BLADE RUNNER 2049


Kino


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Originaltitel Blade Runner 2049
Genre Science-Fiction
Regie Denis Villeneuve
Darsteller Ryan Gosling, Harrison Ford, Dave Bautista, Robin Wright, Mark Arnold, Vilma Szécsi, Ana de Armas, Wood Harris, David Dastmalchian, Tómas Lemarquis, Sylvia Hoeks, Edward James Olmos, Jared Leto, Sallie Harmsen, Hiam Abbass, Mackenzie Davis, Carla Juri, Sean Young
Land USA / GB / CDN
Jahr 2017
Laufzeit 163 min
Studio Sony Pictures Releasing Switzerland GmbH
Kinostart05.10.2017
Kino Deutschschweiz Wochen: 6 / Besucher: 62156
Kino Romandie Wochen: 6 / Besucher: 32596
Filmreihe
Blade Runner 2049 (2017)

30 Jahre nach den Ereignissen des ersten Films fördert ein neuer Blade Runner, der LAPD Polizeibeamte K (Ryan Gosling), ein lange unter Verschluss gehaltenes Geheimnis zu Tage, welches das Potential hat, die noch vorhandenen gesellschaftlichen Strukturen in Chaos zu stürzen. Die Entdeckungen von K führen ihn auf die Suche nach Rick Deckard (Harrison Ford), einem seit 30 Jahren verschwundenen, ehemaligen LAPD Blade Runner.

Denis Villeneuve (Arrival, Sicario) führt Regie bei diesem bereits jetzt mit Spannung erwarteten Sci-Fi-Thriller. Neben Harrison Ford (Indiana Jones, Star Wars: Das Erwachen der Macht), der erneut in seine legendäre Rolle des Rick Deckard schlüpft, zählen Ryan Gosling (La La Land, Drive), Ana de Armas (War Dogs), Sylvia Hoeks, Robin Wright (House of Cards), Mackenzie Davis (Always Shine), Lennie James (The Walking Dead), Dave Bautista (Guardians of the Galaxy) und Jared Leto (Suicide Squad, Dallas Buyers Club) zu dem hochkarätig besetzten Cast. Die Schweizerin Carla Juri, geborgen im Tessin, und bekannt durch ihre Rolle in „Feuchtgebiete“, ist ebenfalls Teil des Casts. Als Produzenten fungieren Andrew A. Kosove, Broderick Johnson, Bud Yorkin und Cynthia Yorkin. Als Executive Producer zeichnen Ridley Scott, Tim Gamble, Frank Giustra, Yale Badick, Val Hill sowie Bill Carraro verantwortlich.

REVIEWS

Average points: 5.66 (Reviews: 3)

******
Unglaublich! What a movie! Denis Villeneuve löst die Erwartungen tatsächlich ein. Und die waren hoch, auch meinerseits, als eingefleischter Fan des Originals. Ich kann gar nicht aufzählen, welche Details in ihrer Fülle alle im „Blade Runner 2049“ genial sind. Da ist mal das Visuelle. Roger Deakins ist der wohl mit Abstand beste Kameramann der Gegenwart. Er taucht den Film in unglaubliche Farben, neblige Nächte, in Schnee, giftiges Orange und abfallgeschwängerte Grautöne. Die Harmonie der Einstellungen mit dem Setdesign ist so apokalyptisch-genial, dass die Räume und Weiten einem völlig gefangen nehmen. Das Salz in der Suppe sind die Hologramme. Noch nie habe ich so genial ausgefeilte Animationen gesehen. Ob es die riesigen Neonwerbungen oder Joe’s virtuelle Frau Joi ist – die Ideen dahinter sind eine Offenbarung und wegweisend! Und Rachael war so dermassen perfekt wiederanimiert, dass frühere CGI-Figuren im Kinokosmos gleich billig aussehen. Es war, als wie wenn Sean Young auferstanden wäre. Ein Wahnsinns-Moment (auch wie Harrison Ford diese Szene spielt). Dann kommt die Soundline dazu. Hans Zimmer erweist Vangelis seine tiefe Ehre, indem er die Struktur der Synthi-Töne beibehält und trotzdem Neues schafft. Dann die Schauspieler, allen voran Ryan Gosling, aber auch z.B. die Schweizerin Carla Juri, welche allesamt glänzen. Und nicht zu vergessen ist das Erzähltempo. Dem Film Längen vorzuwerfen, würde seiner emotionalen Tiefe nicht gerecht werden. Ich bin der Meinung, es braucht diese epischen 2 ¾ Stunden in jeder Facette. Und dann natürlich der philosophische Tiefgang. Androiden getrieben nicht nur auf der Suche nach den eigenen Erinnerungen, sondern nach dem Sinn des Lebens und nach Fortpflanzung. Und schliesslich huldigt „Blader Runner 2049“ auch dem Original und zollt ihm Respekt, indem die Welt von damals visuell und auch mit vielen Detail-Geräuschen, Motiven und Design-Einfällen konsequent weitergeführt wird. Man fühlt sich im Moloch Los Angeles gleich wieder wie zu Hause. Wenn trotzdem ein Kritikpunkt fällig ist, dann an die Adresse von Jared Leto. Seine Rolle und seine Texte waren etwas gar prätentiös.

Nun, es ist nicht zu leugnen, dass Villeneuve hier nicht einen Hollywood-Blockbuster mit schönen Effekten und Action-Spektakel abliefert, sondern wesentlich tiefer geht und das schier Unmögliche schafft: Er toppt sogar noch das Original. Wenn das nicht der Film des Jahres ist! Und vielleicht sogar das beste Sequel, das je auf die Leinwand kam!

Die Fragen faszinieren endlos und sind Gänsehaut und Frischfutter für jeden Fan von Philosophie und Konstruktivismus: Ist ein Androide, der fühlt, nicht sogar ein besserer Mensch? Was braucht es, ein Mensch zu sein? Menschlich sein bedeutet nicht, dass man Vater oder Mutter braucht. Man braucht nur die Sehnsucht, einmal Kind gewesen zu sein. Und mit ein paar Schneeflocken auf der Haut erkennen wir die Schönheit der Erde.
Last edited: 08.10.2017 13:29:00
******
für mich, der film des jahres 2017.




*****
Nach 35 Jahren (!) ist sie nun also da: die Fortsetzung zu "Blade Runner". Und sie ist gut geworden - richtig gut! Manch einer findet das Sequel sogar besser als den 1982-Film, das scheint mir dann aber doch ein wenig übertrieben. Dass das futuristische L.A. ein heruntergekommener Moloch ist und San Diego seine Müllkippe, wissen wir schon seit Ridley Scott. Auch fehlt mir (noch) sowas wie eine epische, eine monumentale Szene wie Roy/Deckard anno 1982 auf dem Dach. Aber ich will nicht schnöden, die 163 Minuten sind bildgewaltig und keine Sekunde zu lang.
Sind Replikanten die besseren Menschen? Was passiert, wenn etwas Künstliches plötzlich in der Lage wäre, die Frage der Schöpfung neu zu definieren? Die Antworten darauf geben vielleicht die nächsten Blade-Runner-Filme, die da noch kommen könnten. Die Anzeichen für eine Revolution sind jedenfalls gegeben...

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