US3 - KAUFLEUTEN ZÜRICH

US3 (Kaufleuten Zürich – 22.3.2005)

Vor zwölf Jahren verpasste das britische Ensemble US3, Herbie Hancocks `Cantaloupe Island´ einige Raps, Scratches und funky Hip Hop-Beats und verwandelte diesen Song in einen Megahit, den sie `Cantaloop (Flip Fantasia)´ nannten. Zur Zeit der Acid-Jazz-Welle, Anfangs der Neunziger, wurde ihre Hitsingel in allen Clubs rauf und runter gespielt und gehört heute zu den Klassikern, die an alte Zeiten erinnern.

Der Musikstil von US3 veränderte sich im laufe der Jahre nicht nur durch den ständigen Wechsel der Musiker, sie passten sich einfach dem Zeitgeist an. Mit ihrem ruhigeren, vierten Album `Questions´, bewiesen sie, dass sie nicht in der Jazz-Hip Hop Schlaufe hängengeblieben sind. Beeinflusst von Latin und Nu-Soul, kreierte der Produzent Geoff Wilkinson, mit Brooklin Rapper Reggi Wyns und der Sängerin Mpho Skeef einige entspannte, tanzbare Tracks, die unverkennbar positive Botschaften übermitteln.

Nach dem `Questions´-Tourstart in Polen, traf der Bandleader und Gründer von US3, Geoff Wilkinson (Laptop/Beats/Samples) am 22. März 2005, mit acht Gastmusikern auf ein begeistertes Publikum im zürcher Kaufleuten.

Zur allgemeinen Überraschung, traten anstelle der Sängerin Mpho Skeef, Rachel Calladine (Leadvocals) und Romina Johnson (Backingvocals) an. Mit ihren kräftigen Soul-Stimmen, überzeugten sie gleich zu Beginn mit `Believe in yourself´. Der Startschuss für einen Energie geladenen Konzertabend. Spritzig und wach kamen die Rhymes von Reggi Wyns dazu, während sich DJ FirstRate (Turntables) mit Geoff Wilkinson um die Beats und die Samples kümmerte. Zwei Bläser (Trompete, Saxophon/Querflöte), ein Keyboarder (Mike Gorman) und ein Kontrabassist (Neville Malcom) schlossen die professionelle Konstellation von neun spitzen Musikern.

Das Publikum und die Band, so schien es, brauchten ein wenig Zeit um sich aufeinander ein zu stimmen. Als aber Chris Storr mit seinem exzellenten Trompetensolo für einen kurzen Moment Mexiko nach Zürich holte, lockerte sich die Stimmung. Da das schweizer Konzertpublikum den Ruf der Begeisterungsfähigkeit geniesst, setzte Reggi Wyns sein ganzes Showtalent ein und animierte mit seinen Hüpfern und Tanzeinlagen, so dass die Menge jubelnd, in Bewegung die funkigen Töne von alten und neuen Songs feierte.

Nach einer halben Stunde war es soweit. Das Publikum tobte als die ersten Takte von `Cantaloop (Flip Fantasia)´ ertönten, was dem konzentrierten Geoff Wilkinson hinter dem Laptop, ein Lächeln entlockte. Reggi Wyns hielt kurz das Mikrofon ins Publikum und das laute `FUNKY, FUNKY´ das zurück kam erfreute ihn so, dass er ins Publikum sprang und zwischen den tanzenden Fans weiter rappte.

Ed Jones liess mit seinem Saxophon über den Latin-Beats, den Jazz kurz aufleben. Auch der Trompeter (Chris Storr), der zu Beginn sanftere Töne spielte, wurde immer zu wilder. Gegen Ende des Konzerts, entflammte Ed Jones mit seiner Querflöte einige Acid-Jazz Herzen und erfreute sich sichtlich über den Beifall, der seinem Können galt. Die Bläser belebten die feurige Musik mit unglaublich starken Solos und gaben dem Sound, nebst dem Gesang, den Raps und den funky Beats, eine exotische Note.

Nach dem letzten Song verlangten die Fans mit ohrenbetäubendem Lärm eine Zugabe. Die Band freute sich über die Begeisterung des Publikums und setzte ein zweites mal zu `Cantaloop´ an.

Nach einem gelungenen Konzert, in freudiger Atmosphäre, standen alle neun Musiker in einer Reihe und ehrten das Publikum mit Komplimenten. Erleichtert und übermütig verabschiedeten sich US3 und ein Konzert ging zu Ende, das eigentlich mit nur zwei Worten beschrieben werden könnte:
`FUNKY, FUNKY´
Georgy

Australien Belgien Dänemark Deutschland Finnland Frankreich Italien Neuseeland Niederlande Norwegen Österreich Portugal Schweden Spanien Suisse Romande
deutsch
LOGIN
PASSWORT
Passwort vergessen?