INTERVIEW MIT PEGASUS



Pegasus - Human.Technology 2.0
1. Man On Mars
2. Rise Up (Black Dog)
3. Waiting
4. Holding On To You
5. Technology
6. Raise A Hand
7. City Lights
8. Touch The Ground
9. Miss You Baby
10. Something In The Air
11. Go Out (And Get Her)
12. Skyline
13. Pegasus vs. Yves Larock - Miss You Baby 2.0
14. Video Games (Live)
15. Technology (Live)
16. Rise Up (Black Dog) (Live)
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Der Name ist Programm: Pegasus hebt ab. Mit ihrer Single "Skyline" führen sie derzeit die Schweizer Hitparade an, das Album ist auf der 2 platziert. Beflügelt kamen die vier Bieler Jungs zurück von Olympia-London und geben nun an weiteren Festivals nochmals Gas. Wir trafen Sänger Noah Veraguth und Gabriel Spahni auf einem Zwischenstopp in Zürich.

hitparade.ch: Ihr seid gerade sehr prominent vertreten in der Schweizer Hitparade: Nummer 1 bei den Singles und Nummer 2 bei den Alben. Herzliche Gratulation dazu! Was bedeutet euch das?
Noah: Diese hohe Platzierung des Albums kam für uns unerwartet. Das Album haben wir vor einem Jahr bereits veröffentlicht, und dies ist nun die 5.Single daraus. Dass wir so spät nochmals so hoch hinaufkommen, ist sehr selten. Normalerweise ist die Platzierung am Anfang top und flaut dann ab, in unserem Fall war es Platz 5, was ja auch super war. Nummer 1 in den Singles-Charts ist sowieso schwierig, von daher unglaublich! Das war nicht geplant und deshalb kam es unerwartet.

hitparade.ch: "Skyline" ist die offizielle Hymne des Schweizer Fernsehens für die Olympiade in London, was sicher ein Faktor für die hohe Platzierung war.
Noah: Ja, klar! Aber das Ganze war so nicht geplant, sondern unser Produzent hat im Auftrag des Fernsehens den Job des Songwritings an uns weitergegeben, weil er uns in dieser Aufgabe sah. Wir haben vergangenen April sofort damit begonnen und schnell ein paar Songs zusammengestellt. "Skyline" war dann das Lied, das alle als das Richtige dafür empfunden haben.

hitparade.ch: Bei iTunes seid Ihr schon länger auf Platz eins. Was ist wichtiger für euch, iTunes-Charts oder Schweizer Hitparade? Warum?
Gabriel: iTunes ist ein Prozentsatz von der ganzen Schweizer Hitparade. Deshalb hat letztere auch viel mehr Gewicht, auch für uns persönlich. Aber es ist auch cool zu wissen, dass wir auch bei jüngeren Leuten Anklang finden, denn diese kaufen mehrheitlich Musik auf iTunes.
Noah: Die Demografie auf iTunes ist jünger als diejenigen, die wirklich noch die CD im Laden kaufen gehen. iTunes bekommt immer mehr Gewicht, das ist so, insbesondere im Single-Markt.

hitparade.ch: Ihr wart vom 25. bis 27. Juli in London im House of Switzerland und habt drei exklusive Konzerte gegeben, wie war's?
Noah: London als Stadt an und für sich ist musikalisch geschichtsträchtig. Jeder von uns hat mindestens einen Musik-Helden, der in London ein Triumph gefeiert, ein wichtiges Konzert gegeben, ein Live-Album aufgenommen oder in London gearbeitet hat. London ist musikalisch ein wichtiges Zentrum. Wenn du dort deine Musik spielen kannst, ist das eine grosse Freude. Für uns war eindrücklich, zu sehen, wie die Einheimischen auf uns reagierten.

hitparade.ch: In Eurem Blog schreibt Ihr, Ihr seid von den Engländern als "Indie-Band" bezeichnet worden.
Noah: Genau, solche Sachen passieren einfach. Für die Engländer sind wir eine Indie-Band. Das hat uns geschmeichelt. Hier in der Schweiz versteht man unter dem Begriff "Indie" Musik, die an den Radios nicht spielbar ist, weil sie zu wenig dem Mainstream entspricht. Es meint kaputte und komplexe Musik. Alles, was am Radio kommt, ist Pop oder Kommerz. Die Engländer haben dazu einen anderen Zugang.

hitparade.ch: Ihr seid eine Schweizer Band, wart für die Schweiz an Olympia und nun seid Ihr die Nummer 1 der Schweizer Charts. Seid ihr gute Schweizer?
Gabriel: Was macht denn einen guten Schweizer aus? Die Schweiz ist unser Heimmarkt und unser einziger derzeit, wir sind noch nicht im Ausland tätig. Das würden wir zwar gerne in der Zukunft machen, aber derzeit spielen wir hier in der Schweiz, hier finden die Leute unsere Musik lässig, das vergessen wir sicher nicht (lacht)!

hitparade.ch: Ihr tingelt derzeit von Festival zu Festival. Was waren die Höhepunkte und was steht noch an?
Noah: Da gab es sehr viele Sachen! Beispielsweise das Argovia-Fest, Sommersound in Sursee mit Brian Adams, auf dem Bundesplatz, das Luzerner Fest, natürlich auch London. Wir haben sehr viele schöne Konzerte erlebt. Jetzt kommen noch einige wie Thun oder Baden. Wir haben an Orten gespielt, an denen kein Eintritt verlangt wurde und die Leute trotzdem stehen geblieben sind, statt nach Hause zu gehen. Das ist für uns ein Kompliment!

hitparade.ch: Braucht Ihr keine Pause?
Gabriel: Nein. Wir machen das, was wir am liebsten machen. Das ist unser Beruf und das ist super.

hitparade.ch: Das Album gibt es nun im Release 2 - warum das Upgrade?
Noah: Seit der Herausgabe des Originals ist sehr viel passiert mit der Band. Wir haben zwei Club-Tourneen sowie die Festival-Tournee gespielt, der Song "Skyline" kam hinzu. Diesen wollten wir auf dem Album haben, denn er gehört vom Sound-Konzept in dieses Album. Da dachten wir, wir legen das Album neu auf mit dem Song und den Live-Aufnahmen der Club-Tour. Uns ist auch wichtig, dass die Leute hören, dass wir die Songs auch live umsetzen können.

hitparade.ch: Ein Song auf dem Album sticht soundtechnisch heraus und ist auch nicht von Euch. Ihr habt "Video Games" von Lana Del Rey gecovert. Im Gegensatz zu Euren poppigen Nummern ist dieser Song ruhig. Warum gerade dieses Lied?
Noah: Stimmt schon, unsere Lieder sind vom Tempo her schneller und tanzbarer. Aber ich finde, textlich passt dieser Song total zu unseren, es geht ja auch um eine eher traurige Geschichte. "Technology" ist inhaltlich nicht so weit weg von "Video Games", auch "Rise Up" nicht. Darum hat uns dieser Song sofort angesprochen. Als wir dieses Lied letztes Jahr das erste Mal hörten, dachten wir: "Hey, die singt ja über das gleiche wie wir!" Und darüber müssen wir nicht diskutieren: "Video Games" ist songwriterisch ein Meisterwerk.

hitparade.ch: Steht Ihr Technologie-Entwicklungen kritisch gegenüber?
Noah: Nein, wir sind nicht kritisch, wir leben ja damit und nutzen sie auch aktiv. Technologie ist ein wichtiger Teil unserer Gesellschaft. Die Frage, die sich uns gestellt hat, ist: Was tun wir, wenn das alles zusammenbricht? Nichts geht mehr. Was passiert dann? Wir sind so abhängig von der Technologie, dass es schon nicht mehr gesund ist, dünkt es uns ein wenig. Das Album ist eine Momentaufnahme. Der Mensch erfindet zwar Technologien, aber inzwischen dominieren sie uns.

hitparade.ch: Was sind Eure Pläne für die nahe Zukunft?
Gabriel: Wir wollen vor den Amerikanern auf dem Mars sein! Ganz getreu unserem Lied (lacht). Nein, nächstes Jahr wollen wir ein neues Album produzieren, weitere Konzerte spielen in der Schweiz und vielleicht auch vermehrt im Ausland.
Interviewed by: Simone Kämpfer
Redaktion: Simone Kämpfer


Linktipps:
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