Ein mich musikalisch definitiv nicht vom Hocker reissendes Swing-Schmankerl serviert uns Fendrich mit dieser satirischen Nummer. Er inszeniert sich anfänglich als sich der "Welle der Charmanten" zu entziehen, zum "hundsgemeinen Schweinehund" zu mutieren gedenkender Macho, um zum Schluss zur Pointe auszuholen, in der Arbeit als mit Kochschürze versehener Hausmann auf lebensphilosophische Innovationen dann doch lieber zu verzichten. Textlich gut, musikalisch durchschnittlich - ich runde zur 4 ab.
In meinen Ohren das schwächste Stück auf "Hier + jetzt". Die Story vom angeberischen Macho, der jedoch in der finalen Sequenz - wenn die Gemahlin den Fuss über die Schwelle setzt - umgehend eine 180°-Wende vollzieht, da er effektiv seine Hausmannpflichten in sträflicher Weise vernachlässigt hat, ist zwar nett-satirisch gemeint; vermag allerdings weder speziell zu belustigen, noch zu überzeugen. Trotz bluesigen Big-Band-Klängen runde ich ab.
Der 10. Song aus dem aktuellen Album von Rainhard Fendrich bietet guten Sound im swingenden Blues-Stil. Es fehlt hier ein wenig die gewisse Schärfe. Ansonsten ein gelungener Titel.