Eine offensichtlich Autobiografisches verarbeitende Steinbäcker-Nummer, welche mit choraler Refrainwucht der wilden Jahre gedenkt, welche das besungene Individuum dem Vernehmen nach durchlebt habt. Ein gefälliges Werkbeispiel aus dem jüngsten Album der in rund 20 Stunden am Tegernsee das aus aller Welt angereiste Openairpublikum beglücken werdenden Combo. Sehr gut ist sie, meine Fünf.
Das Werk liesse sich auf den ersten Blick auch als ausdrückliche Gegenposition zur "Guaten alten Zeit" , welche Schiffkowitz vor 24 Jahren für STS komponiert hat, lesen. Musikalisch wie textlich finde ich Steinbäckers Gegenwartsdiagnose und der Rückblick auf sympathische Facetten der Vergangenheit durchaus hörenswert. Kein Höhepunkt auf "Neuer Morgen", doch auch meinerseits ein Fall für die solide 5.