Metallica blieben nicht stehen; nach dem Release von 1984 - "Ride the lightning" - auf dem sie schon politische Themen einbrachten, vertieften sie auf dem '86er Output "Master of puppets" diese Idee - die Scheibe ist ein von politischen und sozialen Themen gezeichnetes Album, was allein schon am Coverartwork ausmachbar ist.
Musikalisch versuchte man sich auch in was ganz neuem; neben dem brachialen, straighten Thrashmetal, reicherten Metallica - von Bassist Cliff Burton in diese Richtung gelenkt - ihre Songs mit klassischen Harmonien an; deutlich hörbar im wunderschönen Instrumental "Orion", aber auch in "Master of puppets" und dem Intro zu "Battery". Dazu schlug man - wie schon auf dem Vorgänger - einen leicht progressiven Kurs ein!
Jener Cliff Burton kam dann leider auf der folgenden Tour zum Album um's Leben; am 27. September 1986 kam der Tourbus der Band in Schweden in einer kalten Nacht wegen Eis von der Strasse ab und kippte - das aus der Koje geschleuderte Bassgenie Burton wurde unter dem Tourbus begraben... Ein unheimlicher Verlust für die Band, deren Musik sich in erster Linie durch den charismatischen Cliff von anderen Thrashbands unterschied. Cliff Burton stiess ende 1982 zu Metallica - für ihn zog die Band sogar von LA nach Frisco, damit sie ihn für sich gewinnen konnten.
Es ist aus heutiger Sicht schon beinahe unheimlich, das Plattencover und das damalige Bühnenbild zu sehen; sowohl das Cover von "Master of puppets" als eben auch die Bühne zeigen Kreuze in Form von Grabsteinen - besonders live nun krass zu sehen, wie Cliff Burton zwischen diesen Grabsteinen agiert und wenige Zeit später selber begraben werden musste... Erschreckend!!
Die Band wollte aufhören - doch Freunde und Management redeten ihnen gut zu und letztendlich wäre es auch Cliff Burton ein Anliegen gewesen, dass die Band, die langsam zu Ruhm kam, weiter machen soll. Man suchte einen neuen Bassisten und fand ihn im Flotsam & Jetsam-Kopf Jason Newsted, der dadurch Eindruck machte beim Vorspielen, dass er JEDEN Song auswendig konnte und den gesamten back-Katalog der band im Griff hatte. So entschied man sich für Newsted, der bis 2001 in der band blieb.
Tragisch bleibt der bittere Nachgeschmack, dass Metallica erst bekannt wurden, nachdem sie Cliff Burton "geopfert" hatten... Als wäre das der Preis des Erfolges gewesen...
"Master of puppets" ist ein tragisches, charismatisches und sehr starkes Album - für mich persönlich jedoch hinter "Ride the lightning" und dem 1988 erschienen "...and justice for all" zurück... Nicht desto Trotz eine 6*! Last edited: 02.10.2007 13:20
Das war noch Metallica klare 6 Alle die auch etwas mit Dream Theater anfangen können sollen sich mal Master Of Puppets von DT gecovert reinziehen.. Last edited: 06.08.2005 14:45
Verpasst knapp die Metallica Top-3, gehört für mich dennoch zu den Top-100 ever. Damals noch roh und leidenschaftlich... Meine Highlights: 1; Titeltrack 2, Battery 3, Sanatorium 4, The thing that... 5, Orion Last edited: 03.09.2012 15:31
klasse Album. Neben "...And Justice for All" mein Lieblingsalbum.
Meine Lieblingssongs: Battery Master of Puppets The Thing That Should Not Be Leper Messiah Orion
Ich konnte wiederrum mit Welcome Home (Sanitarium) nie so richtig was anfangen, wenn dann schon eher mit der zweiten Hälfte des Songs. Last edited: 28.11.2007 05:54
Schneidende Thrash-Metal-Riffs und gezupfte Passagen in vielschichtigen Songs. Harte Musik in absoluter Perfektion. Gilt als eines der besten Metal-Alben überhaupt, sicherlich zurecht.
Ich spare mir das übliche Blabla zur Bedeutung für die Musikgeschichte etc. pp., das können andere viel besser. Deshalb belasse ichs bei meiner persönlichen Meinung: "Master of Puppets" ist, genau wie Vorgänger "Ride the Lightning" und Nachfolger "...and Justice for All", ein großartiges Stück Musik, vielschichtig, komplex, hart, und doch wunderbar hörbar. Zwar sind sowohl Opener als auch Closer für Metallica-Verhältnisse fast schon schwach ausgefallen, dafür wird dazwischen mit Hits nicht gegeizt: das wunderbare und vielseitige Titelstück, das faszinierende Instrumental "Orion", und insbesondere das brutale Riff-Monster "Disposable Heroes" - meine drei Favoriten des Albums, wirkliche Meisterstücke. Aber auch die Halbballade "Welcome Home (Sanitarium)" und die etwas schrägeren "The Thing That Should Not Be" und "Leper Messiah" sind definitiv gelungen. Ausfälle gibts keine, und so kommt eigentlich nur noch die 6* in Frage!
1. Disposable Heroes - ****** 2. Orion - ******– 3. Master of Puppets - ******– 4. Welcome Home (Sanitarium) - *****++ 5. The Thing That Should Not Be - *****+ 6. Battery - *****+ 7. Leper Messiah - *****+ 8. Damage, Inc. - *****+
wirklich verdammt starke Thrash-Metal-Scheibe, bei der so ziemlich jeder Song ein Volltreffer ist. Einfach fantastisch gespielt, hat unglaublich viel Power und Energie, geht gnadenlos ab, ist aber auch teilweise wunderbar melodiös. In Summe gebe ich die volle Wertung für dieses Klassiker-Album. 6*
Meine Top-6-Highlights: 1. Master of puppets 2. Welcome home (Sanitarium) 3. Orion 4. Disposable heroes 5. The thing that should not be 6. Battery
Mit dem Stakkato-haften Ryhthmus der Truppe hab ich mich schon immer relativ schwer getan, aber das Album hat definitiv seine Qualitäten, vor allem was die B-Seite angeht....
Ich war nie der ganz grosse Metallica-Fan. Aber selbst ich muss zugeben, dass "Master Of Puppets" das beste Metal-Album aller Zeiten ist. Alle 8 Tracks sind Übersongs. 'Battery', 'Master Of Puppets' oder 'Disposable Heroes' haben zudem Legionen von Nachwuchsbands beeinflusst, und mit dem Instrumental 'Orion' setzte sich Bass-Virtuose Cliff Burton schon zu Lebzeiten ein Denkmal. Als Burton ums Leben kam, wurde die Band brutal auseinander gerissen. Metallica fand nie wieder zu ihrer Höchstform zurück.