Hinweis: Eigentlich sind sämtliche Tracks auf der zweiten CD ein Lied namens "Six Degrees Of Inner Turbulence" (Länge: 42:02). Auf der CD ist das Lied aber in acht Tracks eingeteilt.
Meiner Meinung nach das schlimmste, was DT je veröffentlicht haben. Die Highlights sind schnell aufgezählt: Missunderstood, die ersten 4 Minuten von Glass Prison und wenige Teile des Titelsongs lassen die Genialität aufblitzen, die ich von DT erwarte. Alles andere kann man vergessen, weil es einem Koitus Interruptus doch sehr gleichkommt, irgendwie verschwimmt alles und kommt nicht auf den Punkt, der AHA-Effekt fehlt völlig.
Das 2002erDoppelalbum 'Six Degrees Of Inner Turbulence' Während die Band zu Anfang noch viele Covers gemacht haben, schließt sich 'Six Degrees Of Inner Turbulence' in seiner Art den Alben an, in denen Dream Theater ihren eigenen Stil immer weiter vervollkommnet haben und erinnert sehr stark an 'Scenes Orom A Memory'. Auch auf diesem Album sind die Einflüsse von solch verschiedenen Bands wie Metallica und Emmerson Lake and Palmer aber auch Pink Floyd nicht zu leugnen. Auf CD eins gibt es verschiedene Songs in Dream-Theater-Manier. Es wird wieder bewusst und gekonnt mit nicht unbedingt musikalischen Effekten und Tönen gearbeitet, am auffallendsten eine Rede von Präsident Bush. Hinter der zweiten CD steht wieder mehr ein Konzept. Eigentlich ist CD Zwei ein 42-Minuten Song. Er beginnt mit einer Overtüre, einem Instrumentalstück, sehr locker und leicht, wie der Soundtrack zu einem heiteren Film, vielleicht aber auch zu einer Tragikkomödie. Dann werden sechs Geschichten erzählt, die inneren Turbulenzen der Menschen. Die Geschichten werden mitunter wieder von Geräuschen oder Stimmen in Hintergrund vervollständigt. Die Songs, sofern man von verschiedenen Songs sprechen kann, sind alle anders, wie die Geschichten, die sie erzählen. 'War Inside My Head' ist ein lauter Metalsong, 'The Test That Stumped Them All' ist chaotisch, danach ein ruhig einfühlsamer Song, später wieder ein sehr melodisches Stück 'Solitary Shell'. Am Ende fügt sich jedoch alles zusammen, musikalisch wie textlich, Worte und Melodien kehren in abgewandelter Form wieder. Das Album endet mit einem großartigen fast schon berauschendem Stück. So ist dieses Doppelalbum wieder ein mehr als gelungenes Stück Dream Theater. Musikalisch wie auch poetisch vielseitig und anspruchsvoll. Dem ein oder anderen mögen die Hammond-Orgel und die Gitarrensoli etwas veraltet scheinen, aber diese Band steht zu ihren Vorbildern und zu ihrem Stil und unterwirft sich nicht irgendwelchen Modeerscheinungen.