INTERVIEW MIT SILBERMOND

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Silbermond ist eine Band, die längst nicht mehr nur in Deutschland Jeder kennt! Die Band um Sängerin Stefanie Kloß feiert auch hierzulande grosse Erfolge und präsentiert nun heute, am 23. März 2012 ihr neues Album "Himmel auf". Wir haben Sängerin Steffi, Schlagzeuger Andreas und Gitarrist Thomas zum Interview getroffen und mit ihnen über die neue Platte und ihre immer wieder grossartigen Live-Konzerte gesprochen.

hitparade.ch: Eure letzten beiden Alben haben es in Deutschland und Österreich direkt auf die 1 geschafft, das letzte Album auch in der Schweiz. Wie viel Wert legt Ihr auf die Chartplatzierungen? Und inwiefern konnte man sich das Release-Datum hinsichtlich der Konkurrenz aussuchen?
Steffi: Es ist tatsächlich verrückt, wieviele momentan ihre neuen Alben veröffentlichen, es ist richtig viel los. Aber gerade in der Schweiz sind wir immer wieder überrascht. Ihr habt so viele Sprachen hier, es ist ein total vielseitiges Land. Dass wir dann mit unserem letzten Album hier auf so viel Resonanz gestossen sind, das war unglaublich für uns. Das hätte auch die Nr. 3 oder 4 sein können, wir hätten uns genauso gefreut. Es war ein schönes Gefühl, zu sehen, dass die Schweizer uns mögen. Dazu kommt, dass wir sehr gerne in der Schweiz sind. Selbst, wenn das neue Album nicht auf die 1 geht, glauben wir trotzdem noch, dass man uns hier mag. Die Chartposition muss nicht immer ausschlaggebend sein. Aber es hat uns unglaublich gefreut das letzte Mal!

hitparade.ch: Seid Ihr denn nervös vor dem Release-Termin?
Thomas: Ja schon. Was uns am meisten nervös macht, sind die Fragezeichen. Was werden die Leute darüber denken? Nichtsdestotrotz ist es wohl am wichtigsten, dass die Band das Album gut findet und 100% dahinterstehen kann. Wir haben noch nie Musik gemacht, um anderen Leuten zu gefallen, sondern, weil sie uns am Herzen liegt und weil wir Sachen schreiben, in Lieder packen und verarbeiten wollen. Deswegen sind wir auf der einen Seite sowieso total stolz auf das Album, selbst wenn es Niemandem gefallen würde. Aber wir würden uns natürlich sehr freuen, wenn es die Leute auch toll finden würden. Wir hoffen, es wird den Einen oder Anderen berühren. Das wäre schon toll!

hitparade.ch: Ich habe gesehen, dass Ihr einen Podcast auf Eurer Website habt. Könnt Ihr erklären, was da genau dahintersteckt?
Andreas: Wir wollten den Leuten einfach gerne zeigen, was bei uns hinter den Kulissen passiert, wie wir so ans Album herangehen. Wir haben versucht, das so abwechslungsreich wie möglich zu gestalten und Momente zu filmen, die spannend und lustig sind. Wir wollen die Fans da ein bisschen teilhaben lassen, das ist uns wichtig.

hitparade.ch: Das neue Album "Himmel auf" ist das erste, auf dem Ihr nicht auf dem Cover abgebildet seid. Hat das einen bestimmten Grund?
Thomas: Das hat tatsächlich einen Grund! Wenn man bereits am vierten Album ist, ist die Gefahr gross, dass man anfängt, sich bei bestimmten Dingen zu wiederholen. Man macht etwas, sieht es sich an und denkt: "Ist sehr schön, es sieht aber aus oder klingt wie beim letzten Mal." Deswegen finde ich es immer gut, jedes Album zu reseten, als ob es das erste wäre. Genauso fühlt es sich auch an! Wir haben sehr viel experimentiert und super viel hinterfragt, viel weggeschmissen, aber auch viel für gut befunden. Nun sind 14 Songs auf dem Album, die uns wirklich aus dem Herzen sprechen. Und diesen Grundgedanken wollten wir nicht nur in die Musik einbringen, sondern auch beim Albumcover umsetzen. Und wie Du gesagt hast, hatten wir auf den ersten drei Alben immer unsere Gesichter darauf, doch dieses Mal wollten wir uns hinten anstellen und einfach die Musik sprechen lassen. Also haben wir uns ganz bewusst gegen ein Foto entschieden und haben stattdessen nach einem Symbol oder Zeichen gesucht, das das Album beschreibt. Es war nicht einfach! Aber wir haben es dann in Form dieses Netzes und der Kugel geschafft, wir finden das sehr schön.

hitparade.ch: Vom Album "Himmel auf" gibt es insgesamt fünf verschiedene Editionen. Was sind die Unterschiede und wem würdet Ihr welche Version erklären?
Steffi: Da muss ich ausholen (lacht). Also, das Album liegt uns total am Herzen und ist wirklich toll geworden, es ist rund von Song 1 bis Song 14. Wer Lust auf Musik von Silbermond hat, sollte sich das auf jeden Fall holen. Und das ist in allen Editionen gleich! Egal, was Ihr Euch kauft, nirgendwo ist ein Song mehr darauf oder weniger, es sind immer diese 14 Songs. Es war uns wichtig, dass Niemand etwas Teureres kaufen muss, um mehr Musik zu bekommen, sondern dass der Musikanteil in allen Editionen gleich ist. Jemand, der sich vielleicht unsicher ist und einfach einmal hineinschnuppen will, sollte sich wohl die ganz normale Edition kaufen, da ist das Booklet drin mit allen Songtexten und tollen Fotos, die Andreas, unser Schlagzeuger gemacht hat. Das sind besondere Fotos geworden, weil uns Keiner so nahe kommen kann wie unser Schlagzeuger. Das sieht man auf den Bildern, dass da nicht ein Fremder die Fotos geschossen hat. Er kennt uns am besten und oft haben wir nicht einmal mitbekommen, dass er fotografiert. Für Leute, die uns schon kennen und vielleicht auch schon ein Album zuhause haben und die Sammlung vervollständigen wollen, die kaufen sich am besten die Premium-Edition. Dort ist ein Büchlein mit 48 Seiten dabei, mit noch mehr Fotos und Texten. Dazu ist noch eine DVD dabei, die wir auf der letzten Tour aufgezeichnet haben. Wer uns also auch live mag, der hat dann gleich die DVD mit dabei. Und dann gibt es die Deluxe-Edition für die totalen Fans und für die, die Lust haben, unsere Songs nachzuspielen. Da hat man die Premium-Edition, aber dazu noch ein Akkord-Buch, wo alle Songs der neuen Platte drin sind und bei jedem Song sind die Akkorde vermerkt, dass man zuhause mit der Gitarre unsere Songs spielen kann. Thomas hat versucht, das so simpel wie möglich zu machen (lacht). Dazu hat es in diesem Buch noch eine "Gitarrenstunde" mit Thomas, wo er schwierige Parts detailliert erklärt. Beispielsweise das Riff von "Himmel auf". Dazu gibt's noch einige Postkarten von uns und ich finde, das ist eine tolle Sammlung. Dazu gibt's noch Pianonoten. Also können auch die Pianisten unsere Songs spielen. Es gibt also für Jeden irgendetwas. Dann gibt es eine weitere Edition für die Liebhaber von Oldschool: Eine Vinylplatte! Da ist auch eine signierte Karte von uns dabei, die es sonst nirgends gibt. Und auch da ist die DVD dabei.

hitparade.ch: Gibt es Songs auf "Himmel auf", die Ihr besonders hervorheben möchtet, weil sie vielleicht eine spezielle Bedeutung für Euch haben?
Thomas: Ja und nein! Auf der einen Seite ist das Album für uns eigentlich wirklich extrem rund. Früher hat man mal einen Song noch mit daraufgepackt, war sich aber nicht sicher, ob er hineinpasst. Da hätte es vielleicht noch zwei oder drei Wochen Arbeit gebraucht, um es perfekt auf den Punkt zu bringen. Aber hier sind es 14 Lieder, die ich nach wie vor 100% unterschreiben würde. Ich bin da ganz ganz stolz darauf. Dennoch gibt es einen Song, den ich erwähnen könnte. Damit verbinde ich etwas sehr Spezielles. Der Song heisst "Unter der Oberfläche". Das ist eines der wenigen Lieder, welches auf einmal so da war. Ich bin die Strasse entlanggelaufen und auf einmal: "Bumm!" war der Song da. Das war extrem komisch, das passiert mir persönlich nur ganz, ganz selten! Der Song behandelt auch ein sehr schönes Thema und trifft eigentlich ziemlich auf den Punkt, was wir so gemacht haben. Im Refrain heisst es "Kommst Du mit unter die Oberfläche, ich zeig Dir den Kern von mir". Genau das machen wir auf diesem Album. Ich weiss nicht, ob man es als Band jemals schafft, etwas zu machen, von dem man behaupten kann, dass es der absolute Kern ist. Aber mit diesem Album kommen wir diesem Kern schon sehr, sehr nahe.
Steffi: Diese Platte ist für uns wie "ein gutes Gespräch unter Freunden". Man sitzt an einem Tisch mit seinen Freunden und hat eine Flasche Wein in der Mitte. Da erzählt man sich Dinge, die von banal über tiefgründig, von spannend und aufregend zu traurig gehen. Es ist alles dabei: Es geht um Freundschaft, um politische Sachen, es geht um Ängste, Freuden. So sehe ich diese Platte. Als Gespräch unter Freunden.

hitparade.ch: Wie entstehen bei Euch die Songs, wenn sie einmal nicht ausnahmsweise zugeflogen kommen wie "Unter der Oberfläche"?
Thomas: Die meisten Lieder entstehen erst durch die Melodie, ganz reduziert. Oftmals auf der Couch sitzend mit der Akustik-Gitarre oder am Klavier. Es kommt eigentlich nicht vor, dass man sich hinsetzt und sagt: "Ich schreibe jetzt ein Lied", sondern das passiert meistens einfach spontan oder aus dem Jammen heraus. Man spielt fast ein wenig auf Zufall und guckt, was passiert. Dann entstehen ab und zu Sachen, die Du gut findest, dann arbeitest Du daran weiter, versuchst es zu verfeinern und festzuhalten. Und oft sagt Dir die Melodie auch schon, worum es in den Songs gehen könnte. Die Grundemotion spürt man schon, bevor der Text da ist. So entstehen wohl etwa 95% unserer Songs.

hitparade.ch: "Himmel auf" läuft ja im Radio schon rauf und runter. Welcher Song wird als nächste Single ausgekoppelt? Darf man das schon wissen?
Andreas: Das ist eine gute Frage. Die müssten wir uns auch bald einmal stellen (lacht). Es ist immer schwierig, das zu entscheiden. Man will ja wie gesagt nichts herausheben. Aber ich denke, dass wir uns da schon einig werden.
Thomas: Da sind wir oft sehr spontan.
Steffi: Für uns steht jetzt erst einmal noch die gesamte Platte im Vordergrund. Es ist sehr spannend für uns, die Reaktionen zu erleben. Bis jetzt durften die Platte nur unsere Freunde, Familien und einige Journalisten hören. Man denkt ja, bei der vierten Platte sollte man es gelernt haben wegen der Aufregung, aber es ist jedes Mal wieder neu und wieder spannend. Wir freuen und auf die Feedbacks und auf die Leute in den Konzerten. Wir sind ja jetzt länger nicht auf der Bühne gestanden. Wir sind unglaublich gerne live unterwegs und freuen uns, die Songs live auf die Bühne zu bringen.

hitparade.ch: Genau! Eure Live-Konzerte sind ja wirklich sehr speziell. Steffi, Du wirkst unglaublich souverän auf der Bühne, hast eine beeindruckende Präsenz und schaffst es immer wieder, das ganze Publikum mitzureissen. Wie machst Du das? Bist Du nicht nervös? Kannst Du das so gut verstecken?
Steffi: Ich glaube, ich bin von uns Vieren die Schlimmste, was die Nervosität angeht. Ich nerve auch immer alle total damit. Ich ziehe auch immer Alle mit hinein und das tut mir immer total Leid. Ich denke dann immer: "Ich bin jetzt aufgeregt, also müssen auch alle Anderen mit mir aufgeregt sein." Damit meine Aufregung sich legt. Und wenn ich dann merke, dass die Jungs so ruhig sind, dann macht mich das noch aufgeregter (lacht). Jeder von uns ist halt anders aufgeregt, die Jungs zeigen das gegen aussen weniger als ich. Nur ich muss immer Alle nerven damit. Ich bin sehr, sehr nervös vor jedem Konzert, aber es ist halt wirklich so, dass diese Nervosität einfach dazugehört. Weisst Du, da kommen Leute hin, die nehmen sich Zeit, die geben Geld für das Ticket aus, die fahren teilweise viele Kilometer und planen das ein. Daher wollen wir selbst auch das Beste geben da oben. Und das macht halt nervös. Man weiss nicht, wer da draussen steht, wie die Leute reagieren. Aber dann merkt man, dass die Leute kommen, weil sie uns offenbar mögen. Also ist die ganze Aufregung spätestens nach dem ersten Song wie weggeblasen und man ist einfach man selbst. Und auf der Bühne machen wir alle Vier genau das, was wir am besten können, nämlich Musik. Deswegen fühlt man sich auch unheimlich wohl. Wenn man das tun kann, was man am besten kann und am liebsten tut, dann fühlt man sich frei und locker dabei und geniesst es total.

hitparade.ch: Während Eurer Promo-Tage in der Schweiz spielt Ihr bei Radio Argovia ein Showcase für gerade mal 25 Leute. Ist das nicht ein komisches Gefühl? Ich nehme an, ein so kleines Publikum hattet Ihr schon lange nicht mehr?
Andreas: Wir sind gespannt, so nahe mit unseren neuen Liedern an die Leute zu treten. Das ist auch eine Art Entblössung. Live bekommt man halt einfach am besten mit, wie die Leute so auf gewisse Lieder oder gewisse Parts reagieren. Ob der Applaus eher mächtig oder bescheiden ist. Man ist dann sensibel darauf und freut sich auf die Reaktionen. Und in einem solchen Fall ist es sicher sehr spannend, das so nahe zu spüren.
Steffi: So können wir die neuen Songs vorstellen. Die Platte ist ja noch nicht draussen, doch wir würden gerne einige Songs schon vorher vorstellen. Die meisten Songs sind ja, wie erwähnt, in ihrer Basis sehr ruhig und akustisch entstanden, daher werden wir das, dem kleinen Rahmen angemessen, sehr ruhig und reduziert mit Gesang und einem oder zwei Instrumenten präsentieren. Das ist für uns übrigens auch sehr speziell. Da kommt man aus einem 1.5-jährigen Prozess der Albumproduktion, angefangen hat's ganz klein und reduziert, dann hat man sich immer mehr dazu überlegt und man ist intensiver geworden, und nun muss man das alles wieder herunterbrechen auf seine Anfänge. Es ist aber sehr schön, da man so den Kern der Songs richtig schön kennenlernen kann. Wir freuen uns darauf, es wird sicher sehr, sehr spannend. Gerade bei wenigen Leuten ist man eigentlich noch nervöser, weil man so nahe dran ist. Man sieht die Leute so genau, und sie Dich auch. Ich glaube, dass das eine ganz persönliche Geschichte wird!

hitparade.ch: Ihr macht schon viele Jahre Musik und unter dem Namen "Silbermond" gibt es Euch dieses Jahr genau 10 Jahre. Feiert Ihr das?
Andreas: Eine gute Frage! Das war uns gar nicht so richtig bewusst! Seit 14 Jahren machen wir gemeinsam Musik, doch den Namen "Silbermond" haben wir vor genau 10 Jahren gegründet. Stimmt. Hmm, gute Idee!! (lacht).
Steffi: Wir suchen ja immer nach Gelegenheiten, wie wir feiern und anstossen können (lacht). Du hast uns da auf eine gute Idee gebracht.
(Wilde Diskussionen, an welchem Tag der Name entstanden ist und wie man das feiern könnte)
Steffi: Wir werden das mal nachforschen, wir geben Euch dann Bescheid.

hitparade.ch: Ihr werdet ja auch einige Konzerte in nichtdeutschsprachigen Ländern spielen: Frankreich, Belgien, Grossbritannien... Wie wird es für Euch sein, vor einem Publikum zu spielen, das Eure Sprache nicht versteht?
Steffi: Uns fällt immer wieder auf, dass Musik schon sehr stark von der Grundemotion lebt, die auch ohne Text da ist. Das merkt man auch sehr an klassischen Konzerten, dass alleine eine Melodie eine gewisse Grundstimmung vermitteln kann. Sarah Brightman hat unseren Song "Sinfonie" ins Englische übersetzt, ihn so gesungen und ist damit auf der ganzen Welt unterwegs gewesen. Und gerade bei dem Song war's zuvor echt witzig, da haben uns Leute aus Amerika geschrieben, aus Australien und sonstigen Ländern, dass sie den Song mögen. Den Text konnten sie zwar nicht verstehen, glaubten aber zu wissen, worum es ungefähr geht, dass der Song ein emotionales Thema behandelt. Das ist das Schöne und darauf kommt es an: Musik überträgt eine Emotion, auch wenn man den Text nicht versteht. Wir gehen ja auch nicht ins Ausland, weil wir jetzt eine englische Platte machen wollen und dort Erfolg haben wollen, sondern weil man uns dort offenbar auch gerne auf Deutsch hört. Wir haben auch schon oft Mails erhalten von Fans, die sich im Ausland aufhalten, beispielsweise bei einem Austauschjahr in London oder Paris, die uns dann geschrieben haben, dass die Leute dort unsere Musik sehr mögen und dass wir doch vorbeikommen sollten. Bisher hatten wir nie Zeit, aber jetzt ist die neue Platte fertig und daher haben wir beschlossen, das jetzt einfach mal zu machen. Einfach aus Spass! Das wird ein richtiges Abenteuer. Einige Tickets haben wir bereits verkauft, es gibt sogar deutsche Fans, die extra ins Ausland reisen, um diesen Ausflug mitzuerleben. London und Paris wird sicher super mit 100 bis 200 Leuten, das wird ganz entspannt. Und bei den anderen Städten gucken wir noch, wir lassen uns einfach überraschen.

hitparade.ch: Bereits sind 3 Open Airs im Sommer geplant. Ist da vielleicht auch ein Open Air in der Schweiz möglich?
Thomas: Da ist etwas im Gespräch, es kann gut sein, dass wir im Sommer in der Schweiz spielen werden.
Steffi: Wir arbeiten dran!
Thomas: Die Sommerfestivals in der Schweiz sind auch wirklich immer wunderschön!
Steffi: Das ist ganz ehrlich so! Das sagen wir nicht ohne Grund. Das sagen auch sehr viele andere Bands. Wenn man in die Schweiz kommt, dann wird man einfach mit offenen Armen empfangen. Die Backstage-Bereiche sind immer unglaublich liebevoll gemacht, es ist immer ganz toll und wir fühlen uns immer unglaublich wohl.

hitparade.ch: Auf Eurer Website gibt es ja den Bereich "Fans helfen". Könnt Ihr das Projekt kurz zusammenfassen für Leute, die davon noch nichts gehört haben?
Thomas: Als wir angefangen haben Platten zu machen, kamen immer wieder Anfragen für gute Zwecke. Wir haben auch sehr viel gemacht und es war auch schön. Wir waren immer eine Band, die die Augen offen gehalten hat und versucht hat, hie und da zu helfen, beispielsweise mit Benefiz-Konzerten. Dann haben wir uns entschieden, eine eigene Aktion zu gründen, einfach, um sich auf wenig Sachen zu konzentrieren, die dafür aber richtig zu machen. Nicht einfach hier mal das Gesicht hinhalten und da mal einen Song spielen und dann alles vergessen. Das war sicher alles toll, aber wir wollten uns intensiv mit Projekten beschäftigen. Daher haben wir "Fans helfen" gegründet. Wie der Name schon sagt, versuchen wir dort gemeinsam mit den Leuten Projekte zu realisieren. Wir konnten schon richtig schöne Sachen machen, eine Frauenschule in Kamerun beispielsweise. Das aktuellste Projekt ist ein Projekt auf Haiti, wo wir ein Gemeinschaftshaus aufgebaut haben, das erdbebensicher ist, in das die Leute hingehen können, sollte es wieder ein Erdbeben geben. Und wenn kein Erdbeben ist, was hoffentlich ganz, ganz lange so sein wird, können die Leute sich da treffen. Es gibt viele Projekte, die wir unterstützen und wir arbeiten eng mit den Verantwortlichen zusammen. Es ist schön, gemeinsam mit den Fans solche gute Sachen voranzutreiben, die uns am Herzen liegen.

hitparade.ch: Ihr kommt 2 Tage vor dem Weltuntergang im Dezember nach Zürich ins Hallenstadion. Einen Tag nach dem Untergang habt Ihr Euer letztes Konzert in Hannover. Ist Euch das aufgefallen bei der Planung? Was denkt Ihr über den Maya-Kalender?
(Allgemeine Lachanfälle)
Steffi: Wir dachten, dass wir auf jeden Fall vor dem Weltuntergang nochmals nach Zürich kommen wollen. Das ist sowieso klar. Das war der ausschlaggebende Punkt für die Planung (lacht). Aber im Ernst, wir müssen Dir da eine witzige Geschichte erzählen!
Thomas: Durch die Aktionen mit "Fans helfen" geben wir jedes Jahr in unserer Heimat ein Benefiz-Konzert. Da unterstützen wir Mayas in Guatemala. Im letzten Jahr haben uns vier Leute besucht, die von uns unterstützt werden. Es war sehr interessant, die zu treffen. Wir haben sie direkt auf das Thema angesprochen, die waren ganz locker. Sie sagten uns dann, dass die Welt zwar untergeht, aber laut Kalender geht dann alles wieder von vorne los. Man kann sich also entspannen, es ist alles gut, die Welt wird weiter existietren.
Steffi: Wir wissen das jetzt aus erster Hand! Verbreite das! (lacht).
Interviewed by: Bettina Siegwart
Redaktion: Bettina Siegwart


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