwas gut ankommt. Lustig ist es, wenn die Leute die Texte ganz anders verstehen. Aber das ist toll. Du hörst die Songs und die Texte auf der Basis deines Erlebten. Das geht mir auch als Konsumentin von Musik so.

hitparade.ch: Hörst du bei jedem Song auf den Text?
Natacha: Nein. Bei einem Song muss zuerst einmal die Musik berühren. Wenn es der Text dann auch tut, schön, muss aber nicht sein.

hitparade.ch: Wie sehen deine Pläne für die nächsten Monate aus?
Natacha: Jetzt planen wir die Tournee, die im Januar und Februar stattfindet. Ich schreibe ausserdem jetzt auch Songs für einen anderen Künstler, darauf freue ich mich sehr.

hitparade.ch: Vielen Dank für das Interview.


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