THE SQUARE


Kino

Originaltitel The Square
Genre Comedy | Drama
Regie Ruben Östlund
Darsteller Claes Bang, Elisabeth Moss, Dominic West, Terry Notary, Christopher Læssø, Marina Schiptjenko, Elijandro Edouard, Daniel Hallberg, Martin Sööder, Linda Anborg, Emelie Beckius, Peter Diaz, Sarah Giercksky, Annica Liljeblad, Jan Lindwall
Land S/D/F/DK
Jahr 2017
Laufzeit 142 min
Studio Xenix Films
Kinostart26.10.2017
Kino Deutschschweiz Wochen: 3 / Besucher: 14886
Kino Romandie Wochen: 1 / Besucher: 7652
Auszeichnungen
Cannes: Bester Film 2017

Christian ist angesehener Kurator eines Museums für Gegenwartskunst in Stockholm, ein geschiedener, hingebungsvoller Vater zweier Kinder, fährt ein Elektroauto und unterstützt humanitäre Organisationen. Die nächste spektakuläre Ausstellung, die er vorbereitet, ist «The Square». Es handelt sich um einen Platz, der als moralische Schutzzone fungieren und das schwindende Vertrauen in die Gemeinschaft hinterfragen soll.

Doch manchmal ist es schwierig, den eigenen Idealen gerecht zu werden: Christians unüberlegte Reaktion auf den Diebstahl seines Handys und eine kontroverse PR -Kampagne für die Ausstellung führen ihn und das Museum in eine Existenzkrise.

REVIEWS

Average points: 5 (Reviews: 1)

*****
Die Demontage nicht eines Individuums, sondern einer ganzen Gesellschaft wird hier vorgeführt, zugespitzt in der schwedischen Kunstszene, wo die Elite mit gesellschaftlichen Tabus noch und nöcher gebrochen wird. Handy-Klau, eine amoralische Suchaktion, eine zynische Werbekampagne und der Höhepunkt der Raubtier-Perfomance beim Gala-Diner schildern, wie dekadent unser soziales Gefüge ist und wie völlig absurd man manchmal auf simple Ereignisse reagiert und sich unverhofft in etwas reinsteigert. Claes Bang als Chefkurator des X-Royal-Museums in Stockholm spielt das hervorragend, denn auch sein Ego wird durch eine Verkettung blöder Zufälle demontiert. Grossartige Szenen im Kleinkosmos wie das Verteilen der Memos in den Briefkästen eines Wohnblocks über das Entsorgen von Kondomen bis zur Suche der Notiz eines Einwanderer-Jungen in den Müllsäcken im triefenden Regen sind denkwürdig. Am besten hat mir der Dialog über die Affäre mit der Kunstjournalistin Anne (Elisabeth Moss) im Vordergrund der Stuhlinstallation gefallen, immer wieder herrlich unterbrochen durch die beobachtenden Blicke der Aufpasserin und des rein akustischen Zusammenbrechens der Stühle. Höhepunkt bleibt aber die Raubtier-Performance – ein krasses Erlebnis. Die Kunst des Films ist, immer wieder die Grenze auszuloten: Zwischen Moral, Anstand und Tabubruch, zwischen Toleranz und Gleichgültigkeit. Die Szenen sind dabei genauso nachdenklich wie komisch. Man erkennt sich manchmal selber und obwohl einiges sehr absurd ist, ist es dennoch authentisch. Und manchmal läuft sogar noch ein Schimpanse durchs Bild. Ein würdiger Gewinner der diesjährigen Goldenen Palme von Cannes.

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