OPEN AIR TUFERTSCHWIL 2004

Bis zum bitteren Ende?


Europe


Jeanette


Plüsch
"Tufertschwil ist einfach immer wieder geil! Nirgends sonst kann ich im Backstagebereich zuschauen, wie der Bauer die Kühe melkt!" Die-Toten-Hosen-Sänger Campino bringts auf den Punkt: Das Openair Tufertschil ist und bleibt mit seinem ländlichen Charme und dem begeisterungsfähigen und offenen Publikum einzigartig. Die ganz grossen Namen fehlen auch 2004, doch die über 40'000 Besucher störts kaum. Im Gegenteil, bereits am Freitag Abend steigt die Festlaune in den roten Bereich. Mit Boney M, Uriah Heep und Toto haben die Veranstalter gleich drei zwar etwas verstaubte, aber nicht minder begeisternde Bands aus der Mottenkiste geholt.

Am Samstag herrschen dann die härteren Töne. Die überraschenden Berner QL eröffnen den siebenstündigen Punk- und Rockmarathon, die Backyard Babies und die Beatsteaks (teils unterstützt von Hosendrummer Andi) folgen ihnen. Clawfinger beweisen, warum sie Stammgäste an Schweizer Openairs sind, bevor dann knapp vor Mitternacht endlich die Toten Hosen ihren in beeindruckender Masse angereisten Fans die Ehre erweisen. Das lange Warten der Fans wird belohnt: Keiner der grossen Hits fehlt, die fünf Düsseldorfer zeigen das gewohnte maximale Engagement. Die Gunst des Publikums liegt auf ihrer Seite, das wissen Andi, Kuddel, Vom, Breiti und Campino ganz genau. So haben es die deutschen Punk-Opas auch gar nicht nötig, mit Innovationen zu experimentieren. Dass es genau die sonst exzessiv für Toleranz, Freiheit und Saufgelage einstehenden Toten Hosen sind, die dem Festivalveranstalter verbieten, ab dem frühen Samstag Abend Bier in Aludosen zu verkaufen, spricht für sich: Campino und Co. können sich solche Exklusivitäten leisten, alle anderen Bands nicht.

Der Sonntag Nachmittag ist voll in Schweizer Händen. Ex Gölä Backgroundsängerin Sandee röhrt den schrillen Wecker für die letzten verkaterten Festivalcampierer und Marc Sway zeigt - trotz seiner 39° Fieber - sein Ausnahmetalent, ebenso sein 12jähriger Gastgitarrist Valentin, der nicht mehr enden wollenden Applaus erntet, und auch gar nicht mehr von der Bühne will. Plüsch, die Senkrechtstarter aus Interlaken, treiben die letzten einigermassen noch intakten Stimmen der Festivalbesucher in die Heiserkeit. Was an Plüsch vorallem gefällt, ist deren herzliche Art, das Publikum in die Show zu integrieren. Leadsänger Ritchie versteht es, beim Zuschauer jedesmal den Eindruck zu hinterlassen, als sei das eben besuchte Konzert das mit Abstand beste der Band gewesen. Ob spontan oder perfekt einstudiert, der Beifall ist Plüsch gegönnt. Den Countdown zum Finale zünden dann Europe. In erstaunlicher Frische wird solider 80er- und 90er-Rock geboten. Ein gar nicht so bitteres Ende ...
swissflake

Offizielle Seite Open Air Tufertschwil
Australien Belgien Dänemark Deutschland Finnland Frankreich Italien Neuseeland Niederlande Norwegen Österreich Portugal Schweden Spanien Suisse Romande
deutsch
LOGIN
PASSWORT
Passwort vergessen?
Unsere Website verwendet Cookies, um seinen Lesern das beste Webseiten-Erlebnis zu ermöglichen. Teilweise werden auch Cookies von Diensten Dritter gesetzt. Weitere Informationen findest Du in unserer Datenschutzerklärung.