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Interview mit Kunz
Kunz bringt uns den Frühling!

21.03.2021
Mitten im März wurde es plötzlich MAI. Und das dank Kunz, der uns mit seinem neuen Album den musikalischen Frühling ins Wohnzimmer bringt. Und der Plan geht auf! Die Leute wollen den Frühling ganz offensichtlich, denn der Luzerner Musiker ist auf Platz eins der Schweizer Albumcharts eingestiegen! Herzlichen Glückwunsch! Damit ist MAI das vierte Album in Folge, das den Hitparaden-Thron besteigt. Im Interview spricht Kunz über seine neue Scheibe und über grosse Ziele.
hitparade.ch: Dein neues Album heisst MAI, erschien aber im März. Wie kommt das?
Ich kann den Mai kaum noch erwarten, um ehrlich zu sein. Seit über einem Jahr leben wir mental im tiefsten Winter. Ich bringe den Menschen jetzt den Mai, damit es wieder ein Aufblühen gibt. Der Mai ist ein Grund zum Feiern.

hitparade.ch: Wer war die erste Person, die Dein Album gehört hat?
Am Stück hörte es sich vor Release niemand an. Ich zeigte aber meiner Frau, meiner Schwester und meinen Eltern einzelne Songs, als sie fertig abgemischt waren. Wir hören die Songs oft gemeinsam.

hitparade.ch: Nun zu den Songs auf dem Album: An welchem Song hast Du am längsten herumgetüftelt, bis du zufrieden warst?
"Möuchstross" und "Wiit wägg". Es dauerte, bis die Songs in meinen Augen perfekt waren. Für "Wiit wägg" habe ich lange nach der richtigen Duett-Partnerin gesucht und wir haben eine ganze Weile an den zweiten Stimmen gearbeitet. Bei "Möuchstross" war vor allem das Songwriting ein längerer Prozess.

hitparade.ch: Welcher Song hat sich während des Prozesses vom Songwriting bis zur Album-Produktion am stärksten verändert?
Ebenfalls "Möuchstross", muss ich sagen. Zu Beginn hatte das Stück einen anderen Refrain und war viel langsamer. Die Grundidee blieb, der Rest hat sich verändert. Jetzt finde ich ihn super, so wie er ist. Auch "Pokerface" hat sich sehr verändert seit dem Songwriting.

hitparade.ch: Und welcher Song ist Dir am leichtesten von der Hand gegangen?
"Ciao". Die Story hatte ich sehr schnell. Die ging mir durch den Kopf, als ich am Perron auf den Zug gewartet hatte. Die Idee kam wie ein Blitz.

hitparade.ch: Du bist vor einem Jahr Vater geworden. Hört Dein Kind auch gerne Musik? Vielleicht sogar Deine Musik?
Ehrlich gesagt hören wir zu Hause nicht viel Musik. Wir machen sie lieber selbst. Mein Sohn hat viel Freude daran, Musik erklingen zu lassen. Das ist schön zu sehen!

hitparade.ch: Wie kam es eigentlich grundsätzlich dazu, dass Du Deinen Stil im Folk gefunden hast? Was hart Dich dazu inspiriert? Du hast damit ja einen ganz eigenen, unverkennbaren Stil erschaffen.
Ich mag das Raue, das Folk mit sich bringt. Folk-Elemente hatte ich auf natürliche Art immer in meiner Musik drin. Georg Schlunegger, der an meinem ersten Album mitgearbeitet hat, hat das herausgearbeitet und mir damit noch klarer aufgezeigt, was mir am meisten liegt.

hitparade.ch: Du bist dieses Jahr Teilnehmer von "Sing meinen Song - das Schweizer Tauschkonzert". Was war es für Dich für ein Gefühl, andere, grosse Künstler Deine Songs singen zu hören?
Ein sehr, sehr schräges Gefühl. Es ist spannend zu hören, was sich andere bei meinen Songs überlegt haben. Der Abend, an dem die anderen meine Songs singen, ist erst spät. Da hat man sich immerhin schon ein wenig an dieses Feeling gewöhnt. Dennoch ist es crazy. Gerade Seven singt einen sehr intimen Song von mir, das war ein echtes Erlebnis. Ich bin grosser Fan von Seven und seiner Stimme.

hitparade.ch: Nach welchen Kriterien hast Du die Songs der anderen Teilnehmer ausgesucht?
Frei nach meinem Gusto! Ich habe bei allen Songs mein Ding daraus gemacht und das war spannend und spassig.

hitparade.ch: Wenn das Leben einmal wieder normal werden sollte: Könntest Du Dir vorstellen, im Ausland zu spielen?
Ich habe nicht zu grosse Träume. Wenn ich in der Schweiz herumtouren kann, so wie früher, an coolen Konzerten und grossen Festivals, dann ist das absolut grossartig. Das Ausland wäre wie die Büchse der Pandora. Es wäre etwas ganz Neues, das gut überlegt sein müsste. Was ich mir allerdings tatsächlich vorstellen könnte, wäre ein deutsches Album.
Interview durchgeführt:
Bettina Wyss Siegwart
Redaktion:
Bettina Wyss Siegwart



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