'The Pariah, The Parrot, The Delusion' ist nach vier Jahren Abstinenz und sieben Monaten im Studio ein Album geworden, wie man es sich nur wünschen kann. Eine ganze Stunde Spielzeit, 18 Tracks und davon keiner wie der andere. Hier herrscht die Liebe zum Detail: Zahlreiche vertrackte Schlagzeugfills, Breaks einzelner Stimmen, die ausgiebige Verwendung von Keyboards, Metallophonen und anderen "rockfremden" Intrumenten. Insgesamt klingt die Platte konzentrierter, dichter, ausgefeilter. Gerade verzerrte Gitarren kommen groovelastiger daher, weil sie nicht mehr so hallend klingen wie auf den beiden Vorgängeralben.
Und ob Dredg nun radiotauglich geworden sind oder nicht, ist sowas von egal.. Fakt ist, dass das neue Album die Experimentierfreudigkeit von 'El Cielo' und das Songwriting von 'Catch Without Arms' aufgreift und beides zur Perfektion bringt.
Nach der gemütlichen Ouvertüre 'Pariah' ist das Zwischenstück 'Drunk Slide' die eigentliche Tür ins Geschehen und gleichzeitig ein kräftiges Argument für Stereo: Ein Erlebnis unter dem Kopfhörer! 'Ireland' ist immer noch nicht schnell, treibt aber und macht ungeheuer Laune, wenn Dino Campanella bei einem Dreier-Rhythmus in die Subdivision springt. Überhaupt Daumen hoch für den Mann an den Trommeln, ohne den und dessen verschachtelte Grooves Dredg alt aussähen.
Die Single "Information" hat mich neugierig gemacht, und tatsächlich finden sich auf dieser Platte eine Reihe formidabler Stücke. Die poppigeren Beiträge gefallen mir auf Anhieb am besten, doch diese Art von Musik muss man wohl noch etwas länger einwirken lassen.
Highlights: Information, Quotes, Down To The Cellar, Horizon Last edited: 10.07.2009 23:22
OK, diese Platte ist keine leichte Kost. Man braucht einige Durchgänge, bis man richtig ins Album hineinkommt. Jedoch ist diese Scheibe etwas vom besten, was ich in letzter Zeit aus dem ansonsten belanglosen Indielager gehört habe. Auch wenn die Platte eher Richtung Progressive Rock geht, wirkt sie keineswegs langweilig und die Gitarren werden mit Talent gespielt und nicht "zerschrammelt."
Für alle, welche die Nase vom typischen 0815-Alternative Rock voll haben, ist "The Pariah, The Parrot, The Delusion" sicher ein guter Kauftipp.
gute bis sehr gute Scheibe der amerikanischen Progressive-/Alternative Rockband - 4.5 (knapp aufgerundet auf 5*)...
persönliche Favoriten: Long Days And Cague Clues Saviour Information Ireland
nicht Gefallen fand ich an den überaus kurzen Stücken (kenne ich auch bereits von finnischen Rock-/Metalbands)...wenn kurz, dann heftig und intensiv (hier jedoch eher nicht der Fall)...
Das ist ein unglaublich vielseitiges Album. So etwas habe ich noch selten gehört. Mir gefällt vor allem das Schlagzeug und die gefühlsvolle Stimme des Sängers. Man muss das Album mehrmals hören um richtig hinein zu kommen, doch dann ist es einfach grandios.