ADAMS ÄPFEL - GOTT IST AUF MEINER SEITE


Kino


DVD


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Originaltitel Adams æbler
Genre Comedy | Crime | Drama
Regie Anders Thomas Jensen
Darsteller
Ulrich ThomsenAdam Pedersen
Mads MikkelsenIvan
Nicolas BroGunnar
Paprika SteenSarah Svendsen
Ali KazimKhalid
Ole ThestrupDr. Kolberg
Nikolaj Lie KaasHolger
Gyrd LøfquistPoul Nordkap
Lars RantheEsben
Peter ReichhardtNalle
alle anzeigen
Land DK
Jahr 2005
Laufzeit 94 min
Studio M&M Productions
FSK 16
Kinostart CH (de)07.12.2006
DVD-Start10.05.2007
Kino Deutschschweiz Wochen: 11 / Besucher: 26388
Kino Romandie Wochen: 7 / Besucher: 7082

ADAM'S APPLES ist eine politisch völlig unkorrekte Komödie mit Tiefgang. Letztlich geht es um menschliche Schwächen, göttliche Willkür und die Frage, wie viel Güte ein Mensch ertragen kann.

In ihrem Heimatland konnten Jensen (der beste Drehbuchschreiber Dänemarks) und sein Darstellerensemble, allen voran Ulrich Thomsen (u.a. 'Festen') und der neue "Bond-Gegenspieler" Mads Mikkelsen mit ADAM'S APPLES im letzten Jahr einen Publikumshit verbuchen. Der Film wurde inzwischen weltweit mehrfach preisgekrönt und wird am Wettbewerb um den MÉLIÈS D'OR, der den besten "European Fantastic Film" auszeichnet und um den sich nur die besten 10 Filme des Jahres bewerben können, teilnehmen.

"Adam‚s Apples berührt und überschreitet in einem fort die Grenzen des guten Geschmacks, lässt seine Figuren ungestraft die schlimmsten Dinge tun, wechselt die Genres von Märchen über sozialen Realismus hin zu Slapstick und Splatter. Und doch ist der Film ganz und gar geglückt, lässt er sich doch als Parabel aller Ebenen menschlichen Zusammenlebens verstehen."

REVIEWS

Average points: 5.13 (Reviews: 15)

hat spass gemacht!

wundervoller film
Last edited: 10.03.2008 12:29:00

Ich bin kein Fan von dänischen Dogmafilmen, und auch sonst kann ich mich wenig für das nordische Kino begeistern. Doch mit „Adams Äpfel“ hat Regisseur Anders Thomas Jensen einen äusserst makabren, gegen den Strich gebürsteten Film gedreht, der nicht nur riesig Spass macht sondern auch ein tolles, skurriles Ensemble aufweisen kann.
Bondbösewicht Mads Mikkelsen ist in seiner Gutmütigkeit zuerst sehr komisch und später sehr berührend. Es ist dieses Wechselspiel aller Figuren, dass sie im Grunde sehr schräg sind und doch irgendwie menschlich und warmherzig. Ein Film der seine skurrilen Charaktere ernst nimmt, daraus die abstrusesten Situationen herausfiltert, bitterböse und warmherzig zugleich ist und einfach prima unterhält. Ein grandioser Film, der länger im Gedächtnis bleibt, als so manche Big-Budget Produktion.

Habe 20 Minuten gebraucht bis ich mich in den Film eingefunden habe. Sehr subtiler Humor, der oftmals auf 2/3 Dinge anspielt, z.B. der Kater der erschossen wird gehört dem Trinker. Sehr lustig ;-). Hat Spaß gemacht der Film. [5.0]
Last edited: 27.12.2013 18:27:00

Die Höchstpunktzahl finde ich höchst übertrieben, da besonders die Storyline des Films nicht sehr originell und ziemlich durchschaubar ist. Ansonsten hat mich dieser dänische Streifen einige Minuten an den Bildschirm gefesselt - und das auf Arte!? 4.5

Madds Mikkelsen spielt in der Tat brilliant. Die Szene wo, sich die Frau bei ihm ausheult und er nichts besseres zu tun hat, als sich über Adams Verteilung der Kekse zu beklagen ist unbezahlbar ;) Besonders herrlich find ich immer den Gesichtsausdruck von Adam, wenn Ivan irgendwas Komisches sagt ^^

Fand ich auch gelungen.

Den hatte ich mir natürlich auch nicht entgehen lassen dürfen. Eine schöne rabenschwarze Komödie...haha, und dann dieses "How deep is your love"...sehr gut, aber für mich nur eine abgerundete 5.

Knapp an der Höchstnote vorbei. Eine ungewöhnliche Geschichte. Besonders gefiel mir natürlich der Humor des Arztes.

Der Neonazi Adam muss nach einer Straftat gemeinnützige Arbeit in einem Pfarrhaus verrichten. Vor Pastor Ivan muss er das Ziel seines Aufenthalts angeben, er nennt mit hämischem Grinsen das Backen eines Apfelkuchens. Fortan soll er sich um die Pflege des Apfelbaums auf dem Gelände kümmern, doch Raben, Würmer und Unwetter boykottieren dies. Der Pastor glaubt an ein Werk des Teufels, während Adam ihm vorhält, Gott selbst bestrafe seinen Diener, was diesen sehr zu hören erschüttert...

Denn ob Kleptomanen, Alkoholiker, Nazis oder schießwütige Araber: Ivan gibt wirklich allen armen Seelen dieser Welt ein Zuhause und macht sie zu glücklichen Menschen. Das Geheimnis dabei: Negative Ereignisse werden strikt aus dem eigenen Horizont so verändert, dass doch etwas Positives darin gesehen werden kann. Obwohl der Teufel die Menschen immer wieder auf die Probe stellt, passiert doch viel mehr Glück auf dieser Welt, diese Einstellung vertritt der gutmütige Pfarrer. Die Fassade bröckelt jedoch langsam, als Adam ihm die harte Realität vor Augen führt - zumindest seine Realität.

Heute führt mich die cianeastische Reise durch die größten Leckerbissen der Filmgeschichte nach Dänemark, wo man auf Anders Thomas Jensen trifft. Der ist Regisseur und in seinem Heimatland eine echte Koryphäe, wurde sogar bereits zwei Mal für den Oscar nominiert. Bekannt ist Jensen für seine aneckenden Filme mit schwarzem und subtilem Humor. Wobei hierzulande das Wort "bekannt" vielleicht noch etwas übertrieben ist, die Filme "In China essen sie Hunde" und "Dänische Delikatessen" könnten Filmfans jedoch immerhin kennen. Schwarzen Humor bekommt man jedenfalls auch hier zu Gesicht - und das reichlich.

Man braucht zunächst aber erst einmal sehr lange, bis man der Handlung folgen kann, denn da es keinen Prolog gibt und auch ansonsten das etwas schräge Verhalten des Geistlichen nicht erklärt wird, muss sich der Zuschauer erst einmal eingewöhnen. Auch die schrägen Nebenfiguren wirken zu Beginn wirklich äußerst seltsam. Nach etwa einer halben Stunde fand ich mich jedoch immer mehr ein ins Geschehen, sodass es dort auch wirklich Freude machte, zuzuschauen und dem witzigen Duell zwischen den beiden Protagonisten zu folgen. Schenkelklopfer gibt es nicht zu betrachten, eher skurrile Situationen, Aussagen und Beziehungen.

Im letzten Teil wird das Erscheinungsbild des Films dann deutlich düsterer, womit nicht nur der Humor gemeint ist. Das Böse scheint zu siegen, die Szenen gewinnen an Dramatik und verlieren teilweise auch etwas an Humor, einige Szenen sind allerspätestens hier auch keinesfalls mehr für zu junge Zuschauer geeignet. Bei beiden Hauptfiguren findet ein Umdenken statt, das sie beide näher zusammenrücken lässt. Das alles ist sehr intelligent gemacht, leider ist aber die Handlungslinie bereits relativ schnell vorhersehbar, was dem Filmgenuss natürlich nicht immer besonders zuträglich ist. Mir persönlich dauerte es einfach auch einen Tick zu lange, bis man sich so richtig in "Adams Äpfel" einlebt.

Dennoch: "Adams Äpfel" ist sehr intelligentes Kino, das seine Zuschauer nicht vergisst. Es wird reichlich Unterhaltung geboten, die aber mit der Gottesthematik (die ja durchaus vorhanden ist) niemals plump umgeht. Der Film nimmt sich und seine Charaktere durchaus ernst, zumindest in einem Maße, dass es nicht so wirkt, als würde er sich lediglich darüber lustig machen. Ein schöner Film mit Schwächen, die es manchmal etwas erschweren, richtig Zugang zu finden. Auf der anderen Seite natürlich wunderbar unangepasst. Und wer in den letzten Minuten einige Deja vus zu haben glaubt, muss nicht denken, dass er verrückt ist. ;)

Genialer Film - lustig u. böse zugleich.

"Ist das ein gutaussehender Mann! Dein Vater?"
"Das ist Hitler."

Der süßeste Apfelkuchen der Welt, ein schönes Ende, das mir beinahe noch ein paar Tränen abverlangt hat und toller Humor.

Gute schwarze Komödie, viel mehr auch nicht.
Last edited: 17.09.2016 22:33:00

Ziemlich witzig :)

hehehe. skuril, witzig, böse und warmherzig zugleich. 5+

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