**** Die Voraussetzungen für einen packenden Roman sind durchaus da: Die Sprache von Anne Enright ist präzis und verlangt nach genauem Hinschauen. Zwei Menschen, die beide "vergeben" sind, beginnen eine Affäre, die sich erst nach und nach zu einer solchen entwickelt. Die Menschen dahinter (Partner, Kinder) kommen ebenfalls bald ins Spiel. Leider verzettelt sich die Autorin oft in Nebensächlichkeiten. Die Perspektiven- bzw. Zeitenwechsel helfen auch nicht gerade, die Spannung und den roten Faden aufrechtzuerhalten. So habe ich zwar das Werk gerne zu Ende gelesen, aber inhaltlich deutlich mehr davon erwartet. 4++ |