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Sally Oldfield, die Newcomerin, blickt auf eine Vergangenheit zurück, die man ihr absolut nicht zutraut: Im irischen Dublin geboren und England übergesiedelt, tippelte zunächst in eine Ballettausbildung hinein. Vom 16. Bis zum 20. Lebensjahr studiert sie täglich an der „Royal Academy Of Dance“ ihre Lektionen. Dann stieg sie um auf Geisteswissenschaften und belegte drei Jahre lang an der Universität Vorlesungen und Kurse. Einen Abschluß erreichte sie allerdings nicht, die überschäumende Rockwelle warf sie Mitte der 60er Jahre aus der akademischen Bahn. Sally tauschte Platon und Shakespeare gegen die Beatles, und bei der Musik blieb sie dann auch. Fast ein Jahrzehnt dauerte allerdings die Lehrzeit im neuen Metier. Wie beinahe jedermann in diesen euphorischen Jahren der Rockrevolte wollte auch Sally Platten aufnehmen. Ganz überraschend erreichte sie relativ schnell ihr Ziel. 1968 erschien eine LP mit dem Titel „Children Of The Sun“, auf der Sally sang und ihr Bruder Mike Gitarre spielte. Künstlerisch war diese LP nicht der Rede wert, genauso wie Sallys zweiter Versuch, diesmal ohne Mike, aber mit Band. Den dritten Streich führte sie viel später überlegt, ohne Zeitdruck und mit ausgereiften Vorstellungen durch. Fast zwei Jahre arbeitete sie an „Water Bearer“. Sie ließ viel von ihrer Persönlichkeit in dieses Werk einfließen und am Ende wirkte es wie ein Soundtrack zu Erzählungen von Tolkien, ebenbürtig der LP „Lord Of The Rings“ von Bo Hansson. Was fasziniert Sally an Fantasy, an Märchen? „Die Idee der Magie, die darin vorkommt,“ sagt sie. Magie nicht im spiritistischen Sinne, sondern im Sinne kreativer Phantasie. „Nimm die Idee der Elfen in ‘Lord Of The Rings‘. Dahinter steht doch die Vorstellung vom Menschen, als er noch uneingeschränkt schöpferisch wirken konnte, als er noch nicht verdorben war. Gemeint ist sein Zustand, bevor er anfing, vernünftig zu handeln, sich auf das Geld hin auszurichten. Jener Zustand, den man bei Kindern noch antreffen kann. In Tolkiens Buch wirken die Elfen auf sehr fruchtbare Weise. Sie machen Dinge, wunderschöne Dinge,“ erklärt sie. Wird sie also weitermachen mit ihren fantastisch schönen Märchenplatten? „Wenn die Leute „Mirrors“ oder die LP hören, ist das für sie neu. Für mich steckt darin die Quintessenz langer Arbeit, und das ist lange her. Es hat nichts mit dem zu tun, was ich jetzt mache und schreibe. Wirken die Märchen denn überhaupt noch als Inspirationsquelle? Nein, heute nicht mehr.“ (Pressetext)
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