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DRIVE (2011)

Deutscher Titel Drive
Originaltitel Drive (2011)
Genre Action
Regie Nicolas Winding Refn
Darsteller Ryan Gosling, Ron Perlman, Carey Mulligan, Bryan Cranston, Albert Brooks, Oscar Isaac, Christina Hendricks, Kaden Leos, Jeff Wolfe, James Biberi, Russ Tamblyn, Joe Bucaro III, Tiara Parker, Tim Trella, Jim Hart, Tina Huang, Andy San Dimas, John Pyper-Ferguson, Craig Baxley Jr., Kenny Richards, Joe Pingue, Dieter 'Dietman' Busch, Chris Muto, Rachel Belle, Cesar Garcia, Steve Knoll, Mara LaFontaine, Teonee Thrash, Ralph Lawler
Land USA
Jahr 2011
Laufzeit 100 min
Studio Bold Films, Odd Lot Entertainment, Drive Film Holdings
Kinostart05.01.2012
URL http://www.drive-movie.com/
Kino Deutschschweiz Wochen: 6 / Besucher: 77591
Kino Romandie Wochen: 8 / Besucher: 27116
DVD-Hitparade Deutschschweiz Wochen: 12 / Peak: 1
Soundtrack Drive
Tagsüber arbeitet Driver als Stuntman für Hollywood. Reine Routine. Erst nachts erwacht der wortkarge Einzelgänger zu Leben, als Fahrer von Fluchtfahrzeugen bewaffneter Einbrüche. Keiner kann ihn schnappen, keiner kann ihm das Wasser reichen. Dann lernt der coole Driver seine neue Nachbarin Irene kennen – und verliebt sich in die alleinerziehende Mutter. Als Irenes Ehemann Standard aus dem Knast entlassen wird, lässt sich Driver zu einem vermeintlich todsicheren Ding überreden: Mit dem erbeuteten Geld will Standard seine Schulden abbezahlen und Irene eine gesicherte Zukunft bieten. Doch alles geht schief. Die Jagd auf Driver und Irene ist eröffnet – wenn es ihm nicht sofort gelingt, den Spiess umzudrehen...

Kino USA


DVD


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REVIEWS

Average points: 4.07 (Reviews: 14)

****
Der neue Film von Nicolas Winding Refn (Pusher, Bronson ect.) heimste bisher viele gute Kritiken ein. Keine Ahnung, wieso das so lange dauert, bis der bei uns in die Kinos kommt. Besonders auffällig ist hier dieser gewisse Miami-Vice-80s-Stil, der in der Bebilderung aber vorallem auch durch den analog klingenden Synthi-Soundtrack zu tragen kommt. Die Story wird spannend erzählt, ist jedoch an sich etwas altbacken. Leider ist der Hauptprotagonist etwas gar wortkarg, sodass zu ihm bzw. für ihn niemals so etwas wie eine Nähe bzw. eine Sympathie aufkommt. Sein Handeln war denn auch nicht immer ganz nachvollziehbar. Da hätte man von mir aus noch mehr rausholen müssen. Ansonsten ein Actionthriller, der vorallem durch seinen eigenwilligen Stil überzeugt. 4+
Last edited: 02.01.2012 16:05:00
******
meisterwerk!

Ww(^.^)wW



****
Der erste Teil ist echt überragend, die Stimmung und Spannung die da transportiert wird, ist echt unglaublich gut rübergebracht. Ryan Gosling gefällt mir wieder sehr gut, obwohl er leider nicht allzu viel sagen muss, die Rolle wirkt brutal unterkühlt und kommt nur in wenigen Momenten sympathisch daher.
Der zweite Teil des Films ist dann doch ziemlich brutal, das hätte nicht sein müssen, meiner Meinung nach, der Schluss ist dann auch nicht wirklich überraschend.
Alles in allem, vor allem Soundtrack und allgemeine Stimmung im Film, hervorragend gemacht, aber im zweiten Teil verliert sich das Ganze in einem Gemetzel, das nicht so ausführlich hätte sein müssen!
Der Film wirkt brutal kühl, ein paar gute Dialoge hätten noch gut getan, um die Hauptpersonen noch besser fassen zu können!
Last edited: 17.01.2012 09:11:00
**
Ein komischer Film. Ich verstehe die hochtrabenden positiven Pressekritiken nicht. Es gab Leute, die in der Pause im Kino gegangen sind. Auch ich fand den Gang irgendwie nicht, trotz anfangs interessanter Ansätze. „Drive“ ist in meinen Augen weit weg von einem Meisterwerk. Während man anfangs noch vom subtilen Aufbau fasziniert ist und vermutet, dass sich hier eine brilliante Story auftut, driftet alles ab in Einöde und Fantasielosigkeit. Ich werde das Gefühl nicht los, dass der Regisseur mit möglichst vielen Zeitlupen und im 2. Teil mit Blutorgien und platzierten Musikstücken einen eigenen Stil prägen wollte, der aber nicht mal über die spannungsarme Story ohne grosse Wendungen hinwegtäuscht, im Gegenteil. Ryan Gosling passt zudem irgendwie nicht da rein. Ich nehm‘ ihm sein pokerfaceartiges, unterdrücktes Spiel nicht ab, v.a. dann nicht, als er sich vom feinfühligen Lover zum blutrünstigen Killer wandelt. Um die dunkle Seite zu spielen, hat Ryan Gosling einfach das falsche Gesicht. Am Schluss bleibt nicht viel, ausser ein paar netten Einstellungen. Dieses Genre beherrscht ein Michael Mann um Längen besser.
Last edited: 27.01.2012 10:05:00
*****
Ein Film, über den so viel Positives zu lesen war, wie lange nicht mehr über einen Hollywood-Streifen (u.a. die für Neuerscheinungen seltene Höchstwertung auf filmstarts.de), auch wenn sich mir, als eher oberflächlichem Kritiken-Leser, die Gründe nicht ganz erschlossen haben - dass es mit "Style" zu tun hat und dass für eine an ein grösseres Publikum gerichtete Produktion noch eine erhebliche Portion Gewalt dazu kommt, so viel hab ich noch verstanden ...

Nun, da ich "Drive" gesehen habe, kann ich die Kritiken nachvollziehen: Ein aussergewöhnlicher Film, den man gesehen haben kann, als Cineast wohl gar gesehen haben muss - und dennoch bin ich nicht 100 %-ig überzeugt.

Die Geschichte wird mit viel Ruhe erzählt, mit viel Stille, Charakter orientiert, es werden Menschen gezeigt, die sich sekundenlang stumm anstarren, alles sehr unaufgeregt und, trotz des Schauplatz' L.A., sehr europäisch (Regisseur Refn, der bereits als neuer Tarantino gehandelt wird, ist ja Däne..)
In Kombination mit dem speziellen Soundtrack - elektronisch und retromässig - ergeben sich hieraus ziemlich attraktive Bilder und eine sicher nicht alltägliche Atmosphäre. Dabei ist natürlich vor allem der Song "Nightcall" von Kavinsky zu nennen, eine krasse Mischung aus aktuellem französischen Elektro-Sound und Italo Disco anno '83, der mir bereits im Trailer aufgefallen ist und im Film zu Beginn stimmig während einer nächtlichen Autofahrt durch die Grossstadt gespielt wird (da werden Erinnerungen wach an "Miami Vice" und "In The Air Tonight"!)
Der lange als Talent gehandelte und nun augenscheinlich immer attraktivere Filmrollen ergatternde Ryan Gosling ist darstellerisch sicher keine schlechte Wahl für den weitgehend stillen Helden, auch wenn er physisch (schlank und spitznasig..) für manche als Action-Star nicht ohne Weiteres durchgehen wird ...
Der Film zieht seine eigenwillige "Arthouse"-Atttitüde allerdings bis zum Schluss konsequent durch, weshalb Zuschauer, die hier einen Action-Streifen/Thriller konventionellen Zuschnitts erwarten, womöglich weniger Freude haben werden. Daran ändern die spärlichen, kurzen Action-Szenen nichts, auch nicht durch deren Gewalt-Exzesse, die in diesem "Independent"-Kontext fast etwas deplatziert wirken.
Hinzu kommt, dass in der ersten Filmhälfte zwischen den Figuren einige spannende Konflikte aufgebaut werden, die dann aber eher enttäuschend und wenig überraschend abgehandelt werden.

Fazit: Kann man, wie erwähnt, sehen und hat im visuell-auditiven Bereich einiges zu bieten, doch der "Fluch der hohen Erwartungen" dürfte hier so manchen treffen ...
Und für einmal kann ich auch Meister Tarantino, mit dessem nerdigen Filmgeschmack ich sicher nicht immer übereinstimme, verstehen, welcher "Drive" auf seiner Bestenliste 2011 nur (aber immerhin) als "nice try" eingestuft hat ...
Last edited: 27.01.2012 18:01:00
*****
Der Film ist von Anfang an einfach cool gemacht. Tolle Aufnahmen, Stimmung, Schauspieler und Soundtrack. Alles passt perfekt.
Die Bestnote verpasst der Film durch die zum Teil völlig unnötige Gewalt im zweiten Teil. Trotzdem: Unbedingt anschauen!
****
Gut.
*****
Es gibt sicherlich einige, die den Film zu etwas größerem machen wollen, als er ist, auch und wegen Ryan Gosling, dem neuen Liebling aller Filmfans. Beginnt temporeich und toll, aber dann nimmt sich der Film auch für meinen Geschmack ein wenig zu viel Zeit, um seine Geschichte aufzubauen. Unter'm Strich aber eben doch ein äußerst unterhaltsamer Film, sensibel und brutal zugleich.
****
Un peu trop brutal à mon goût, mais la bande originale m'a convaincu. 4+
**
Herbe Enttäuschung, anch unzähligen Lobhuldeleien, guten Kritiken, grosses Meidenecho, hab ich ihn mir jetzt erst gerade angesehen - absolut überbewerteter Müll, langweilig, einfach zum Kotzen langweilig.
******
Weniger ist oft mehr. Und das kann man hier wunderbar verfolgen. Gerade wegen des Minimalismus, der einem die Zeit gibt, zuzusehen und einzutauchen in die Geschichte.
Dieser Film prasselt nicht über einen herüber mit viel Getöse und Effekten, die man in der Kürze sowieso nicht ernsthaft erfassen kann und wo man noch Stunden später mit dem Problem kämpft, das Flackern von der Pupille zu kriegen, welches sich während des Films drauf gebrannt hat.

Es ist sicher kein Film, in den man gehen sollte, wenn man seinen Alltagsstress abreagieren möchte oder einfach nur einen klimatisierten Platz braucht um Popcorn und ein kaltes Bier zu konsumieren.
Das hat schon mehr etwas mit Filmkunst zu tun. Kameraführung, Licht, Farben, die große Kunst etwas zu zeigen, auch wenn der Schauspieler nur bewegungslos und Mimik-frei an der Kamera vorbei starrt. Wunderbar, wie auf das, was man erwartet zu sehen, konsequent verzichtet wurde. Kein Beziehungsdrama, keine um sich schreiende Frau, keine Gespräche, die sowieso nur dazu da sind den Film mehr Gesamtlänge zu verpassen.
Und so furchtbar brutal war dieser Film nun auch nicht. Da ist nichts an Gewalt passiert, was nicht in jedem anderen Film auch passiert. Das kommt nur brutaler herüber, weil es minimalistisch gezeigt wird und einem nicht die Spezialeffekte weiß machen, das wäre schon so in Ordnung, was man da sieht.
Für meinen Geschmack ein toller Soundtrack, eine gute Besetzung, eine fantastische Optik - so stelle ich mir einen Kultfilm vor.
****
Ich muss zugeben, ich habe etwas anderes erwartet. Dass der Film ein wenig Arthouse ist, stört mich nicht, aber die Musik ist teilweise richtig unpassend eingesetzt. Das Schauspielerensemble dagegen ist grossartig, besonders die beiden Hauptdarsteller Driver und Irene. Während der erste Teil eher ruhig ist, gehts dann im zweiten vorallem mit der Gewalt durch die Wände. Finde solche Szenen gut, habe die aber ganz sicher nicht nach einem solchen ruhigen Beginn erwartet. Die Rennfahrer-Story hingegen hätte man auch weglassen können. 4+ oder 4-, es wechselt hin und her...
***
Der Film klang echt interessant. Leider ist das dargebotene dann doch überhaupt nicht das, was ich erwartet habe.

Nach der gelungenen Anfangsszene wird es erstmal ziemlich lange sterbenslangweilig. Ab dem Überfall wird es dann zwar wieder etwas interessanter, aber das kann den Film auch nicht retten.

Was mich einfach störte, war die Dialogarmut. Das hebt den Film zwar von Anderen Filmen ab, war aber stellenweise einfach unpassend. Ich fande auch, dass die Schauspieler dadurch manchmal teilnahmslos und gelangweilt gewirkt haben.

Der Film hat auch einige Szenen zu bieten, die mir viel zu übertrieben gewalttätig dargestellt werden. Dafür waren die wenigen Drive-Szenen gelungen.
***
"Drive" ist zu Beginn sehr stylish, der 80ies-inspirierte Sound gefällt. Aber alles in allem gibt mir die Story zuwenig her, vor allem im Mittelteil habe ich mich manchmal sogar richtig gelangweilt. Drivers Rachefeldzug bringt dann wenigstens wieder etwas Action.

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